Werner-von-Siemens-Ring

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Der Werner-von-Siemens-Ring gilt als eine der höchsten deutschen naturwissenschaftlich-technischen Auszeichnungen und wird seit 1916 von der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring verliehen.

Ausgezeichnet werden lebende Personen ohne Ansehen des Amtes, der Stellung oder des Ranges, wenn sie durch ihre Leistung die technischen Wissenschaften gefördert oder als Vertreter der Wissenschaft durch ihre Forschung der Technik neue Wege erschlossen haben.

Über die Verleihung des Werner-von-Siemens-Rings entscheidet der Stiftungsrat der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring.

Die festliche Übergabe des Werner-von-Siemens-Rings findet jeweils am 13. Dezember, dem Geburtstag von Werner von Siemens, statt.

Der Werner-von-Siemens-Ring ist mit Smaragden und Rubinen besetzt, die Lorbeerblätter und -früchte darstellen, und wird in einer künstlerisch gestalteten Kassette aufbewahrt, die außen das Bildnis von Werner von Siemens trägt und eine Widmung des Preisträgers enthält.

Ringträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftung Werner-von-Siemens-Ring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring wurde am 13. Dezember 1916 anlässlich des 100. Geburtstags von Werner von Siemens unter der Bezeichnung Siemens-Ring-Stiftung gegründet. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Berlin.

1964 wurde Stiftung von Siemens-Ring-Stiftung in Stiftung Werner-von-Siemens-Ring umbenannt. Der Siemens-Ring heißt seitdem Werner-von-Siemens-Ring.

Die Geschäftsführung und personelle Betreuung der Stiftung wird traditionell durch den Deutschen Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine (DVT) wahrgenommen.

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck ist Schirmherr der Stiftung.

Stiftungszweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftungszweck ist die Förderung der Naturwissenschaft und Technik (technische Wissenschaften) durch die Pflege des Andenkens an bedeutende Leistungen auf diesen Gebieten, insbesondere auch durch Belehrung und Ansporn des Nachwuchses in Technik und Wissenschaft.

Stiftungsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring hat einen Stiftungsrat, der sich zusammensetzt aus:

  • den Inhabern des „Werner-von-Siemens-Ringes“
  • dem Präsidenten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt,
  • dem Vorsitzenden des Deutschen Verbandes Technisch-Eissenschaftlicher Vereine,
  • je einem nominierten Vertreter der nachstehenden technisch-wissenschaftlichen Vereine:
    • Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik,
    • Verein Deutscher Ingenieure,
    • Schiffbautechnische Gesellschaft,
    • VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik,
    • Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches,
    • Gesellschaft Deutscher Chemiker,
    • Verein Deutscher Eisenhüttenleute,
    • Deutscher Architekten- und Ingenieur-Verband,
    • Deutsche Physikalische Gesellschaft,
    • Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt,
    • Gesellschaft für Informatik,
  • dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften,
  • dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft,
  • dem Präsidenten der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung,
  • dem Vorsitzenden des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft,
  • dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie,
  • zwei vom Stiftungsrat für jeweils fünf Jahre zu wählenden Professoren der Naturwissenschaften oder der Ingenieurwissenschaften, von denen einer der Technischen Universität Berlin angehört,
  • einem Mitglied der Familie von Siemens und
  • einem vom Stiftungsrat für jeweils fünf Jahre zu wählenden Schatzmeister.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsführender Vorsitzender des Stiftungsrats ist satzungsgemäß der Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Joachim Ullrich.

Gewählte stellvertretende Vorsitzende ist gegenwärtig Eveline Gottzein.

Besonderer Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderer Vertreter der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring ist Jan Fischer-Wolfarth.

Nachwuchsförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring zeichnet begabte junge Naturwissenschaftler und Ingenieure aus und unterstützt sie bei der Entwicklung und Umsetzung eigener thematischer Veranstaltungen zur Förderung der technischen Wissenschaften.

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring veröffentlicht die Forschungsbeiträge der Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler. Die Beiträge befassen sich mit aktuellen Forschungsarbeiten in unterschiedlichsten technisch-wissenschaftlichen Disziplinen.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Kind, Walter Mühe: Naturforscher und Gestalter der Technik. Die Träger der Werner-von-Siemens-Ringes und ihre Leistungen für Naturwissenschaft und Technik. VDI-Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-18-400946-7.
  • Stiftung Werner-von-Siemens-Ring (Hrsg.): Ausgezeichnete Forschungsbeiträge 2013 - Faszination Technik- und Naturwissenschaft VDE-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8007-3911-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dipl.-Journ. Erika Schow: Werner-von-Siemens-Ring für Tunnelpionier. Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Pressemitteilung vom 17. Dezember 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 17. Dezember 2015.