Werkgerechtigkeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Werkgerechtigkeit ist ein zentraler theologischer Begriff aus der lutherischen Rechtfertigungslehre. Sie steht für die Ansicht, man könne vor Gott gerechtfertigt sein, wenn man gute Werke tut. Martin Luther lehnte diese Ansicht ab und betonte die Rechtfertigung aus der Gnade Gottes im Glauben an den erlösenden Tod und die Auferstehung Jesu Christi.

Die meisten Kirchen lehren, dass der Mensch nicht aufgrund seiner guten Werke vor Gott gerechtfertigt werde, sondern durch Gottes Gnade. In der evangelischen Theologie wird dies zusammengefasst in den Grundsätzen Sola gratia („allein aus Gnade“) und Sola fide („allein durch den Glauben“). Einen Gegenentwurf zur Werkgerechtigkeit stellt die Prädestinations-Lehre des Calvinismus dar. Die reformierten Theologen Johannes Calvin und Ulrich Zwingli vertraten ursprünglich die schärfste Form der Prädestinationslehre, d. h. die grundsätzliche Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit (ohne eigenen Verdienst) oder zur Verdammnis (ohne eigene Schuld) als „doppelte Prädestination“.

Gemeinschaften, denen von lutherischer oder reformierter Seite oft Werkgerechtigkeit vorgeworfen wird, sind u. a. die Quäker, Siebenten-Tags-Adventisten, Mennoniten und Zeugen Jehovas.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Rechtfertigungslehre