Wólka (Ruciane-Nida)

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Wólka
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Wólka (Polen)
Wólka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Pisz
Gmina: Ruciane-Nida
Geographische Lage: 53° 40′ N, 21° 31′ OKoordinaten: 53° 39′ 47″ N, 21° 31′ 23″ O
Einwohner: 94 (2011)
Postleitzahl: 12-220[1]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NPI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 58Osiniak-PiotrowoDW 610Borek
Eisenbahn: Bahnstrecke Olsztyn–Ełk
Bahnstation: Ruciane-Nida
Nächster int. Flughafen: Danzig



Wólka (deutsch Dietrichswalde) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Ruciane-Nida (Stadt- und Landgemeinde Rudczanny-, 1938 bis 1945 Niedersee- (-Nieden)) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wólka liegt im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 28 Kilometer südöstlich der einstiegen Kreisstadt Sensburg (polnisch Mrągowo) bzw. 19 Kilometer nordwestlich der jetzigen Kreismetropole Pisz (deutsch Johannisburg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine vor 1785 Schwignaino, um 1785 Wolcka, um 1818 Wolka, nach 1871 Dittrichswalde und bis 1945 Dietrichswalde genannte Dorf[2] wurde am 8. April 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Breitenheide[3] (polnisch Szeroki Bór) eingegliedert, der zum Kreis Johannisburg gehörte. Bereits am 21. Juli 1875 wurde das Dorf umgegliedert und gehörte seitdem bis 1945 zum Amtsbezirk Ukta[4] (Sitz in Alt Ukta) im Kreis Sensburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Dietrichswalde gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Dietrichswalde stimmten 140 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.[5]

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch Dietrichswalde davon betroffen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Wólka“ und ist heute Sitz eines Schulzenamtes[6] (polnisch Sołectwo). Damit gehört es zur Stadt- und Landgemeinde Ruciane-Nida Rudczanny-, 1938 bis 1945 Niedersee- (-Nieden) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Entwicklung der Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Anzahl Anmerkungen
1818 65 [7]
1838 120 [7]
1871 167 [7]
1910 226 [8]
1933 249 [9]
1939 196 [9]
2011 94 [10]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1945 war Dietrichswalde in die evangelische Kirche Alt Ukta[11] und seit 1920 in deren Filialgemeinde Rudczanny in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union bzw. in die römisch-katholische Kirche Johannisburg im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Wólka katholischerseits zur Pfarrei Ruciane-Nida bzw. Ukta im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Pfarrei Mikołajki (Nikolaiken), die im nahegelegenen Ukta (Alt Ukta) eine Filialkirche unterhält und zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehört.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wólka liegt an einer Nebenstraße, die die Landesstraße 58 und die Woiwodschaftsstraße 610 verbindet und über Osiniak-Piotrowo (Fedorwalde-Peterhain) nach Borek führt. Die nächste Bahnstation ist Ruciane-Nida an der Bahnstrecke Olsztyn–Ełk (deutsch Allenstein–Lyck).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 1484
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Dietrichswalde
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Breitenheide
  4. Rolf Jehke, Amtsbezirk Ukta
  5. Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 111
  6. Sołectwa Gminy Ruciane-Nida (Memento des Originals vom 30. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ruciane-nida.pl
  7. a b c Dietrichswalde bei GenWiki
  8. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Sensburg
  9. a b Michael Rademacher: Landkreis Johannisburg (poln. Pisz). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  10. Wieś Wólka w liczbach
  11. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 500