Wollerau

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Wollerau
Wappen von Wollerau
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz (SZ)
Bezirk: Höfe
BFS-Nr.: 1323i1f3f4
Postleitzahl: 8832
UN/LOCODE: CH WLU
Koordinaten: 697055 / 228000Koordinaten: 47° 11′ 45″ N, 8° 43′ 10″ O; CH1903: 697055 / 228000
Höhe: 514 m ü. M.
Fläche: 6,50 km²
Einwohner: 7102 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 1093 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
21,8 % (31. Dezember 2015)[2]
Gemeindepräsident: Ueli Metzger (FDP)
Website: www.wollerau.ch
Wollerau, Ansicht vom Zürichsee bei Richterswil

Wollerau, Ansicht vom Zürichsee bei Richterswil

Karte
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Wollerau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Höfe des Kantons Schwyz in der Schweiz. Wollerau ist zusammen mit Pfäffikon jeweils alternierend für zwei Jahre Hauptort des Bezirks.

Aufgrund der sehr niedrigen Steuersätze und seiner bevorzugten Wohnlage am See und in der Nähe der Stadt Zürich ist Wollerau zum Wohnsitz einiger bekannter, wohlhabender Persönlichkeiten geworden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wollerau, historisches Luftbild vom 3. August 1954, aufgenommen von Werner Friedli

Wollerau liegt auf dem östlichen Ausläufer des Zimmerbergs. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Ufer des Zürichsees gegen den Grat des Höhronen und umfasst auch noch einen Teil des Sihltals auf der Nordseite des Berges. Im Süden wird das Gemeindegebiet von der Sihl durchflossen. Die westliche Grenze zum Kanton Zürich bildet der Mühlibach. Nachbargemeinden von Wollerau sind im Nordwesten Richterswil (ZH), im Nordosten Freienbach, im Südosten Feusisberg und im Südwesten Hütten ZH.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Wollerau (bis Mitte des 19. Jahrhunderts Hinterer Hof genannt) war im Mittelalter zwischen der Stadt Zürich und den Schwyzern umstritten. Nach der ersten Niederlage im Alten Zürichkrieg musste Zürich 1440 die Höfe am oberen See abtreten und konnte sie nicht mehr zurückgewinnen.

In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1445 erfolgte ein Rückeroberungsversuch über den See und über Land auf beiden Seeufern, die zur Schlacht bei Wollerau führte.

Hauptartikel: Gefecht bei Wollerau

Nach dem Aufstand der Fünf Orte gegen die Helvetische Republik kam es am 30. April 1798 zum Gefecht bei Wollerau, in dem auf der siegreichen Seite Franzosen und Zürcher, auf der verlierenden Glarner, Höfner und Märchler kämpften. Als 1831 der kurzlebige Kanton Ausserschwyz gegründet wurde, blieb der Hintere Hof beim alten Kantonsteil.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Freizeitanlagenhersteller Intamin AG und der Hersteller von Mobilkommunikation Swissphone und viele Consulting und Dienstleistungsbetriebe sind in Wollerau ansässig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Verena wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Rokokostil erbaut. Die schlichte Reformierte Kirche wurde 1917–1918 ausgeführt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cäsar Bachmann (1892–1956), Schweizer Politiker
  • Heinrich Rohrer (1933–2013), Schweizer Physiker und Nobelpreisträger
  • Oswald Grübel[3] (* 1943), deutscher Bankmanager und ehemaliger Konzernchef der UBS und Credit Suisse
  • Marcel Ospel (* 1950), Schweizer Bankmanager und ehemaliger Verwaltungsratspräsident der UBS

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band I: Die Bezirke Einsiedeln, Höfe und March. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 1). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1927.
  • Albert Jörger: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 572: Die Pfarrkirche St. Verena in Wollerau, Bern 1995, ISBN 3-85782-572-3
  • Anja Buschow Oechslin: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwytz. Schwyz IV. Bezirk Höfe. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2010 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 118). ISBN 978-3-906131-93-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wollerau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. http://www.sz.ch/documents/Wohnbevoelkerung_2015.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.sz.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. bilanz.ch: UBS - Oswald J. Grübel: Er ist wieder da | Unternehmen | BILANZ ONLINE - Das Schweizer Wirtschafts-Magazin im Internet, Zugriff am 6. Januar 2010