Werl-Aspe

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Werl-Aspe
Koordinaten: 52° 3′ 40″ N, 8° 44′ 4″ O
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 6,31 km²
Einwohner: 7603 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.205 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32107
Vorwahl: 05222
Karte
Lage von Werl-Aspe in Bad Salzuflen
Knetterheide
Werl

Werl-Aspe ist ein Stadtteil von Bad Salzuflen im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe. Mit 7603 Einwohnern ist es der drittgrößte Stadtteil Bad Salzuflens. Es besteht aus Werl, dem südlich davon liegenden Aspe und Knetterheide.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werl wurde erstmals 1191 als Werle schriftlich erwähnt. Die älteste schriftliche Erwähnung von Aspe als Haspa wird auf 1015 datiert. Beide Weiler waren seit ihrer jeweiligen Entstehung der Kilianskirche in Schötmar als Pfarrkirche zugeordnet.[2] Der Ortsteil Knetterheide wurde wahrscheinlich erstmals 1674 als Kneterhede erwähnt.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Werl-Aspe ist mehrheitlich evangelisch und gehört damit der Lippischen Landeskirche an. In Werl-Aspe befindet sich die evangelisch-lutherische Versöhnungskirche als Zentrum des II. Pfarrbezirks Knetterheide der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schötmar. Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde hat ihre Kirche mit Gemeindezentrum in der Nordstraße. Andere Teile von Werl-Aspe gehören zu den evangelisch-reformierten bzw. evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Schötmar bzw. Bad Salzuflen.

Die Katholiken in Werl-Aspe gehören zur Kirchengemeinde Sankt Kilian Schötmar.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 1969 wird die Gemeinde Werl-Aspe aufgrund von § 3 des Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Lemgo (Lemgo-Gesetz)[4] mit den bisherigen Städten Bad Salzuflen und Schötmar und den Gemeinden Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Wülfer-Bexten und Wüsten zur neuen Stadt Bad Salzuflen zusammengeschlossen, die damit Rechtsfolgerin der vorgenannten Städte und Gemeinden ist.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach § 3 der Hauptsatzung der Stadt Bad Salzuflen[6] besteht der Ortsausschuss von Werl-Aspe aus 11 Mitgliedern. Nach § 4 der Hauptsatzung soll der Ortsausschuss vom Rat bzw. seinen Fachausschüssen zu allen wichtigen, den Ortsteil betreffenden Angelegenheiten gehört werden. Dabei hat er insbesondere das Recht, zu folgenden, seinen Ortsteil betreffenden, Angelegenheiten beratend Stellung zu nehmen und Anregungen zu geben:

  • Anlage und Unterhaltung von Sport-, Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen und Kinderspielplätzen, Einrichtungen der Jugendhilfe und Altenbetreuung.
  • Ausbau, Erweiterung und Unterhaltung von Gemeindestraßen einschl. der Wirtschaftswege und Straßenbeleuchtung sowie der Be- und Entwässerungsanlagen.
  • Aufstellung und Änderung des Flächennutzungsplanes und von Bebauungsplänen.
  • Maßnahmen der Verkehrsführung und Verkehrsbeschilderung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Städtischen Schulzentrum Aspe[7] befindet sich eine Realschule und eine Gesamtschule (als Ganztagsschule) sowie eine Zweigstelle der Stadtbücherei Bad Salzuflen.[8]

Nahe dem Schulzentrum Aspe verfügt Werl-Aspe auch über eine drei- bis vierzügige Grundschule. Sie trägt den Namen Grundschule Knetterheide.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bauwerke in Werl-Aspe sind in der Denkmalliste der Stadt Bad Salzuflen eingetragen; Grundlage für die Aufnahme war das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW):

  • Leibzuchtgebäude, Am Meierhof 1 (Denkmalnummer 61 / Aufnahme: 1988)
  • Hofgebäude, Am Meierhof 1 (61a / 1993)
  • Haus, Dorfstraße 5 (114 / 1989)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Linde, Franz Meyer (Hrsg.): Bauerschaft – Gemeinde – Stadtteil: Zur Geschichte von Werl, Aspe und Knetterheide. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-89534-888-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Werl-Aspe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt-Bad-Salzuflen.de: Bevölkerung. Abgerufen am 26. Dezember 2020.
  2. Linde/Meyer 2014, S. 15
  3. Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 12, 35 und 515. (PDF)
  4. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Lemgo vom 5. November 1968
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 69.
  6. Hauptsatzung der Stadt Bad Salzuflen vom 15. Dezember 1994
  7. Lippische Landes-Zeitung: Die letzten Gymnasiasten verlassen Aspe | Bad Salzuflen. Abgerufen am 19. September 2016.
  8. Städtisches Schulzentrum Aspe Bad Salzuflen