Waldorf (Blankenheim)

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Waldorf
Gemeinde Blankenheim
Koordinaten: 50° 23′ 0″ N, 6° 37′ 0″ O
Höhe: 491 m
Fläche: 5 km²
Einwohner: 283 (2002)
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53945
Vorwahl: 02449
Waldorf (Nordrhein-Westfalen)
Waldorf

Lage von Waldorf in Nordrhein-Westfalen

Waldorf (Blankenheim), Luftaufnahme (2016)

Waldorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Blankenheim im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Ortsvorsteher ist Martin Freuen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil liegt auf einer Hochebene zwischen Blankenheim und Jünkerath. In der Nähe befindet sich ein Hochmoor. Am Ortsrand fließen zwei Bäche, der Itzbach und der Bonnesbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1157 wird der Ort als Valendorf erwähnt. Der Siedlungsname bezeugt eine frühe Besiedlung durch sogenannte Walen oder Valen, eine römisch-keltische Mischbevölkerung, die nach dem Ende der römischen Herrschaft zurückgeblieben war und von den Germanen als Wälsche (Fremde) bezeichnet wurde. Waldorf bedeutet demnach Dorf der Walen. Der Ort gehörte im 13. Jahrhundert zum Patronat Alendorf, dieses war 1253 Teil der Abtei Malmedy.

Waldorf bestand im 17. Jahrhundert aus zwei Ortschaften, die auch heute noch als Oberdorf bzw. “Öuweschdörf” und Unterdorf bzw. “Önneschdörf” bekannt sind. 1892 hatte Waldorf 185 Einwohner.

Am 1. Juli 1969 wurde Waldorf nach Blankenheim eingemeindet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Dionysus-Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St.-Dionysius-Kapelle gehört zur Pfarrgemeinde St. Agatha Alendorf. Sie geht auf das 15. Jahrhundert zurück, die älteste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahre 1494. Drei Ältäre im Barockstil wurden im 17. Jahrhundert errichtet.

Seit 1915 werden in der kleinen Kirche regelmäßige Messen gehalten, obwohl der Ort nie einen eigenen Pfarrer bekam. Die Kapelle wurde 1970/71 an der Nord- und Südseite um zwei Seitenschiffe erweitert, wodurch sie um zwei Drittel ihrer vorherigen Größe erweitert wurde. Die Einweihung der Kapelle erfolgte am 24. Oktober 1971.

Seit 1987 hat die Kapelle wieder zwei Glocken, nachdem während des Ersten Weltkriegs eine der ursprünglich zwei Glocken eingeschmolzen wurde. Die ältere der beiden heutigen Glocken stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist auf den Ton „ges“ gestimmt, die jüngere Glocke auf den Ton „es“. Unter den finanziellen Unterstützern der neuen Glocke stand zuvorderst die Löschgruppe Waldorf der Freiwilligen Feuerwehr Blankenheim.

1992 fertigte der Bildhauer Josef Janssen ein aus Eichenholz gefertigtes und als Hochrelief ausgeführtes Bildnis der 14 Kreuzwegstationen.

Wegekreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wegekreuz aus rotem Sandstein am Ortsausgang von (Unter-)waldorf stammt aus dem Jahre 1625. Es stellt den gekreuzigten Jesus, die Mutter Maria, den Jünger Johannes und Maria Magdalena dar.

Radweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt der Radwanderweg Eifel-Höhen-Route, der als Rundkurs um den Nationalpark Eifel führt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldorf besitzt über den Bahnhof Blankenheim-Wald an der Eifelstrecke Anschluss an das überregionale Eisenbahnnetz. Von dort bestehen stündlich Verbindungen in Richtung EuskirchenKölnKöln Messe/Deutz / Bonn sowie nach GerolsteinTrier.

Außer für Schülerfahrten wird überwiegend der sogenannte TaxiBus eingesetzt, eine Fahrt erfolgt nach telefonischer Voranmeldung. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Sieg, sowie verbundraumüberschreitend der NRW-Tarif. In Waldorf verkehrt der TaxiBus der Linie 833.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.