Webba

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Webba
Webba bei einem Konzert im Jahr 2013
Webba bei einem Konzert im Jahr 2013
Allgemeine Informationen
Herkunft Bern, Schweiz
Genre(s) Hip-Hop, Rock, Alternative
Website http://www.webba.ch/

Webba (* 26. März 1980;[1] bürgerlich Pascal Weber[2]) ist ein Schweizer Musikproduzent, Songwriter und Musiker aus Bern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webba kam erstmals 1988 mit Hip-Hop in Kontakt und betätigte sich jahrelang vor allem mit Beatboxing und Improvisationswettkämpfen, sogenannten Freestyle-Battles. Er war Gründungsmitglied der Rap-Gruppe Krümelmonstaz die 2002 die EP Grössäwahn und zwei Jahre später das Album Inkubation veröffentlichte. Es fanden zahlreiche Konzerte im In- und Ausland statt, unter anderem im Vorprogramm von Delinquent Habits, Das EFX und Bahamadia. Die Band trennte sich 2005. Ausserdem arbeitete Webba als Musikproduzent mit verschiedenen Schweizer Künstlern wie zum Beispiel Big Zis oder Black Tiger.

Im Jahr 2009 erschien nach mehr als fünf Jahren Arbeit sein erstes Soloalbum Deheim? mit Gastbeiträgen von PVP, Baze, Lo, Drüklang, Merlo, Phantwo und Wurzel 5. Die Lieder wurden komplett von Webba selbst produziert und aufgenommen.[3] Zu dem Titel Wäg vo hiä, der beim staatlichen Radio-Sender DRS Virus einer der meistgespielten Songs 2009 war, wurde ein Videoclip gedreht, in dem Webba mit Hilfe eines Doubles alle männlichen Rollen selber spielt.[4] Auch Du hesch ke… (mit Baze) wurde als Video realisiert. Beide Clips wurden im Tagesprogramm von VIVA (Schweiz) und SF zwei ausgestrahlt.

Webba Konzert, 2009

Das Album Deheim? wurde am 20. Februar 2009 mit einer „Releaseparty“ gefeiert, bei der der Rapper und Produzent von DJ Thrillin und DJ Kermit unterstützt wurde.[2] Weitere Auftritte fanden 2009 und 2010 als Vorgruppe von Chlyklass, Wurzel 5, Ill Bill sowie Masta Ace, Reef the Lost Cauze & Snowgoons statt. Bei seinen Konzerten wird Webba von Dominik „Billyah“ Bielmann als Background-Rapper und DJ Kermit unterstützt.

Am 7. September 2011 veröffentlichte er die Single Churzschluss, zusammen mit der Berner Rapperin Steff la Cheffe. Bei dem Lied handelt es sich um die erste schweizerdeutsche Dubstep-Veröffentlichung und es wird ausschliesslich in digitaler Form über iTunes vertrieben. Das dazugehörige Musikvideo zeigt unter anderem einen nachgestellten Amoklauf auf dem Vorplatz des schweizerischen Regierungsgebäudes. Auf Grund der Gewaltdarstellungen wurde in der grössten Tageszeitung der Schweiz über das Video berichtet.[5] Der Videoclip wurde daraufhin im Tagesprogramm von MTV Schweiz und SF zwei ausgestrahlt.

Bei der alljährlich stattfindenden Slangnacht in der Roten Fabrik in Zürich, wurde Webba am 29. Oktober 2011 mit dem Swiss HipHop Music Award als Bester Produzent 2011 ausgezeichnet.[6][7] Die Awards wurden 2011 zum sechsten Mal verliehen, wobei die Kategorie für den besten Produzenten erst seit 2008 existiert. Die vorhergehenden Gewinner sind SAD (2008), Claud (2009) und Onur (2010).

Am Freitag, den 13. Januar 2012 wurde das zweite Solo-Album mit dem Namen Uswärts! veröffentlicht. Die Platte enthält 12 Songs und weist starke Dubstep und Drum and Bass Einflüsse auf. Nebst Steff la Cheffe sind Baze, Diens, Phantwo, Hans Nötig, Lo&Leduc und Fygeludi auf diesem Werk zu Gast.[8][9] Das grafische Artwork des Booklets ist ein 24-seitiger, auf Fotos basierender Comic-Strip im 70 Jahre Science-Fiction Look, welches für den zweiten Video-Clip zum Song Aasträngend zusätzlich animiert wurde. Die grafische Umsetzung wurde durch die berner Firma Decoy Collective realisiert.[10]

Danach veröffentlichte Webba keine eigene Musik mehr, bis am 26. Juni 2020 das Album Trotzdäm der von ihm gegründeten Rock-Band Tschuggr erschien.[11] Das Album wurde zusammen mit der ersten Single-Auskopplung zum Song Niederscherli inkl. des dazugehörigen Musikvideos veröffentlicht. Auch hier wurden die Lieder alle von ihm geschrieben, komponiert und produziert. Das Album enthält elf Lieder und wurde ausschliesslich als Vinyl-Schallplatte sowie digital veröffentlicht. Das Werk erhielt in der Presse sehr gute Kritiken.[12][13] Das Album wurde von Oli Boesch gemischt und gemastert und über das Label EquipeMusic vertrieben.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[14]
Uswärts!
  CH 63 29.01.2012 (1 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 Inkubation (Artist: Krümelmonstaz)
  • 2009 Deheim? (Artist: Webba)
  • 2012 Uswärts! (Artist: Webba)
  • 2020 Trotzdäm (Artist: Tschuggr)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 Grössäwahn (Artist: Krümelmonstaz)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 Churzschluss (Artist: Webba feat. Steff la Cheffe)
  • 2011 Aasträngend (Artist: Webba)
  • 2011 Aasträngend (Artist: Webba)
  • 2020 Niederscherli (Artist: Tschuggr)

Videoclips[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 Grössäwahn (Artist: Krümelmonstaz)
  • 2004 Retter vom Rap (Artist: Krümelmonstaz feat. Dodo)
  • 2009 Wäg vo hiä (Artist: Webba)
  • 2009 Du hesch ke (Artist: Webba feat. Baze)
  • 2011 Churzschluss (Artist: Webbafeat. Steff la Cheffe)
  • 2012 Aasträngend (Artist: Webba)
  • 2012 Bruches nid (Artist: Webba)
  • 2020 Niederscherli (Artist: Tschuggr)

Produktionen, Gastbeiträge und Recordings[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 Bumerang Tape (Artist: Linktiim)
  • 2001 Klangvoll Tape (Artist: Drüklang)
  • 2001 Schtiiz Sürprim (Artist: Läufer)
  • 2002 Emty Rec Jam (Artist: VA / Live-CD)
  • 2003 Sheheilig (Artist: Big Zis)
  • 2004 Summertunes (Artist: Esmob)
  • 2004 PoolLoops (Artist: Poolprod.)
  • 2004 Kei Gwalt! (Artist: VA)
  • 2005 Vo mir, für mi, figg di (Artist: Flizzu)
  • 2005 Ziitlos (Artist: Merlo)
  • 2005 CH 2005 (Artist: Merlo)
  • 2007 Dabu Fantastic (Artist: Dabu Fantastic)
  • 2007 Das bi ig (Artist: Fagant)
  • 2008 Lo & Order (Artist: Lo & Order)
  • 2010 Update 2.0 (Artist: Lo & Leduc)
  • 2010 Seiltänzer (Artist: Tommy Vercetti)
  • 2010 Boomerang (Artist: Ziggy Mojo)
  • 2011 Tour de Suisse (Artist: Fygeludi)
  • 2011 Remixes & DVD (Artist: Wurzel 5)
  • 2011 Update 3.0 fin de siècle (Artist: Lo & Leduc)
  • 2012 Chli so wie früehner (Artist: Drüklang feat. Webba)
  • 2012 Clean (Artist: MDMA)
  • 2012 I gloub s’isch besser (Artist: Baze & Schoedo)
  • 2013 Liechtkrieger Vol. 1 (Artist: Skilluminati feat. Webba)
  • 2013 Vögu zum Geburtstag (Artist: Steff la Cheffe)
  • 2013 Split Tongues (Artist: Burni Aman)
  • 2014 Innere Zirkel (Artist: Chilz)
  • 2015 Mau witer luegä... (Artist: B.I.B)
  • 2015 Träumer (Artist: Merlo)
  • 2015 Swiss VBT 2015 8tel HR - Nemo vs. Mizzy (Artist: Nemo)
  • 2017 Bis zum Schluss (Artist: Apophenia feat. Webba)
  • 2020 Nei (Artist: 11ä)
  • 2020 Retour (Artist: 11ä)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsdatum im Lied Dr Wäg
  2. a b Vom Beatboxer zum Rapper. (PDF)@1@2Vorlage:Toter Link/www.webba.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Blick am Abend, 20. Februar 2009
  3. Biografie (Memento vom 26. Februar 2009 im Internet Archive)
  4. Fotos des Drehs zu Wäg vo hiä (Memento vom 26. Februar 2009 im Internet Archive)
  5. Amoklauf für Musikvideo inszeniert. 20 Minuten, 12. September 2011
  6. Swiss HipHop Music Awards - Die Sieger. Offizielle Mitteilung der Slangnacht- und Award-Organisation, 30. Oktober 2011
  7. Slangnacht - Die Gewinner sind …@1@2Vorlage:Toter Link/www.aightgenossen.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. aightgenossen.ch, 31. Oktober 2011
  8. Schweizer Hip-Hop kann auch tanzbar sein. Aargauer Zeitung, 7. Januar 2012
  9. Webba - Uswärts. Album Review auf trespass.ch, 11. Januar 2012
  10. Aasträngend. (Memento vom 17. März 2012 im Internet Archive) Der Bund, 5. Januar 2012; Bericht über die Artwork- und Video Produktion
  11. Album "Trotzdäm" von "Tschuggr" auf Discogs. Informationen zur Vinyl-Version des Albums
  12. Wer zur Hölle sind Tschuggr?. Bericht der Berner Zeitung zur Veröffentlichung des Albums "Trotzdäm", 15. Juli 2020
  13. Perfektes Debüt. Album-Kritik im Kultur Tipp, 16. Juli 2020
  14. Charts CH