Wallbach (Taunus)

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Wallbach
Gemeinde Hünstetten
Wappen von Wallbach
Koordinaten: 50° 14′ 58″ N, 8° 11′ 46″ O
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 3,86 km²[1]
Einwohner: 1079 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 280 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 65510
Vorwahl: 06126

Wallbach ist ein Kirchdorf im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Es entstand am linken Ufer des gleichnamigen Bachlaufs. Seit 1972 gehört die ehemals politisch selbstständige Gemeinde der neu formierten Gemeinde Hünstetten an und ist mit gut 1.000 Einwohnern[1] viertgrößter der zehn Ortsteile. Wegen seiner zentralen Lage wurde Wallbach zum Sitz der Gemeindeverwaltung von Hünstetten bestimmt.

Westlich von Wallbach verläuft die Bundesstraße 417, die sogenannte Hühnerstraße. Unmittelbar an dieser Straße findet sich die Hühnerkirche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wallbach in einer Urkunde aus dem Jahr 1363, mit der ein Claiß von Walebach und dessen Frau Metze von der Priorin und dem Konvent zu Walsdorf ein Hofgut in Fackenhofen pachten. Das Dorf stand unter der Herrschaft des Bistums Trier und wurde vom Gericht im benachbarten Bleidenstadt aus verwaltet.

1425 stiftete der Trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain dem Ort eine kleine, dem heiligen Valentin von Terni geweihte Kapelle. Sie war zunächst der Pfarrei in Strinz-Trinitatis zugeordnet, 1609 folgte die Angliederung an die Pfarrei Limbach. An der Stelle der Kapelle wurde 1753 die noch heute vorhandene evangelische Kirche errichtet.

Am 28. August 1883 wurde der Ort Sitz eines eigenen Schulhauses.

Am 31. Dezember 1971 schlossen sich die damaligen Gemeinden Wallbach, Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach und Strinz-Trinitatis zur neuen Gemeinde Hünstetten zusammen.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Februar 1968 wurde der Gemeinde Wallbach im damaligen Untertaunuskreis ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Silber ein rotes, mit silbernen Ringen belegtes Schrägkreuz, im oberen Winkel eine rote Rose mit goldenem Butzen und grünen Kelchblättern, im unteren ein grünes Dreiblatt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c „Zahlen + Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Hünstetten, abgerufen im Juli 2016.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377.
  3. Genehmigung eines Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 20. Februar 1968 (StAnz. S. 375) Seite 7 der tif-Datei 5,86 MB