Walter Gaudnek

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Walter Gaudnek (* 1931 in Fleyh, Tschechoslowakei) ist ein moderner Künstler und Kunstprofessor an der University of Central Florida in Orlando. Gaudnek gehört seit den 1970er Jahren zu den Hauptvertretern der Pop-Art. Er griff als einziger Pop-Art-Künstler auch religiöse Themen (z. B. Kreuzweg in St. Michael in Schweinfurt) auf.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Vertreibung verliert Gaudnek 1946 seine sudetendeutsche Heimat. 1947 besucht er die Realschule in Schrobenhausen, 1948 bis 1951 die damalige Oberrealschule in Ingolstadt (heute Christoph-Scheiner-Gymnasium). 1951 besucht er die Blocherer Schule für freie und angewandte Kunst in München. Nach einem Jahr wechselt er an die Akademie der Bildenden Künste München. 1953 gründet er zusammen mit H. E. Gabriel die Neue Galerie in Ingolstadt und weitere in München. Von 1957 bis 1959 studiert er an der University of California. 1968 promoviert Gaudnek an der New York University mit dem Thema „Die symbolische Bedeutung des Kreuzes in der amerikanischen Malerei der Gegenwart“ und die Beschäftigung mit religiösen Themen durchzieht sein Werk.[1] Seit 1970 ist er Professor an der University of Central Florida für Malerei, Grafikdesign, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft. 1998 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Klasse der Künste und Kunstwissenschaften, berufen. 2011 wurde Gaudnek mit der Bürgermedaille des Marktes Altomünster ausgezeichnet.[2][3]

Gaudnek-Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie in der VS-Altomünster

Das Gaudnek Europa Museum (GEM) in Altomünster, besteht seit 1999. In drei Etagen stellt Gaudnek rund 400 seiner Bilder und Skulpturen aus. Das Museum zeigt eine Sammlung von Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Collagen, Assemblagen, Objekten, Skulpturen, Druckgrafik, das „Theater aus dem Koffer“, ein Archiv mit Fotos und Dokumenten aus den Jahren 1949–2005. 2013 wurde die Ausstellung „Hexen und Heilige“ eröffnet.[4]

Auch in der Galerie im Treppenhaus der Grund- und Mittelschule Altomünster sind viele Pop-Art-Werke Gaudneks zu bewundern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der heitere Hexenmeister - Ausstellung: Hexen und Heilige - (Aichacher Zeitung vom 25. Juni 2013)
  2. Bürgermedaille für Walter Gaudnek - (Dachauer Nachrichten vom 6. Juli 2011)
  3. Bürger-Medaille für den Professor - (Aichacher Zeitung vom 6. Juli 2011)
  4. Pop-Art zwischen Hexen und Heiligen - (Dachauer Nachrichten vom 28. Mai 2013)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]