Pillenbruch

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Lage Pillenbruchs in Wüsten

Pillenbruch ist ein zum Stadtteil Wüsten gehörender Ortsteil der lippischen Stadt Bad Salzuflen im Nordosten Nordrhein-Westfalens.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt rund drei Kilometer östlich von Wüsten und unmittelbar westlich des Lemgoer Stadtteils Welstorf.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pillenbruch entspringt die 6,2 Kilometer lange Glimke, die bei der Detmolder Straße auf Vlothoer Stadtgebiet in die Salze mündet.

Weite Teile der Glimke sind als Naturschutzgebiet „Glimketal“ (LIP-040; 72,2 Hektar) ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name leitet sich aus dem zu Pehlen gehörenden Bruch (= Sumpflandschaft) ab ("Pehlenbruch"); im Mittelalter als Hagenhufendorf entlang der Glimke wahrscheinlich durch die Herren von Varenholz gegründet, 1338 erstmals urkundlich erwähnt, als das westfälisch-waldecksche Uradelsgeschlecht zu Gogreven den „Hagen zu Pillincbroke“ samt Zubehör an Bernhard von Exterde verpfändete.

Ende der 1780er Jahre endete die preussische Herrschaft in Pillenbruch, durch Tausch wurde es nun der lippischen Obrigkeit zugeteilt.

1969
 kam es zur Aufteilung der Gemeinde Welstorf, zu der Pillenbruch gehörte: Welstorf wurde Lemgo, Pillenbruch und Voßhagen wurden Bad Salzuflen zugesprochen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzige Straße im Siedlungsgebiet ist die Pillenbrucher Straße.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung wird von der Anrufbuslinie 974 des Stadtbusnetzes Bad Salzuflen bedient.

Die nächsten Bahnhöfe sind Vlotho, Lemgo und Bad Salzuflen, die nächsten Fernbahnhöfe Herford und Bielefeld Hbf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pillenbrucher Straße Nr. 21: „Hofanlage Stuckmann“ und „Pilzhof Lippe“, ehemals – als größter Hof Oberwüstens – „Oberwüsten 1“; die Torbogeninschrift lautet: „IM JAHR 1836 DEN 9 JULIUS HAT BERND HENRICH KIXMÖLLER UND HANNE FRIDERICKE RASCHEN IM NAMEN JESUS CHRIST DIESES HAUS GEBAUET IST ZUR WOHNUNG DIESER WELT SOLANGE ES GOTT GEFALT · WOHL DEM DER IN DER HIMMELSTADT AUCH EINE SICHER WOHNUNG HAT PSALM 15 V 1 HERR WER WIRD WOHNEN IN DEINER HÜTTE · WER WIRD BLEIBEN AUF DEINEEM HEILIGEN BERGEN - M HERMAN HENRICH DEPPE[1]
  • Pillenbrucher Straße Nr. 21c: „Beekhof“, ehemals auch zum Hof „Oberwüsten 1“ gehörend; die Inschrift des Torbogens lautet „ANNO 1820 DEN 10 MEI HAT JOHANN HENRICH MEIERJOHAN UND ANNA MARIA ELIESABATH PANKOKEN DIESES HAUS LASSEN BAUEN. AUF GOT UND NICHT AUF MEINEN RATH WILL ICH MEIN GLÜCK BAUEN UND DEN DER MICH ERSCHAFFEN HAT MIT GANSER SELE TRAUEN. ER DER DIE WELT ALLEMÄCHTIG HÄLT WIRD AUCH IN MEINEN TAGEN ALS SOHN UND VATER TRAGEN  – MEISTER JOHANN BERNDT DEPPE
  • Pillenbrucher Straße Nr. 30: „Pecherhof“, ehemals „Oberwüsten 5“ und „Wüsten 269“; Die Torbogeninschrift der Leibzucht lautet „ANNO 1842 DEN 21TEN YULIUS HAT DIEDERRICH HENRICH WUSTENBECKER UND ANNA ELISABETH STURHANEN HABEN DIESES HAUS BAUEN LASSEN · WIR BAUEN HAUSER UND PALASTE UND SIND HIER DOCH NUR FREMDE GASTE WOHL DEM DER IN DER HIMMELSSTADT NUR EINE SCHONE WOHNUNG HAT DEN SELICH SIND DIE GOTTES WORT HOREN UND ZUGLEICH WAHREN · MEISTER PHILIPP YUNGEBLUT[1]
  • Beim Haus Pillenbrucher Straße 59 steht das 2013 von den Bewohnern Pillenbruchs errichtete Denkmal „Pillenbruch - seit 1338“, ein Findling mit Salzufler Wappen und Lippischer Rose

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hausinschriften in Oberwüsten bei „Der Genealogische Abend“, Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e. V.