Wolferschwenda

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Wolferschwenda
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wolferschwenda hervorgehoben
Koordinaten: 51° 14′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Erfüllende Gemeinde: Ebeleben
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 4,27 km2
Einwohner: 136 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036370
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 082
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 2
99713 Ebeleben
Bürgermeisterin: Nicole Anton
Lage der Gemeinde Wolferschwenda im Kyffhäuserkreis
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Über dieses Bild
Kirche in Wolferschwenda

Wolferschwenda ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Erfüllende Gemeinde ist die Stadt Ebeleben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rande des Thüringer Beckens nordöstlich der Heilinger Höhen zwischen den Gemeinden Großenehrich und Freienbessingen. Es besteht eine Busverbindung nach Ebeleben und Großenehrich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolferschwenda wurde erstmals in einer Urkunde Kaiser Ottos II. als Voulfheresvouinidon erwähnt. Im Mittelalter wurde der Ort befestigt. 1511 wurde eine Linde gepflanzt, die 1962 gefällt wurde. Im Jahre 1560 kam Wolferschwenda in den Besitz der Grafen von Schwarzburg. Im 16. Jh. hielt die Reformation Einzug, allerdings erhielt der Ort erst 1699 ein eigenes Pfarrhaus. 1778 wurde ein Backhaus erbaut. 1855 bekam Wolferschwenda ein Gasthaus. 1899 wurde eine Schule gebaut. Bis 1918 gehörte der Ort zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. 1923 erhielt Wolferschwenda Anschluss an das Elektrizitätsnetz.

Vor der Ankunft der US-Truppen Anfang April 1945 hatten die meisten Einwohner Schutz außerhalb des Ortes, im Grabeneinschnitt am Kleinen Bennebach gesucht. Dann fuhren US-Aufklärungspanzer mit zwei Bauern als "Schutzschild" in das fast menschenleere Dorf. Es wurde Haus für Haus auf Wehrmachtsangehörige durchsucht.[2]

Anfang Juli 1945 wurde Wolferschwenda, wie ganz Thüringen, von den Amerikanern in Umsetzung der Beschlüsse der Konferenz von Jalta an die Rote Armee übergeben und damit Bestandteil der SBZ und ab 1949 der DDR.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1995: 152
  • 2000: 148
  • 2005: 149
  • 2010: 142
  • 2015: 136

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat umfasst 6 Mitglieder (alle Freie Wähler Vereinigung).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische Kirche St. Nicolai ist im Kern eine mittelalterliche Saalkirche mit Dachreiter. Es wurden 1700 und 1805 Renovierungen durchgeführt. Eine Innenrenovierung erfolgte 1920. Innenraum und Ausstattung stammen größtenteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert, haben jedoch eine Farbfassung von 1920. Der rechteckige Saal enthält zweigeschossige, dreiseitige Emporen und eine durchlaufende Holztonne. Von einem früheren eingewölbten, vermutlich ausgesonderten Chor ist an der Südostecke der Gewölbeansatz erhalten. Die Mensa ist mittelalterlich. Der im 19. Jahrhundert umgebaute Kanzelaltar ist aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolferschwenda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Möller:Der Kampf um Nordthüringen im April 1945. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010. S.95. ISBN 978-3-86777-212-9
  3. Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 1399 f.