Wintersechseck

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Das Wintersechseck im Süden des Winterhimmels
(Ende Dezember 22 Uhr, Ende Januar 20 Uhr MEZ)
Sternbildnamen weiß, Sternnamen rot, Sternbildlinien violett, Formationslinien gelb

Das Wintersechseck ist eine markante Konstellation von hellen Sternen 1. Größe am südlichen Winterhimmel.[1] Es ist kein Sternbild im Sinne der Internationalen Astronomischen Union (IAU), sondern ein Asterismus.

Es besteht aus folgenden Fixsternen (im Uhrzeigersinn):

Von Mitteleuropa aus ist das Wintersechseck in den Monaten September (Morgenhimmel) bis April (Abendhimmel) zu sehen. Mitte Dezember steht es etwa um Mitternacht im Süden, Mitte Januar bereits gegen 22 Uhr MEZ. Es ist auch in großen, lichtverschmutzten Städten zu sehen, da es sich aus den hellsten Sternen dieses Himmelsabschnitts zusammensetzt.

Im Vergleich zu einem regelmäßigen Sechseck wirkt das Wintersechseck etwas „verbogen“, es ist jedoch etwa spiegelsymmetrisch in Bezug auf die Achse durch die beiden einander gegenüber liegenden hellsten Sternen Capella und Sirius. Bei diesen hellsten Sternen liegen auch die kleinsten Winkel des Sechsecks, sie entsprechen ungefähr 90 Grad.

Ein auffälliger Stern nahe der Mitte des Wintersechsecks ist Beteigeuze, der linke Schulterstern des Orion. Er bildet zusammen mit Sirius und Prokyon das Winterdreieck.

Mit einem guten Feldstecher sind im Bereich des Sechsecks einige interessante Objekte zu beobachten: der Orionnebel unterhalb des Oriongürtels, die zwei hellen Sternhaufen Plejaden (Siebengestirn) und Hyaden (beide im Stier, jeder mindestens 100 Sterne, freiäugig 6-10) und zwei weitere Sternhaufen: M35 am Ende der Zwillinge und M41 bei Sirius. Ferner der Krebsnebel M1 (expandierende Gaswolke im Stier, Rest der Supernova von 1054) und der Planetarische Nebel NGC 2392 südlich von Pollux, sowie Dutzende heller Doppelsterne in unterschiedlichsten Farben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. Holger Kersten: Das Wintersechseck. Greifswalder Sternwarte e.V., Januar 2006, abgerufen am 9. März 2017.