Wikipedia:Urheberrechtsfragen

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alte URVs[Bearbeiten]

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Ich bin auf einen inaktiven Benutzer gestoßen, der vor Jahren großflächige URVs aus der Deutschen Biographischen Enzyklopädie eingestellt hat, die sich oft bis heute erhalten haben.

Es geht um Benutzer:Thyra.

Beispiele:

Das nur kleine Beispiele, alle unter seinen ersten Artikeln. Ich kann nicht beurteilen, woher die späteren Artikel stammen, die er nicht aus dem DBE kopiert hat. --= (Diskussion) 06:26, 6. Okt. 2014 (CEST)

Uff. Thyra war damals sehr aktiv und hat nicht weniger als 1238 Artikel angelegt. Da könnte einiges an Arbeit auf uns zukommen. Die genannten Beispiele stellen als wörtliche Textübernahmen m.E. in der Tat eindeutige URvs dar. Jemand (oder ein Team) müsste es auf sich nehmen, Thyras Artikel und Ergänzungen allesamt mit der DBE und anderen in Frage kommenden Nachschlagewerken abzugleichen... (ich lösche die Beispiele jetzt noch nicht gleich, hier ist wohl ein systematisches Vorgehen angebracht - Erinnerungen an Wikipedia:DDR-URV werden wach...) - Der Benutzer bzw. wohl die Benutzerin ist seit über 6 Jahren nicht mehr aktiv, eine unbeschränkte Benutzersperre hier aber wohl gleichwohl angebracht, ich werde noch auf WP:AN um Meinungen diesbezüglich bitten... Gestumblindi 20:15, 6. Okt. 2014 (CEST)
Es ist schwer zu beurteilen. Ich vermute eher, dass die späteren Artikel sauberer sind. Bei den paar Artikeln, die ich gecheckt hatte, konnte ich keine grösseren Übernahmen in Google Books finden. Möglich wären natürlich Abschriften aus in Google Books nicht indexierter Literatur. --= (Diskussion) 20:34, 6. Okt. 2014 (CEST)
Wie man den Botnachrichten auf der Benutzerdisk entnehmen kann, hat Thyra wohl auch mehrfache Datei-URVen eingestellt. Ob noch weitere Datei-URven dieses Benutzers existieren, müsste erst überprüft werden (der benutzer hat viele BIlder hochgeladen), das sollte aber die DÜP übernehmen, oder? Grüße, -seko- (Disk) 23:01, 6. Okt. 2014 (CEST)
Ich habe Thyra mal freundlich per E-Mail angefragt zu seinem damaligen Vorgehen. --= (Diskussion) 02:09, 7. Okt. 2014 (CEST)
Man muss sich hier die Frage stellen, ob die einzelnen Texte überhaupt urheberrechtlich schutzfähig sind, siehe Ziffer 3.2.1. in meinem Almanach. Wenn man diese Frage verneint, muss man sich überlegen, ob es bei 1238 Fällen anders aussieht... Gruß, --Gnom (Diskussion) 12:32, 7. Okt. 2014 (CEST)
Das hatte ich mich auch gefragt, aber lies mal den doch sehr ausgeklügelten Text z.B. bei Otto Hintze. Fällt das noch unter „stichwortartig“? --= (Diskussion) 13:18, 7. Okt. 2014 (CEST)
Der lange Hintze-Text ist m.E. eindeutig schutzfähig, weit von einem "stichwortartigen Abriss" entfernt. Hamburger und Heydekampf sind schon deutlich knapper, es handelt sich aber doch um ausformulierte Kurzbiographien, im Falle von Heydekampf auch mit einer bewertenden Einschätzung ("Heydekampf gehörte zu den wichtigsten Wiederbegründern der deutschen Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg"), einen gewissen individuellen Charakter sehe ich da schon. Die Zorn-Ergänzung ist zwar kurz, aber dafür noch individueller formuliert ("in denen er die eigene Krebserkrankung zur schonungslosen Abrechnung mit der schweizerisch-bürgerlichen Umwelt instrumentalisiert" etc.) - daher würde ich sagen: URV, löschen. Gestumblindi 20:10, 7. Okt. 2014 (CEST)
Löschen muss man aber lediglich die alte Version, nachdem man den Text ausreichend umformuliert hat - nicht, dass uns hier reihenweise gute Artikel verloren gehen ;-) Gruß, --Gnom (Diskussion) 21:21, 8. Okt. 2014 (CEST)
Erstmal handelt es sich bei den Beispielen aber schlicht um mutmassliche URVs, die hier so nicht verbleiben können. Wir sollten diese Fassungen/Versionen zeitnah löschen, wenn die Abklärungen abgeschlossen sind (schon etwas gehört, =?) - unabhängig davon, ob dann schon jemand eine umformulierte Fassung eingestellt hat, die bleiben kann. Ich selbst werde das ganz gewiss nicht machen, weil ich die Vorgehensweise "Man nehme einen fremden enzyklopädischen Text, formuliere ihn Satz für Satz etwas um und schon hat man einen Wikipedia-Artikel" für sehr fragwürdig halte. Das mag urheberrechtlich noch in Ordnung gehen (wobei eine geistige Schöpfung m.E. nicht bloss in den genauen Formulierungen, sondern auch im Aufbau einer Darstellung liegen mag - der die "Umformulierer" typischerweise sklavisch folgen), aber es ist keine saubere Arbeitsweise. Wer Artikel aus anderen Nachschlagewerken umformuliert zu Wikipedia-Artikeln macht, ohne die zugrundeliegende Sekundärliteratur zu konsultieren, produziert keine "guten Artikel", sondern Schlamperei. Gestumblindi 21:57, 8. Okt. 2014 (CEST)
Nein, noch keine Antwort von Thyra. --= (Diskussion) 04:16, 9. Okt. 2014 (CEST)

Abschnitt aus dem Archiv geholt, da noch durchaus nicht erledigt. Gestumblindi 23:44, 14. Okt. 2014 (CEST)

CC-Lizenzen vs. Markenrecht[Bearbeiten]

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Von Wikipedia Diskussion:Lizenzvorlagen für Bilder hierher verschoben. @Yellowcard, Ireas, Gnom:

P.S.: Aus meiner (noch recht kurzen) Support-Team-Erfahrung kann ich übrigens berichten, dass erstaunlich viele Firmen bereit sind, ihr Logo frei zu lizensieren, wenn man sie darum bittet. Ich habe da gerade einen Fall mit einem Markenhersteller, der noch in der Schwebe ist – aber wennd as klppt könnte das durchaus eine Ausweichstrategie sein. // Martin K. (Diskussion) 14:59, 6. Mär. 2015 (CET)
Martin, diese Thematik bitte nochmal intern ansprechen. Das Thema ist schwierig und brenzlig; war auf den letzten ST-Workshops regelmäßig Diskussionspunkt. Ich bin mir unschlüssig, ob wir überhaupt freie Lizenzangebote der Firmen annehmen sollten, allein schon, weil sie regelmäßig nichtig ex tunc sein dürften: Dem einzelnen Mitarbeiter ist, selbst wenn er zu einer solchen Freigabe berechtigt ist, häufig nicht klar, was er damit anrichtet und wird von uns auch nicht entsprechend aufgeklärt. Creative Commons rät jedenfalls von der CC-lizenzierung von Unternehmenslogos deutlich ab, das war auch die Aussage von John Weitzmann auf dem vorletzten Workshop (den Vortrag habe ich selbst leider verpasst). Siehe auch hier, oder kurz: Es könnte sein, dass ein Unternehmen allein durch die freie Lizenzierung (Urheberrecht) die markenrechtlichen Ansprüche verliert. Ich habe das Thema vor ein paar Wochen nochmal auf der Mailinglist angesprochen, leider ohne Reaktion, wobei man das gern auch hier onwiki besprechen kann, es ist nämlich grundsätzlich nicht auf das Support-Team beschränkt (sondern betrifft dort eigentlich nur die operative Seite, aber nicht die grundsätzliche Entscheidung zum Vorgehen). Die Unternehmen proaktiv zu einer freien Lizenz zu verleiten, halte ich für einen Fehler, denn hier kämen dem Support-Team dann ganz sicher weitaus höhere Pflichten zur Aufklärung hinsichtlich des Markenrechts zu. Bitte tu das nicht ohne Rücksprache. Grüße, Yellowcard (D.) 15:42, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Ich vermute mal, dass bezog sich jetzt alles auf das P.S. und nicht auf den Vorschlag mit dem neunen Baustein?
Du hast natürlich recht. Auch wenn ich den Punkt aus der CC-FAQ noch nicht kannte, ist das ja auch der Grund, weshalb ich diese Bereitwilligkeit so erstaunlich finde.
Allerdings haben wir aktuell die Situation, dass in etlichen Textvorlagen und Mail-Bausteinen explizit drin steht, dass diese nur urheberrechtlich zu verstehen sind und marken-, geschmacksmuster und persönlichkeitsrechtliche Einordnungen völlig unberührt blieben?! Und auch die WMF hat scheinbar einen Weg gefunden, Ihre Markenrechte mit den CC-Lizenzen in Einklang zu bringen. Sollte das juristisch so nicht haltbar sein (was ich nicht einschätzen kann) müssten wir dringenst unser Empfehlungen und Vorlagen korrigieren. Ich bin daher sehr dafür, diese Frage an anderer Stelle weiter zuverfolgen. Wo schlägst Du vor? Mit der Causa Angewandte Kunst hat das ja nur mittelbar was zu tun... // Martin K. (Diskussion) 15:56, 6. Mär. 2015 (CET)
[BK] Ich persönlich handhabe das so, dass ich Logofreigaben nur von leitenden Mitarbeitern, nach ausdrücklichem Hinweis auf die potentiell schwerwiegenden Rechtsfolgen dieser Erklärung und nach Bitte um Klärung mit der Rechtsabteilung bearbeite bzw. akzeptiere. Wer dann immer noch die Freigabe erteilen möchte – dem kann ich auch nicht mehr helfen. ireas (Diskussion) 15:59, 6. Mär. 2015 (CET)
@Martin: Ja sorry – bezog sich auf das PS. Mit dem Baustein selber hatte das nichts zu tun. Wie das mit der CC-Lizenzierung des WMF-Logos in Einklang gebracht werden kann, ist aber eine sehr gute Frage, ich weiß es nicht. Vielleicht andere Rechtslage in den USA? ireas, wurde das im Weitzmann-Vortrag thematisiert? Der Workshop war Anfang 2014, ich glaube, die CC-Lizenzierung der WMF kam später? Vielleicht kann Gnom was dazu sagen?
@ Ireas: Das könnte ja der Königsweg sein. Vielleicht sollten wir dazu einen Freigabe- / Antworttext entwerfen, der diese Problematik mit umfasst (ggf. über WMDE mit anwaltlicher Hilfe)? Ich halte das qualitativ aber für einen großen Unterschied, ob wir trotz der Warnungen dann dem Willen des Unternehmens stattgeben oder ob wir das Unternehmen zunächst mal aktiv um die freie Lizenzierung bitten.
Und zum richtigen Diskussionsort: Das Operative ist zwar irgendwo Sache des Support-Teams, aber die grundsätzliche Frage würde ich auf das ST nicht beschränken. Auf WP:UF umziehen und über die ML einen Hinweis hinterlassen? Grüße, Yellowcard (D.) 16:07, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Wir hatten die Problematik an sich thematisiert, das Fazit war aber, dass in solchen Fällen keine freie Lizenzierung anzuraten ist. Die Freigabe der Wikimedia-Logos kam deutlich später; ich meine, erst nach der Wikimania. Ich suche den entsprechenden Blogpost, mein ICE-WLAN schwächelt aber gerade … ireas (Diskussion) 16:20, 6. Mär. 2015 (CET)
So: Yana Welinder: Wikimedia Logos Have Been Freed!, 24. Oktober 2014, blog.wikimedia.org. Ohne Aussage zu den markenrechtlichen Aspekten, es wird nur auf die „historisch gewachsene“ Lizenzierung hingewiesen. Da ein geiwsser Lukas M. in dem Post namentlich erwähnt wird, haben wir aber vielleicht doch eine Chance auf Erleuchtung. ;) ireas (Diskussion) 16:26, 6. Mär. 2015 (CET)
Hi - bitte entschuldigt, dass ich hier erst jetzt mitlese. Es geht also, wenn ich das richtig verstehe, um die Frage, inwiefern die CC-Lizensierung eines Logos die daran bestehende Marke gefährdet. Ich weiß, dass das 1. grundsätzlich nichts miteinander zu tun hat, 2. dann aber doch, dass sich 3. die WMF trotzdem zur freien Lizensierung entschieden hat und, das ist das interessanteste, 4. mit dieser Entscheidung ziemlich aktiv an die Öffentlichkeit geht. Wie immer ist das Problem in jeder Rechtsordnung ein wenig anders. Ich kann folgendes vorschlagen: Bei Yana Welinder nachhaken und/oder die Rechtsfrage für das deutsche Recht mal ein bisschen recherchieren. So aus dem Kopf weiß ich das nämlich nicht mehr, ich habe das damals zwar für ungefähr 20 Länder nachgeschaut, aber es ist halt schon eine Weile her... Was ist gewünscht? Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:33, 7. Mär. 2015 (CET)
Hi Gnom, vielen Dank – eine Nachfrage bei Yana Welinder (→ Senior Legal Counsel der WMF – für die, die es wie ich nachschauen müssten) würde uns da sicher einen Schritt weiter bringen. Für uns ist alledings vor allem die Rechtslage für die DACH-Länder interessant, da wir von Unternehmen aus diesen Ländern potentiell Freigaben für ihre Logos bekommen könnten (genauso natürlich Sportvereine und wer sonst noch so alles Logos führt). Da wäre vielleicht eine Anfrage über Kasia Odrozek an JBB sinnvoll? Für uns wäre halt interessant: Sollten wir a) freie Lizenzierungen von Unternehmenslogos nach einem Hinweis auf die Besonderheiten generell annehmen und b) falls ja, sollten wir auch aktiv um solche Lizenzierungen bitten? Grüße, Yellowcard (D.) 12:32, 7. Mär. 2015 (CET)
Frei assoziiert: Vermute mal, Probleme treten erst dann auf, wenn jemand fremde Logos usw. wie eine Marke gebraucht (nannte man jedenfalls früher markenmäßiger Gebrauch). Das kann allerdings nach der Ansicht des EuGH in einem bestimmten Fall auch schon der Verkauf von zuordnenbaren Fanschals eines Vereins sein (Rechtssache C-206/01). Dann müsste eventuell sogar der Markeninhaber vorgehen, damit er keine Markenrechte nicht verliert.
Vielleicht kann man für die Logos usw. ein eigenes Feld für Markenrechte einrichten, vielleicht sogar der Kopplung mit Warnhinweis?--Pistazienfresser (Diskussion) 13:33, 7. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Meintest Du so etwas wie Verwirkung durch Duldung? Vgl.: Thüringer Oberlandesgericht (= OLG Jena), Urteil vom 4. Mai 2011 – 2 U 469/10 – Musikveranstaltung, GRUR-RR 2012, 113-119 (weitere Links aber offenbar keine kostenlosen Volltexte bei dejure).--Pistazienfresser (Diskussion) 14:09, 7. Mär. 2015 (CET)
@Pistazienfresser: Ich habe keinen Volltextzugang für dejure, aber „Verwirkung durch Duldung“ dürfte exakt das Problem beschreiben. Denn: Mit einer freien Lizenzierung erlaubt der Rechteinhaber auf urheberrechtlicher Ebene Dritten potentiell die Nachnutzung. Er gibt also gewisse Mittel auf (wenn auch abseits des Markenrechts), seine Rechte am Logo durchsetzen zu können. Es wäre jetzt ein nachvollziehbarer Umkehrschluss, dass man hiervon auf eine Verwirkung der Rechte schließen könnte. Falls Du Zugriff auf dejure / juris hast, kannst Du ja mal schauen, ob eine solche Analogie aus dem Urteil abzuleiten wäre? Der Leitsatz / Tenor über Jurion (kostenfrei zugänglich) lässt das zumindest erahnen, auch wenn die Fälle mglw. schwierig zu vergleichen sind. Grüße, Yellowcard (D.) 20:16, 7. Mär. 2015 (CET)
  1. Das Urheberrecht dürfte (jedenfalls nach kontinetaleuopäischer Tradition) sowieso eher beim Designer vom Logo liegen, der Markeninhaber hat vermutlich nur ein (ausschließliches?) Nutzungsrecht, soweit die beiden nicht identisch sind...
  2. Das Urteil vom OLG Jena ist auch noch nicht rechtskräftig, sondern bei juris steht sogar „anhängig BGH, Az: I ZR 94/11“ - einen Termin konnte ich im Pressebereich des BGH auch noch nicht finden. Darum finde ich die Entscheidung wohl auch noch nicht direkt beim OLG Jena: http://www.thueringen.de/th4/olg/entscheidungen/
  3. Die Entscheidungen betreffen fast nie genau den selben Sachverhalt, sonst bräuchte man ja keine RAe/Juristen zum Beraten... Das mit dem OLG Jena war mir nur spontan eingefallen, weil ich die Entscheidung erst kürzlich gelesen habe und weil ich das mit den Konzertnamen recht lustig fand.
  4. Vermute mal, hier könnte § 21 MarkenG (zumindest als Ausgangspunkt für ein Suchen) einschlägig sein (siehe die ca. 108 Entscheidungen dazu bei dejure hinter dem verlinkten §...) - entweder Absatz 2 oder indirekt Absatz 4 mit dem Verweis auf das (noch immer anwendbare) allgemeine Rechtsinstitut der Verwirkung. Ersetzt aber wohl nicht die (konkrete und längere) Prüfung durch einen bzw. mehrere RAe oder auch nur den Blick in ein paar Kommentare oder Handbücher zum Markenrecht (bzw. den Rechten zumindest der DACH-Länder und dem in D und Ö zu Grunde liegenden EU-Recht bzw. vielleicht noch ein paar internationale Abkommen...).
  5. Vielleicht könnte man das Thema (und ähnliche) ja mal bei einem Art Seminar durchkauen. --Pistazienfresser (Diskussion) 21:46, 7. Mär. 2015 (CET)
Vielen Dank. Ich glaube, hier wäre die Einschätzung eines Rechtsanwalts in Form eines Memorandums oder Rechtsgutachtens sehr hilfreich. Da zu diesem Themenbereich schon einmal ein hilfreiches Memorandum von Dr. Ansgar Koreng verfasst wurde und diese Problematik ja auf der damaligen Problematik aufbaut (Annahme der Schutzfähigeit der Mehrzahl von Logos → Notwendigkeit von freien Lizenzen gemäß unserer Projektgrundsätze → mögliche Kollision mit Markenrecht), kann ich mir gut vorstellen, dass WMDE die Anfertigung unterstützen würde. Wenn es hier keine Einwände gibt, würde ich dort in den nächsten Tagen mal anfragen.
@Pistazienfresser: Einmal mehr vielen Dank. Zu 1: Das ist richtig, dennoch eine Fragestellung auf „urheberrechtlicher Ebene“ (§ 31 UrhG). Das Unternehmen dürfte in den allermeisten Fällen ein ausschließliches Nutzungsrecht innehaben. Grüße, Yellowcard (D.) 12:34, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich habe mal bei Yana Welinder nachgefragt. Vor einer Gutachtenanfrage an den Verein sollten wir die Antwort abwarten und dann die Fragestellung an den Gutachter hier diskutieren. Danke und Gruß, --Gnom (Diskussion) 20:38, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich muss leider mit leeren Händen zurückkommen, und das wohl zu recht: Die Beantwortung meiner Frage wäre Rechtsberatung für Dritte, weshalb uns die WMF keine Auskunft geben kann. Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:39, 11. Mär. 2015 (CET)
@Gnom: Danke für Deine Mühe. So recht verstehe ich die Negativantwort nicht: Es ging doch eigentlich bloß um die Gedanken, ob man mit der freien Lizenzierung seine Stellung bei der Verteidigung der Marke nicht verschlechtert. Rechtsberatung für Dritte kann ich da, vor allem wegen der abstrakten Frage, nicht erkennen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da eher aus strategischen Gründen nicht drauf geantwortet wird. Wie dem auch sei, ich würde dann mal die Anfrage bzgl. eines Gutachtens / Memoratoriums vorbereiten, die wir dann an WMDE mit der Bitte um fachliche Beantwortung weitergeben könnten. Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Sammlung Fragen für Memorandum[Bearbeiten]

Ich würde die Fragen möglichst einfach halten, uns reichen ja einfache Antworten, aus denen wir Handlungsoptionen für uns herleiten. Bis ins letzte Detail muss die Frage aus unserer Sicht nicht abgehandelt werden, sondern bloß grundsätzlich. Erste Vorschläge mit der Bitte um Anpassung, Kritik, Erweiterung:

  1. Kann die Einräumung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten gegenüber allen Dritten (wie es durch eine freie Lizenzierung passiert) durch den Rechteinhaber als „Verwirkung durch Duldung“ der Markenrechte fungieren? Wird durch eine freie Lizenzierung auf urheberrechtliche Ebene die Verteidigung der Markenrechte unter Umständen erschwert?
  2. Gibt es Aufklärungspflichten hinsichtlich der Folgen für das Markenrecht, wenn wir eine freie Lizenzierung entgegennehmen wollen?
  3. Welche Pflichten könnten uns (d.h. insb. das Support-Team, das die Anfragen bearbeitet, aber auch jeden Wikipedianer) obliegen, wenn wir aktiv auf Unternehmen zugehen und für die freie Lizenzierung eines Logos werben?

Das wäre erstmal das, was mir einfällt. Grüße, Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Wollen wir diese Frage nicht erst einmal selbst versuchen, für uns beantworten? Zur zweiten Frage erlaube ich mir mal einen Versuch: Ja, §§ 241 II, 311 Abs. 2 Nr. 3, III BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:52, 11. Mär. 2015 (CET)
Ja natürlich, das wäre doch umso besser. Ich als Nichtjurist kann mit Deiner Antwort allerdings nichts anfangen. Grüße, Yellowcard (D.) 12:36, 11. Mär. 2015 (CET)
Meint Ihr Aufklärungspflichten dem Lizenzgeber oder den potentiellen Lizenznehmern gegenüber?
Strenggenommen haben wir (als Wikipedia) abgesehen von der Nutzung in unserer Enzyklopädie (die aus markenrechtlicher Sicht ziemlich unproblematisch sein dürfte) ja keinerlei vertragliche Beziehung zu einen der beiden. Und auch in der Kommunikation betonen wir immer, dass das alles völlig unverbindlich ist und natürlich keine Rechtsberatung darstellt. Natürlich sollte man nicht vorsätzlich etwas falsches behaupten (darum geht's hier ja), aber ich glaube nicht, dass wir als Nicht-Vertragspartner juristisch gesehen irgendwelche Pflichten haben. // Martin K. (Diskussion) 10:18, 18. Mär. 2015 (CET)
Dem Lizenzgeber gegenüber. Und so ganz unseren Kopf aus der Schlinge ziehen können wir wohl dann nicht mehr, wenn wir es sind, die den Freigabebaustein auf die Dateibeschreibungsseite schreiben. Grüße, Yellowcard (D.) 09:48, 19. Mär. 2015 (CET)
@Martin K.: Das BGB ist da etwas strenger, in dem es unter bestimmten Voraussetzungen (die ich nicht zwingend als gegeben ansehe, aber man kann es in Betracht ziehen) auch Dritten, die nicht Vertragspartei werden, vorvertragliche Aufklärungspflichten auferlegt, siehe § 311 Abs. 3 BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:06, 19. Mär. 2015 (CET)

Orgelprospekt Datei:Bonifatiusgi orgel alt.jpg[Bearbeiten]

Wie sieht es mit dem urheberrechtlichen Schutz des Orgelprospektes aus? Bisher wurde mit der angewandten Kunst argumentiert, was ja nun anders ausgelegt wird. Desweiteren waren bisher diskutierte Fälle (wie dieser solche Orgelprospekte, deren Gestaltung sich rein aus dem Zweck ergab und ein 0-8-15-Design hatte, welchem ich auch jede Kreativität abgesprochen hätte. Im obigen Fall jedoch ist die Gestaltung mehr als nur handwerklich und individueller. Zwar sind aufsteigende Orgeln ein notwendiges Muss, jedoch ist dieser fast wie ein Kontrapunkt ausgeführt: zwischen dem Gerippenbogen-folgende Orgelkasten (rechts und links) und dem sich spitz zuwider laufenden Kästen der mittigen Gestaltung. Da von 1965, ist der urheberrechtliche Anspruch - sofern bestehend - noch nicht abgelaufen. -- Quedel Disk 11:17, 22. Mär. 2015 (CET)

Ich kenne mehrer Orgel die ganz ähnlich aussehen. Ich seh da vor allem eine Anordung, die durch die Technik und örtlichen Gegebenheiten bestimmt sind. Der Orgelprospekt ist symetrisch aufgebaut, ohne irgend welchen zusätzlichen Schmuck. Wo bitte soll da das individuelle Werk versteckt sein? --Bobo11 (Diskussion) 11:42, 22. Mär. 2015 (CET)
Mal nebenbei, die Orgel existiert nicht mehr, sie wurde abgerissen. Man könnte sich auch freuen, wenn jemand solche Aufnahmen analog den abgerissenen Bauwerken WP zur Verfügung stellt. Und bitte nicht vergessen, was man noch alles löschen könnte File:Sankt Pauls Kirke Copenhagen organ.jpg, File:Weingarten Marienkirche Orgel.jpg, File:Murrhardt-stadtkirche-orgel.jpg und die ganze Kategorie commons:Category:Kemper organs sowieso. Ungeahnte Weidegründe. --Gleiberg (Diskussion) 12:15, 22. Mär. 2015 (CET)
Falls jemandem eine gerichtliche Entscheidung zur SH von Orgeln bekannt ist, bei der einer Orgel Schutzfähigkeit zugesprochen wurde, müssen wir das hier umsetzen. Solange das aber nicht der Fall ist, würde ich hier nicht auf Grundlage von könnte unter Umständen irgendwas löschen. Grüße, Yellowcard (D.) 12:53, 22. Mär. 2015 (CET)
Fridolingsmuenster Saeckingen Orgel.jpg
Gerichtliche Entscheidung dürfte schwierig werden: weder Orgelbauer noch Kirchen neigen dazu, Urheberrechtsfragen gerichtlich zu klären. Wie ein Prozess ausgehen würde, sieht man aber leicht an nebenstehendem Bild: Die Orgel ist erst 20 Jahre alt, der barocke Prospekt wurde aber beibehalten. Selbst wenn man eine Orgel als Gebrauchsgegenstand einstufen würde, zeigt das, dass wenigstens der Prospekt als eigenständiges künstlerisches Werk angesehen wird. --Baba66 (Diskussion) 18:08, 23. Mär. 2015 (CET)
Das der Orgelprospekt unter Umständen urheberrechtlich geschütz sein kann, dem will ich nicht wiedersprechen. Wenn der Orgelprospekt aber wie im Fall der Frage, mehr oder weniger nur ein in einheilticher Farbe angestrichner Holzkasten ist, kann die Frage nach der Schützbarkeit eben mit ruhigem Gewissens verneint werden. Oder anders rum der Schutz muss eben BEgründet werden können (ISt noch keien 70 Jahre alt reicht alleine nicht). Was im Fall der Frage eben verdamt schwer fallen sollte (Grau angestrichener Holzkasten). Weder die Anordung der Ogelpfeifen noch Wahl des Orgelprospektes (Form Farbe) sind speziell, sondern sie orentieren sich an den üblichen Formen.--Bobo11 (Diskussion) 08:42, 26. Mär. 2015 (CET)
Mal ein Beispiel. Stammt von Felix Schlenker, Kunstprofessor. Wenn er wenig Lust hatte, hat er auch mal einen grundierten quadratischen Keilrahmen einfach nur signiert. Kunst. Urheberrechtsgeschützt. Zu dem fraglichen Prospekt könnte man sagen: «Der Orgelprospekt interpretiert die neugotische Architektur der Kirche kongenial mit Stilmitteln der klassischen Moderne, indem er den Historizismus des Bauwerks durch seine konstruktivistische Anlage konterkariert. Das dadurch entstehende Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation, in Kombination mit der sensiblen Nutzung des Raums, macht diese Orgel zu einem besonderen, eigenständigen Kunstwerk.» Klar soweit? Gegen kunsthistorische Laberbacken kämst du mit «Holzkasten, kenn ich schon.» niemals durch. --Baba66 (Diskussion) 10:01, 26. Mär. 2015 (CET)
Bobo urteilt gern absolut. Ich teile das nicht. Ich hielte es für denkbar, dass dem Prospekt ein Schutz zugesprochen wird. Für sonderlich wahrscheinlich halte ich es nicht. Mit Löschungen sollten wir uns in Grenzfällen solange zurückhalten, wie die Indizien eher für als gegen eine Schutzfähigkeit sprechen. Das ist hier nicht der Fall. Gerade bei moderner Kunst wird das übrigens umso schwieriger, aber das ist ein anderes Thema. Grüße, Yellowcard (D.) 12:58, 28. Mär. 2015 (CET)

Wunschthemen für "Monsters of Law"?[Bearbeiten]

Wie ihr evtl. schon mitbekommen habt, organisiert WMDE seit 2014 die Veranstaltungsreihe Monsters of Law, die sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen widmet. Fachleute führen hier in ihre Themen ein und stehen dann für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. (Alle bisherigen Themen siehe Dokumentationsseite) Für die weiteren Veranstaltungen (2-3 in 2015, die nächste am 28. Mai mit Ansgar Koreng) möchten wir gern stärker die Themen aufgreifen, die in der Rechts-Community wichtig sind oder voraussichtlich wichtig werden. Daher die Fragen:

  • Welche Themen sollten bei Monsters of Law auf die Agenda kommen?
  • Welche Fragestellungen sollten evtl. speziell zwischen Communitymitgliedern und den Referentinnen bzw. Referenten in diesem Format diskutiert werden? (Ein "Battle" zwischen Referent und Community-Vertreter wäre z. B. denkbar)
  • Welche Erfahrungen habt ihr bei der Beantwortung von Urheberrechtsfragen gemacht, welche Themen sind besonders wichtig?

Über Feedback hierzu würden wir uns sehr freuen, gern hier oder auch an monsters@wikimedia.de. Grüße! --Lilli Iliev (WMDE) (Diskussion) 12:04, 23. Mär. 2015 (CET)

Lilli Iliev (WMDE): Aktuell stellen sich etliche Fragen zum Thema CC-Lizenzen vs. Markenrecht. --Martina Disk. 18:10, 23. Mär. 2015 (CET)
Eine Q&A-Session zu den CC-Lizenzen wäre wirklich eine interessante Sache. Und damit meine ich nicht eine oberflächliche Vorstellung (das ist hier ja das kleine EinMalEins), sondern Fragen, die wirklich ans Eingemachte gehen – z.B.:
  • Beschränkt sich die CC-Lizenz wirklich nur auf die Urheberrechte, oder gibt es Seiteneffekte zum Marken- bzw. Geschmacksmusterrecht?
  • Wo genau verläuft bei den SA-Lizenzen die Grenze zwischen einem abgeleiteten Werk und einem Sammelwerk?
  • Welche Nutzungsrechte müssen mindestens vorliegen, um als Nichturheber eine freie Lizenz zu erteilen? Reichen uneingeschränkte oder müssen es exklusive sein?
  • Betrifft die Lizenz nur die zur Verfügung gestellte Auflösung bzw. Dateiformat, oder betrifft sie das Gesamte Werk (inkl. Quelldateien, Rohdaten, höheren Auflösungen usw.)?
  • Wie ist die Kompatibilität der Lizenzen untereinander?
  • Wie sieht es mit unfreien Inhalten in frei lizensierten Fotos aus? Stehen Panoramafreiheit, Beiwerk und Abbildungsfreigaben nicht strenggenommen im Widerspruch zu den freien Lizenzen?
Hey, es mach Spaß Advocatus Diabolizu spielen ;) // Martin K. (Diskussion) 18:33, 23. Mär. 2015 (CET)

Ist die Umlizenzierung von GFDL auf CC in Kontinentaleuropa rechtswirksam? Ist das Zustimmen zu einer Lizenzversion, die noch nicht existiert, rechtswirksam? --Pölkky 18:37, 23. Mär. 2015 (CET)

Betrifft dann aber nicht nur die damalige Lizenzierungsfrage, sondern auch im Bereich CC-Lizenzen gibts ja diese Form (Beispiel CC-by-sa/3.0/de Abschn. 4 b ii). -- Quedel Disk 19:59, 23. Mär. 2015 (CET)
Danke für die vielen Hinweise, sind weiterhin sehr willkommen! Das Thema Markenrecht hatte Benutzer:Gnom bei seinem Vortrag bei Monsters of Law schonmal gestreift. Gibt es da Interesse an einer vertiefenden Veranstaltung? @Martin Kraft:, für tiefergehende Lizenzfragen wäre etwa Till Kreutzer ein sehr fachkundiger Referent. Ich kann aber gern auch Wunschkandidaten anfragen, gibt es da jemanden, z. B. auch bezüglich markenrechtlicher Fragen? --Lilli Iliev (WMDE) (Diskussion) 17:08, 25. Mär. 2015 (CET)
@Lilli Iliev (WMDE): Ehrlichgesagt bin ich in der Juristenszene nicht so drin ;) Aber es wäre sicher interessant, wenn man jemanden von Creative Commons.org dazu bekommen könnte. // Martin K. (Diskussion) 17:59, 25. Mär. 2015 (CET)
Da würde mir John Weitzmann einfallen, der ja schonmal einen Vortrag für das Support-Team gehalten hat. Grüße, Yellowcard (D.) 12:59, 28. Mär. 2015 (CET)

Intention of use[Bearbeiten]

Kurze, blöde Frage: Die französische Untersuchungsbehörde veröffentlicht online Bilder des Germanwings-Absturzes, insbesondere den gefunden Cockpit-Rekorder. (hier). Dazu schreibt sie: The use of content from the BEA website (publications, images, videos) is free, where the intention of its use is to promote aviation safety issues, based on BEA investigation reports and safety studies. Any such usage must, however, be accompanied by the following note: „Source: Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA, France, www.bea.aero)“. Die Einschränkung der „Intention of Use“ bedeutet, dass die erforderliche Verwendung in jedem Kontext nicht möglich ist, d.h. die Bilder können nicht mit „Bild-by“ übernommen werden, korrekt? --Studmult (Diskussion) 19:03, 25. Mär. 2015 (CET)

Ja, leider. Aber im vielleicht bringt es ja was, wenn man die mal direkt kontaktiert und darauf hinweißt, dass die Wikipedia die Bilder nur dann verwenden kann, wenn sie unter einer wirklich freien Lizenz stehen, und um eine entsprechende Freigabe bittet. Wenn die diese „Intention of Use“ ernst nehmen, sollten sie schließlich ein gesteigertes Interesse daran haben, unserem Projekt ihr Bildmaterial zur Verfügung zu stellen... // Martin K. (Diskussion) 19:20, 25. Mär. 2015 (CET)
Korrekt. Grüße, Yellowcard (D.) 19:25, 25. Mär. 2015 (CET)
Alles klar. Schade, aber danke. --Studmult (Diskussion) 20:59, 25. Mär. 2015 (CET)
@Studmult: Wie gesagt: Fragen kostet nichts! Vielleicht kann man das mit der Freigabe ja mit den koordinieren. // Martin K. (Diskussion) 21:33, 25. Mär. 2015 (CET)
siehe auch [5] --Atamari (Diskussion) 08:59, 26. Mär. 2015 (CET) p.s. ja Fragen kostet nichts...

Historischer Gegenstand in einer Gaststätte[Bearbeiten]

Ich sehe öfter historische Gegenstände in Gaststätten, die für Wikipedia relevant sind. Beispielsweise ein paar alte Ski, wie sie vielleicht 1938 benutzt worden sein könnten. So ein Bild fehlt bislang. Darf ich das ohne den Besitzer zu fragen einstellen? Ein weiteres Beispiel ist ein historisches Fenster mit Zarge bei denen man die Holzverbindung Zink und Schwalbe gut sehen kann, gesehen in einem Kaffee --Christian Stroppel (Diskussion) 19:53, 25. Mär. 2015 (CET)

Hallo Christian, was der Besitzer der Fotos (also der Fotoabzüge, um genauer zu sein) dazu sagt, ist zumindest aus urheberrechtlicher Sicht ziemlich schnuppe. Was wir allerdings brauchen, ist die Erlaubnis des Urhebers (= Fotograf), und der ist in solchen Fällen im Allgemeinen sehr schwer zu ermitteln. Das wird erst dann hinfällig, wenn der Urheber seit mehr als 70 Jahren tot ist, da das Urheberrecht dann erlischt. Wenn bei einem Bild das Todesjahr des Urhebers trotz intensiver Recherche nicht zu ermitteln ist, akzeptieren wir als pragmatische Abwägung auch Bilder, die älter als 100 Jahre sind. Das ist bei Fotos von 1938 allerdings nicht der Fall. Da hilft nur: Todesjahr des Urhebers ermitteln oder auf das Foto verzichten. Für weitere Infos siehe WP:Bildrechte. Grüße, Yellowcard (D.) 21:07, 25. Mär. 2015 (CET)
Danke Yellowcard für die Antwort. Ich wollte kein Foto von einem Foto machen. Ich sehe Antiquitäten, die ich selbst Fotografiere. Ich selbst bin Urheber des Fotos, aber nciht Besitzer der Antiquität. Das wäre ähnlich wie ein Foto im Museum zu schießen. Aber es ist keine Museum, sondern eine Gaststätte.--Christian Stroppel (Diskussion) 21:22, 25. Mär. 2015 (CET)
Oh sorry, das habe ich falsch verstanden! Bei den Gegenständen lässt sich pauschal nicht antworten. Es kommt darauf an, ob die Gegenstände künstlerische Elemente, die für sich geschützt sind, enthalten. Bei den alten Ski dürfte das nicht der Fall sein; ein Foto davon kann problemlos hochgeladen werden. Bei kunstvoll gestalteten Möbelstücken beispielsweise sieht das anders aus. Grüße, Yellowcard (D.) 21:39, 25. Mär. 2015 (CET)

Es gibt in Deutschland kein Recht am Bild der eigenen Sache. --Pölkky 09:15, 26. Mär. 2015 (CET)

Muss man bei Fotos, die man innerhalb eines Gebäudes macht, nicht den Besitzer um Zustimmung bitten?--Ratzer (Diskussion) 09:29, 26. Mär. 2015 (CET)
Nein. Allerdings kann der Eigentümer auf sein Hausrecht bestehen und dich hinauswerfen. Auf die Fotos hat das aber keinen Einfluß. --Pölkky 09:36, 26. Mär. 2015 (CET)
Christian Stroppel: Befindet sich das Fenster als Exponat in dem Gebäude oder handelt es sich dabei um einen Bestandteil des Gebäudes? — Pajz (Kontakt) 08:30, 27. Mär. 2015 (CET)
Möbel, Fenster und Türen waren bis vor einigen Jahrzehnten noch prinzipiell verziert. Es war undenkbar, irgendwas ohne Karnies aus der Tischlerei in den Verkauf zu geben. Ebenso wie kunstvoll geschwungene Scharniere vom Schmied oder Schloßblenden vom Schlosser. das hat fast jeder Handwerker gemacht, es ist keine Kunst sondern Handwerk. --Pölkky 11:08, 27. Mär. 2015 (CET)
Sicher ist nicht jede Zarge und jedes Scharnier urheberrechtlich schutzfähig. Diese Pauschalaussage kann aber nur falsch sein. Heutzutage macht übrigens praktisch jeder ständig Digitalfotos, das ist nicht einmal mehr zwingend Handwerk. Sind Digitalfotos neuerdings also nicht mehr als Lichtbildwerke geschützt? Du merkst, man kann das nicht pauschal beurteilen, genausowenig wird das bei Verzierungen möglich sein. Etwas, was aus dem Durchschnitt herausragt, kann selbstverständlich urheberrechtlich geschützt sein. Yellowcard (D.) 13:03, 28. Mär. 2015 (CET)

Danke für die vielen Hinweise. Das Fenster mit der Zarge findet sich in einer Bäckerei in Mannheim. Eine Wand ist mit Brettern rustikal vertäfelt. Zwischendrin wurden die abgebeizten Fenster als Dekoration engebaut. Das so zusammenzustellen ist sicher eine kreative Leistung. Die Fenster selbst sind aber ein Zeugnis für historisches Handwerk. Es geht also um Ladenbau. Mich würde natürlich nur die handwerkliche Machart des Fensters interessieren (siehe Schwalbenschwanzverbindung). Wie das im Laden aussieht, würde ich sogar wegschneiden. --Christian Stroppel (Diskussion) 14:03, 27. Mär. 2015 (CET)

@Christian Stroppel: Du könntest das Foto mal hochladen und verlinken, dann werfen wir mal gemeinsam einen Blick drauf. Grüße, Yellowcard (D.) 13:04, 28. Mär. 2015 (CET)

Mehr als 70 Jahre alte Karten unter Vorlage:Bild-PD-§-134[Bearbeiten]

(nachstehenden Abschnitt aus Archiv zurückgeholt, da Diskussion nach meinem Verständnis nicht 
abgeschlossen - kein eindeutiges Diskussionsergebnis)--Ratzer (Diskussion) 08:17, 26. Mär. 2015 (CET)

Wie oben (Absatz „Datei:Haunzenbergersöll_Lage_Karte.jpg Datei:Haunzenbergersöll_TalsedimenteBraunerde.png Datei:Haunzenbergersöll_Lösslehmarten.png Datei:Haunzenbergersöll_Pfarrei.jpg“) angesprochen, soll die {{Bild-PD-§-134}} nur nach vorheriger Diskussion verwendet werden. Bitte sehr. Mein Diskussionsbeitrag: Ich habe hier acht Gemeindegrenzkarten von Bayern, die 1942 und 1943 vom Statistischen Landesamt veröffentlicht wurden (hier beispielsweise der BSB-Katalogeintrag für die Karte Oberbayern), eingescannt als PDFs. Die Karten sind mehr als 70 Jahre alt und wurden von einer Behörde veröffentlicht, und haben keine namentlich genannten Urheber. Ich beabsichtige die acht Dateien (jawohl, damals hatte Bayern noch acht Regierungsbezirke) auf Commons hochzuladen. Noch Fragen?--Ratzer (Diskussion) 17:27, 18. Mär. 2015 (CET)

Also soweit ich mich erinnere, sollte hier nur dann nochmal diskutiert werden, wenn es um eine bislang noch nicht abgeklärte Werkart geht. Aber der Fall der amtlichen Karten ist doch bereits in der Vorlage benannt. Zu beachten ist dann im Prinzip nur, ob zu der Karte irgendwo ein Kartograf benannt ist. Bei einer Reihe von Messtischblättern ist das der Fall. Nur ACHTUNG: das gilt hier nur für Wikipedia. Für Commons mag das wieder anders aussehen. Da haben wir zwar auch so eine Vorlage für PD-§-134, allerdings gilt auf Commons mW. auch immer parallel noch US-Recht, weshalb idR. hier wohl nur Karten von vor 1926 infrage kommen. --alexrk (Diskussion) 18:28, 18. Mär. 2015 (CET)
Ja, Frage: Hast Du das originale Veröffentlichungsdokument vorliegen oder woher weißt Du, dass hier wirklich nirgendwo ein Urheber genannt worden ist? Genau das ist ja das Problem an diesem Konstrukt (wie von Pajz oben auch schon gesagt). Yellowcard (D.) 19:11, 18. Mär. 2015 (CET)
Als erste Datei habe ich jetzt mal Oberbayern auf de-WP (nicht auf Commons) hochgeladen. Natürlich hatte ich das Original vorliegen, als ich das Ding vor einigen Jahren zusammen mit einem Freund, der Zugang zu einem A3-Scanner hatte, in sechs Teilen einscannte und der mir dann beim Zusammensetzen der Teile half. Woher ich weiß, dass wirklich nirgendwo ein Urheber genannt worden ist? Weil keiner entsprechender Name auf der Karte steht. Wie ist es jetzt mit Commons und dem US-Recht? Verlieren Dokumente, die nach 1923 veröffentlicht wurden, nie ihren Schutz, oder nach 100 Jahren, oder was?--Ratzer (Diskussion) 07:37, 19. Mär. 2015 (CET)
Es reicht m.W. nicht, dass der Name nicht auf der Karte steht, sondern es gibt noch einige weitere Bedingungen, das war ja das Problem an der Vorlage. Yellowcard (D.) 09:18, 19. Mär. 2015 (CET)
Na wenn es nicht reicht, dann stelle ich einen Löschantrag auf die Datei.--Ratzer (Diskussion) 09:35, 19. Mär. 2015 (CET)
Und Entschuldigung für die Hochladung.--Ratzer (Diskussion) 09:36, 19. Mär. 2015 (CET)
Warte doch erstmal auf weitere Meinungen, ich bin mir bei der Anwendung dieser Regelung nicht mehr sicher, dafür kommt sie viel zu selten zur Anwendung. Yellowcard (D.) 09:37, 19. Mär. 2015 (CET)
Weitere Bedingungen wüsste ich jetzt nicht(?) Welche sollten das sein? Weil bislang haben wir da auch nicht mehr berücksichtigt als die Frage, ob ein Name auf dem Blatt steht. --alexrk (Diskussion) 11:20, 19. Mär. 2015 (CET)
Wo „bisher“? Die Regelung kam doch in nur sehr wenigen Fällen überhaupt zum Einsatz. Vielleicht war der Urheber als natürliche Person auf der Rückseite der Karte vermerkt? Ist es ganz sicher, dass die Karte als Einzelblatt und nur einseitig bedruckt veröffentlicht wurde und das Statistische Landesamt als Urheber angegeben wurde? Yellowcard (D.) 11:25, 19. Mär. 2015 (CET)
Diskutiert wurde das hier jedenfalls schon mehrfach, aber Du magst Recht haben, dass es dazu bislang in der Tat nur wenig tatsächliche Uploads gibt. Auf der Rückseite der Karte halte ich für unwahrscheinlich. Sowas ist mir bislang nicht begegnet. Bei Spezialkarten könnte es höchstens noch sein, dass es dazu ein Beiheft oä. gibt. Aber bei den TK's bzw. Messtischblättern wie gesagt, steht es zuweilen direkt auf dem Blatt (da je Blatt auch unterschiedliche Leute dran gearbeitet haben). --alexrk (Diskussion) 11:43, 19. Mär. 2015 (CET)
Ich verstehe das Problem nicht so recht. Ich kann ja auch nicht Seite 234 aus einem Buch herausreißen und dann sagen, dass die Urheberschaftsvermutung nicht gilt, weil auf Seite 234 der Name des Urhebers nicht steht … Man muss halt wie immer das Werk (hier: die Karte) in der Form heranziehen, in der es veröffentlicht wurde. Wenn man die nicht mehr mit Gewissheit eruieren kann, kann man sich eben leider auch nicht auf eine Übergangsbestimmung stützen, für die dieses Wissen erforderlich ist. — Pajz (Kontakt) 11:50, 19. Mär. 2015 (CET)

Die Rückseite der Karte war leer (unbeschriftet, unbedruckt). Das damalige Bayerische Statistische Landesamt ist als „Bearbeiter“ genannt („bearbeitet im ...“). Also Urheber vermute ich erfahrnungsgemäß das damalige Bayerische Landesvermessungsamt, das heutige LDBV, auch wenn es nicht genannt ist.--Ratzer (Diskussion) 12:03, 19. Mär. 2015 (CET)

Auch hier ist kein namentlicher Urheber gennant. Anders wohl als bei dem Buch, aus dem Kollege Pajz die Seite 234 herausgerissen hat (?).--Ratzer (Diskussion) 12:07, 19. Mär. 2015 (CET)

@Pajz: Lautet die Schlussfolgerung Deiner Argumentation, dass die Karte zu löschen ist, etwa weil eine namentliche Urheberschaft nicht zweifelsfrei widerlegt/widerlegbar ist?--Ratzer (Diskussion) 12:13, 19. Mär. 2015 (CET)

Das ist nicht die Schlussfolgerung. Die Schlussfolgerung ist nur, dass man die Sachlage gebührend prüfen soll, bevor man etwas als {PD-§134} abstempelt. — Pajz (Kontakt) 11:10, 20. Mär. 2015 (CET)
Danke für die Klarstellung. Für meine Person meine ich, die Sachlage in hinreichender Weise gebührend geprüft zu haben. Wer prüft noch, bzw. wessen Freigabe oder OK muss ich noch abwarten? Darf ich davon ausgehen, dass die Prüfung für die übrigen sieben Regierungsbezirkskarten aus der gleichen Reihe nicht nochmals erneut einzeln erfolgen muss?--Ratzer (Diskussion) 12:17, 20. Mär. 2015 (CET)

Rechts unten auf der Karte sieht man den Vermerk: Aus Band 132/1 der Beiträge zur Statistik Bayerns, Bayerische Gemeinde- und Kreisstatistik. Dieses Buch hat, wie jede(?) Buchveröffentlichung des Statistischen Landesamtes, ein Vorwort des amtierenden Präsidenten, damals Friedrich Burgdörfer († 1967). Weitere Namen sind im Buch nicht genannt. Ist Burgdörfer damit der Urheber?--Ratzer (Diskussion) 12:27, 19. Mär. 2015 (CET)


Ich habe mir erlaubt, den vorstehenden Absschnitt aus dem Archiv zurückzuholen, da nach meinem Verständnis kein Diskussionsergebnis erreicht worden ist. Die Datei:Oberbayern Gemeindegrenzen 1941.pdf ist immer noch markiert, aber das interessiert den Bot hier nicht. Wie geht es jetzt weiter? Was tun, wenn eine Diskussion verlangt wird, aber keine stattfindet? Ich kann ja schlecht mit mir selber diskutieren. Die ganze §134-Frage gehört m.E. auf neue Füße gestellt, vielleicht sollte ähnlich wie bei einem Löschantrag ein Admin innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen müssen.--Ratzer (Diskussion) 08:22, 26. Mär. 2015 (CET)

Liebe Kollegen @Pajz: und @Yellowcard:, es reicht m.E. nicht, Dinge in Frage zu stellen, sondern man muss auch klare Entscheidungen treffen können, entweder die Karte (unde künftig ähnliche Karten vom Statistischen Landesamt) kann bleiben, oder sie muss gelöscht werden.--Ratzer (Diskussion) 08:30, 26. Mär. 2015 (CET)

Ratzer: Ich stelle Dinge nicht in Frage, sondern weise auf Anforderungen hin. Das ist ein freundlicher Service meinerseits – für die Community, die rechtskonforme Inhalte erstellen will, und für den Hochlader, der üblicherweise keine Urheberrechte verletzen will. Ich denke, das ist mir noch gestattet; ich muss mich nicht in jedem konkreten Fall festlegen. Vorliegend habe ich ihn mir überhaupt nicht angesehen. (Es ist freilich logischerweise auch völlig legitim, die Sache mangels Erledigung wieder aus dem Archiv zu holen.) — Pajz (Kontakt) 23:02, 26. Mär. 2015 (CET)
@Ratzer: Zur Frage oben: Durch ein Vorwort wird jemand nicht zum Urheber der übrigen Inhalte, sofern er diese nicht auch erstellt hat, sondern natürlich nur zum Urheber des Vorworts. Aber sicher ist doch irgendwo auf dem Buch ein Herausgeber aufgedruckt. Was sind denn da die vollständigen Infos? Sind ausschließlich juristische Personen genannt? Yellowcard (D.) 23:50, 26. Mär. 2015 (CET)

Danke. Hier die ersten sieben Seiten des Einleitungsteils:

Der Herausgeber steht auf S. I: Herausgegeben vom Bayer. Statistischen Landesamt.
--Ratzer (Diskussion) 09:13, 27. Mär. 2015 (CET)
Auf Seite IV (zweite Vorwortseite) habe ich unten noch den Hinweis entdeckt: Mit dem Referat der Bayerischen Gemeinde- und Kreisstatistik war Regierungsrat Wilhelm Henninger betraut. Mit „Referat“ dürfte Referat (Behörde) gemeint sein. Macht das Henninger zum Urheber des Buches, sowie ggf. der „beigebundenen“ Karte?--Ratzer (Diskussion) 10:17, 27. Mär. 2015 (CET)

Ja, ich vermute, die Bedingungen sind damit nicht erfüllt. Und für das Vorwort ist ja definitiv ein Urheber angegeben, das fällt also ganz sicher nicht unter diese Regelung. Gruß Yellowcard (D.) 11:05, 27. Mär. 2015 (CET)
Henning war also Referatsleiter. Macht ihn das zum Urheber? Wenn nur die Behörde als Gesamtherausgeber angegeben wäre, würde das ihren Präsidenten zum Urheber machen, nur weil er die Behörde leitet? Ich meine nein. Aber lasst uns das bitte zu Ende diskutieren, um es endlich zu klären.--Ratzer (Diskussion) 11:12, 27. Mär. 2015 (CET)
Zum Urheber wird niemand gemacht; Urheber ist immer der, der etwas erschafft. Zumindest nach dem heutigen UrhG. Das damalige Gesetz kannte noch juristische Personen als Urheber, dieser Gedanke ist mit dem heutigen UrhG nicht mehr vereinbar. Daher ist die Frage für uns Laien schwer zu beantworten. Wenn Henning als Herausgeber fungieren würde, könnte die Übergangsregelung schon nicht mehr anwendbar sein, weil nach damaligem Gesetz das Werk nicht von einer juristischen Person als Urheber herausgegeben wurde. Ich kann mich da aber nicht festlegen, sondern nur mutmaßen. Gruß, Yellowcard (D.) 13:09, 28. Mär. 2015 (CET)

Hilfe:FAQ zu Bildern[Bearbeiten]

Ich würde gerne Abschnitte, die sich ausschließlich mit Bildern befassen nach Hilfe:FAQ zu Bildern verschieben. Dort dann unter einem eingenen neuen Abschnitt "Urheberrechtsfragen". --Zulu55 (Diskussion) Unwissen 11:34, 26. Mär. 2015 (CET)

Klingt wenig sinnvoll. --Leyo 11:42, 26. Mär. 2015 (CET)
Für mich auch nicht – zumal hier gut 3/4 der Anfragen auf Bilder entfallen dürften. @Zulu55: Wie kommst Du darauf bzw. was versprichst Du Dir davon? // Martin K. (Diskussion) 12:20, 26. Mär. 2015 (CET)
Entschuldigung - durch den Redirect Hilfe Diskussion:FAQ Rechtliches bin ich hier angelagt und habs nicht bemerkt: Ich beziehe mich auf das Hilfe:FAQ Rechtliches - dort meine ich sollten Infos ausgelagert werden. Ich vermute, dass man als unbedarfter eher denkt, dass man eine Frage zum Thema Bilder hat. Analog zu dieser Logik gibt es ja dort auch einen Abschnitt "Lizenzrechtliches". --Zulu55 (Diskussion) Unwissen 12:46, 26. Mär. 2015 (CET)
Wenn keine Einwände kommen setze ich das die Tage so um. Gruß --Zulu55 (Diskussion) Unwissen 10:03, 27. Mär. 2015 (CET)

Ein ungezähmtes Leben[Bearbeiten]

In dem Roman Ein ungezähmtes Leben (erschienen 2009), wurde in einigen Ausgaben ein Foto des Zweiten Wohnhauses der Protagonistin (Großmutter der Autorin) veröffentlicht. Da das Bild nach den Memoiren von 1911/1912 stammt ist es älter als 100 Jahre. Ist die Verwendung nun gestattet? link--BigbossFrin 16:57, 27. Mär. 2015 (CET)

Ist bekannt, wer das Foto geschossen hat? Diese verlinkte Wiki-Seite ist ja wenig aussagekräftig. -- Quedel Disk 20:36, 27. Mär. 2015 (CET)

Urheberrecht über mehrere Ecken[Bearbeiten]

Es gibt ja an deutschen Autobahnen diese Unterrichtungstafeln, die auf Sehenswürdigkeiten etc. hinweisen. Soweit ich das verstehe, dürfen Bilder dieser Kunstwerke gemäß Panoramafreiheit angefertigt werden. Dürfen auch im Internet verfügbare Bilder davon "einfach so" verwertet werden? Fallen die unter diese Richtlinien für 2D-Fotos? Wie sieht es aus, wenn man im Internet Bilder benutzt, die eine größeren Ausschnitt zeigen und sich davon den Ausschnitt mit dem Schild extrahiert und anschließend eine zweifarbige Grafik daraus erstellt, die nur das Schild an sich zeigt – liegt hier freie Benutzung gemäß §24 UrhG vor, selbst dann wenn man das Foto direkt verwendet? Kann man die daraus erstellten Grafiken dann lizensieren wie man will, ohne das Foto zu benennen, mit dem man das Schild erstellt hat? 87.169.143.178 19:00, 28. Mär. 2015 (CET)

Ad 1) Wenn du dich auf Fotos beschränkst, die die Umgebung erkennen lassen, und wenn die Tafel wirklich bleibend angebracht ist, dann ja. Wenn die Fotos die Umgebung nicht erkennen lassen, ist die Frage hier umstritten. M.E. ist die Panoramafreiheit darauf nicht anwendbar, weil der Normzweck nicht mehr erfüllt ist, siehe dazu Wikipedia:Urheberrechtsfragen/Archiv/2014/10#Zweierlei, dort auch mit weiteren Links auf ausführlichere Diskussionen. Ad 2) Nein, weil die Fotos wenigstens als Lichtbilder (§ 72 UrhG) geschützt sind. Ad 3) Möglicherweise, sofern das Bild ganz frontal aufgenommen wurde. Nach hier ausführlich belegter Auffassung widerspricht diese Ansicht allerdings nach deutschem Recht diametral der herrschenden Meinung in der Rechtswissenschaft. Ad 4) Dann handelt es sich ebenfalls eindeutig wenigstens um Lichtbilder. Eine solche Nutzung scheidet m.E. plausiblerweise dann in jedem Fall selbst nach Wikipedia:Bildrechte aus, weil der Gesetzgeber die Leistung selbst schützen wollte und damit trotz unterschiedlicher Richtlinienbegründung eine gewisse Analogie zum Laufbildschutz, bei dem einzelne Teile gleichfalls ungeachtet der Länge oder Größe nicht verwendet werden können (BGH, Urt. v. 20. Dezember 2007, I ZR 42/05 – TV-Total = GRUR 2008, 693, Rn. 18 ff., BGH, Urt. v. 16. August 2012, I ZR 96/09 – Einzelbild = ZUM 2013, 406) sowie, trotz unterschiedlicher Begründung, zum Schutz des Tonträgerherstellers (Metall auf Metall I, II), besteht. So sieht es auch die Literatur (Dreier/Schulze, 4. Aufl. 2013, § 72 Rn. 15 m.w.N.). Ad 5) Damit wird der Privilegierungskreis der Panoramafreiheit verlassen (siehe Panoramafreiheit#Änderungsverbot (§ 62 UrhG)). Eine freie Benutzung kann natürlich vorliegen, aber dann muss man sich ganz weit von der geschützten Vorlage (und das ist hier das geschützte Werk auf der Tafel, nicht das Foto) entfernen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei der beschriebenen Nutzungsweise passiert, aber pauschal kann man das nicht sagen. Ad 6) Siehe 5). Wenn das Werk in freier Benutzung geschaffen wurde, dann ja. Das Foto ist für die Erwägung irrelevant, weil es auf die freie Benutzung des geschützten Inhalts der Tafel ankommt. Das Lichtbild ist für die Zwecke egal; der Schutzumfang des Lichtbildschutzes ist sehr gering – keinesfalls ist er so groß, dass der Lichtbildner einer zweidimensionalen Reproduktion damit weitere – zwingend sehr ähnliche – andere zweidimensionale Reproduktionen verhindern kann. — Pajz (Kontakt) 19:37, 28. Mär. 2015 (CET)
(BK) Alle Fragen kann man ohne den konkreten Fall nicht sicher beantworten. Ziemlich sicher sind die Fotos der Tafeln geschützt und fallen nicht unter die ohnehin umstrittene 2D-Regelung. Ob es sich um eine freie Bearbeitung eines geschützten Fotos handelt, kann noch weniger pauschal beantworten, bei der Weiterverwendung der Grafiken kann ich es mir kaum vorstellen (der Lichtbildschutz der Fotos an sich könnte dadurch aber ggf. umschifft werden; evtl. sind einzelne der Grafiken mangels Schöpfungshöhe nicht geschützt – ins Blaue spekuliert). Auch schon nicht klar finde ich übrigens, ob die Tafeln unter Panoramafreiheit fallen. Sind sie bleibend im Sinne der Norm angebracht? Bei diesen braunen Tafeln dürfte das der Fall sein, oder sind andere Tafeln gemeint? Plakate fallen hier meist nicht herein. Zudem: Zeigen die Fotos die Tafeln im Gesamtbild (Panorama) oder werden die Bilder auf die Tafeln zurechtgeschnitten? Schon dann wird es problematisch. Also: Pauschale Beantwortung keinesfalls möglich. Grüße, Yellowcard (D.) 19:41, 28. Mär. 2015 (CET)
Danke erstmal für die Antworten. Es handelt sich um dauerhaft angebrachte Unterrichtungstafeln, womit für mich die Panoramafreiheit unstrittig ist. Hier mal ein konkreter Fall: Dieses Bild - wenn ich daraus jetzt eine einfache Grafik erstellen würde, wie diese hier, und dabei das Foto selbst verwenden würde, wäre das rechtens? Klar ist, das ohnehin nicht überprüfbar wäre, wie (mit welchem Foto) ich die Grafik erstellt habe, aber darum geht es mir ja nicht. Ich will ja wissen, wie es rechtlich aussieht. Eine weitere Frage wäre, ob sowieso ein Schutz entfällt, da die Rechte beim Staat liegen. Ich vermute aber, dass das Urheberrecht bei der Agentur bleibt, die das Design erstellt hat, da es sich hierbei nicht um amtliche Werke zu handeln scheint (mit Ausnahme der in der StVO als Anlage hinterlegten Unterrichtungstafeln). 87.169.143.178 19:52, 28. Mär. 2015 (CET)
Es ist m.E. nicht möglich, die Grafik aus dem Foto zu extrahieren und sich dabei auf die Panoramafreiheit zu berufen. Zum einen, weil der Normzweck der Panoramafreiheit diese Nutzung nicht erfasst (teleologische Auslegung), zum anderen, weil die Nutzung eines Werks im Rahmen der Schranke der Panoramafreiheit an ein Änderungsverbot gekoppelt ist, welches dem entgegenstehen würde. Das ist aber alles nichts, was nicht oben auch schon stünde. Wenn die Panoramafreiheit für Dich trotzdem „unstrittig“ ist, können wir wohl nichts weiter tun. Gruß, Yellowcard (D.) 22:46, 28. Mär. 2015 (CET)