Autobahn 3 (Schweiz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/CH-A
Autobahn 3 in der Schweiz
Autobahn 3 (Schweiz)
 Autobahn 3 (Schweiz) Autobahn 3 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A3
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Strassenbeginn: Basel
(47° 34′ 31″ N, 7° 33′ 47″ O)
Strassenende: Sargans
(47° 2′ 15″ N, 9° 27′ 42″ O)
Gesamtlänge: ca. 180 km

Kanton:

Strassenverlauf
Weiter auf A35 E25 E60Mülhausen
Grenzübergang Basel (CH) - Saint-Louis (FR)
(1)  Flughafen Basel-Mülhausen
(2)  Basel Kannenfeld
St. Johann (650 m)
(3)  Basel St. Johann
Dreirosenbrücke
(4)  Basel Klybeck
Horburg (1090 m)
(5)  Basel Nord / Kleinhüningen
(5)  Verzweigung Basel Wiese A2 E35
Schwarzwald (560 m)
(6)  Basel Badischer Bahnhof
Schwarzwaldbrücke
(7)  Basel Wettstein
(8)  Basel Ost / Breite
(9)  Basel Süd / City
Pratteln (900 m)
(10)  Verzweigung Hagnau (A18) H3 H7
(11)  Pratteln
Raststätte Pratteln
(12)  Liestal
(13)  Verzweigung Augst A2 E25 E35
(14)  Verzweigung Rheinfelden A861
(15)  Rheinfelden Ost
(16)  Eiken H7
(17)  Frick H24
(18)  Effingen
Bözberg (3700 m)
Schinznacherfeld (450 m)
Aareviadukt (1300 m)
Habsburg (1540 m)
(19)  Brugg
(20)  Verzweigung Birrfeld A1 E60
(21)  Baden West
Baregg (1080 m)
(22)  Neuenhof H3
Neuenhof
(23)  Wettingen Ost
Würenlos/«Fressbalken»
(24)  Spreitenbach
(25)  Dietikon
(26)  Limmattal A1 A1H A4 E41
(27)  Urdorf Nord H1
Niederurdorf/Honeret (450 m)
(28)  Urdorf Süd
Eggrain (480 m)
(29)  Uitikon
Reppischtal (210 m)
Hafnerberg (1385 m)
(30)  Birmensdorf
Lunnerental (130 m)
Aescher (2160 m)
(31)  Verzweigung Zürich-West A4 E41
(31a)  Wettswil am Albis
Uetliberg (4410 m)
Sihlbrücken
(32)  Verzweigung Zürich Süd A3W
Entlisberg (550 m)
(33)  Zürich Wollishofen
(34)  Thalwil
(35)  Horgen
(36)  Wädenswil
Herrlisberg
(37)  Richterswil
Blatt (510 m)
(38)  Wollerau
Fuchsberg
(39)  Schindellegi (Halbanschluss) H8
(40)  Pfäffikon H3 H8
Altendorf
(41)  Lachen H3
(42)  Verzweigung Reichenburg A15
(43)  Bilten
Glarnerland
(44)  Niederurnen
(45)  Weesen
Kerenzerberg (5760 m)*
(46)  Mühlehorn
(47)  Murg H3
Murgwald (1420 m)
Quarten (1040 m)
Fratten (320 m)
Hof (560 m)
Raischibe (800 m)
(48)  Walenstadt H3
(49)  Flums
(50)  Sargans
(51)  Verzweigung Sarganserland A13 E43
Vorlage:AB/Wartung/Leer Autobahnzweig A3W
Autobahnbeginn H4
(1)  Zürich-Wiedikon
Sihlhochstrasse
(2)  Zürich Brunau H4
Sihlbrücken
(3)  Verzweigung Zürich Süd A3

Die Autobahn 3 von Basel nach Sargans gehört zum Schweizer Autobahnnetz. Sie ist weitgehend deckungsgleich mit der Nationalstrasse 3.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 3 beginnt als Weiterführung der französischen A 35 beim Autobahnzoll Basel/Saint-Louis. Nach einer kurzen Strecke als Nordtangente durch Basel vereinigt sie sich bei der Verzweigung Basel Wiese mit der A 2. Von Norden kommend wird die A 3 ab der Verzweigung Gellert ostwärts geführt.

Bei Walenstadt, im Hintergrund die Churfirsten (Blick nach Norden)
Aareviadukt zwischen Habsburg und Schinznach-Dorf
A 2/A 3 in Basel

Bei der Verzweigung Augst bei Basel trennt sie sich wieder von der A 2. Via Rheinfelden und dem Fricktal führt sie nach Osten. Nach dem 3750 Meter langen Bözbergtunnel mündet sie mit der Verzweigung Birrfeld bei Birmenstorf in die A1. Ab dem Autobahnkreuz Limmattal verläuft die A 3 seit Mai 2009 über die sogenannte «Westumfahrung», durch den Uetlibergtunnel zur Verzweigung Zürich-Süd und weiter am linken Zürichseeufer entlang via Walensee nach Sargans, wo sie in die A 13 mündet.

Die A 3 stellt (zusammen mit einem Abschnitt der A 1) die wichtigste Verbindung Basel–Zürich und (zusammen mit einem Abschnitt der A 13) die wichtigste Verbindung Zürich–Chur dar.

Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walensee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit stellt der Autobahnabschnitt am Walensee dar. Zwischen Weesen und Murg wurde Mitte 1964 die N3 als Hauptstrasse eröffnet und führte durch die sechs Tunnel des ehemaligen Bahntrasses der 1859 eröffneten Abschnitts Sargans–Weesen der Bahnstrecke Ziegelbrücke–Sargans. Es wurde nach der Verlegung der Bahn in den Kerenzerbergtunnel im Jahre 1960 nicht mehr benutzt. Zur Trassee gehörten die Tunnel Ofenegg (370 m), Weisswand (460 m), Standenhorn (230 m), Glattwand (100 m), Mühlehorn (260 m) und Stutz (144 m). Die Walenseestrasse wurde zwischen Weesen und Walenstadt zum zweispurigen Zwischenabschnitt der ansonsten vierspurigen Strecke. Zur Autobahn ausgebaut wurde der Abschnitt erst 1986 mit der Eröffnung des einröhrigen Tunnel Kerenzerberg (5760 m), durch welchen seither die Richtungsfahrbahn nach Murg/Sargans führt. Die alten sechs Tunnel und die Strasse am Ufer des Walensee wurden auf Einrichtungsbetrieb umgestellt und bilden seither die Richtungsfahrbahn nach Weesen/Zürich.

Westumfahrung Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 4. Mai 2009, mit Eröffnung des Autobahn-Teilstücks zwischen dem Anschluss Birmensdorf und der Verzweigung Zürich Süd – dem letzten Teilstück der sogenannten «Westumfahrung» – ist die A 3 zwischen Basel und Sargans durchgehend.

Mit der Verkehrsfreigabe des neuen Abschnitts 2009 wurden zwei bisherige Autobahnabschnitte umnummeriert. Der in die Stadt Zürich führende Autobahnast Limmattal–Hardturm (amtlich seit jeher als N 1, per 2020 als N1H erfasst) wurde nun als A1H (Zubringer Hardturm) anstatt als A3 bezeichnet. Der aus der Stadt führende Autobahnast Wiedikon–Zürich Süd, die sogenannte Sihlhochstrasse, wurde neu als A3W (Zubringer Wiedikon, per 2020 N3W) bezeichnet.

Ebenfalls in Kraft trat mit der Eröffnung der Westumfahrung die erste Stufe der flankierenden Massnahmen für die Wohnquartiere entlang der ehemaligen «Westtangente» in der Stadt Zürich. Die bisherigen Strassenzüge, die für die innerstädtische Transitverbindung der Autobahnendpunkte Wiedikon und Hardturm verwendet wurden, wurden bereits zwei Tage vor der Eröffnung provisorisch auf je eine Fahrspur pro Richtung verengt. In den folgenden Monaten wurde der Rückbau der bisherigen «provisorischen» Transitachsen zu Quartierstrassen (Weststrasse und Sihlfeldstrasse) und städtischen Hauptverkehrsstrassen (Seebahnstrasse und Schimmelstrasse) vorgenommen.[1] Neben verschiedenen baulichen Massnahmen wurden an den Einfallachsen via Wollishofen und Albisrieden zusätzliche Lichtsignalanlagen aufgestellt, die als Dosieranlagen den Verkehrsfluss in die Stadt regeln und den Ausweichverkehr in die Wohnquartiere unattraktiv machen sollen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1967 wurde der Abschnitt RichterswilZürich Wollishofen entlang dem linken Ufer des Zürichsees eröffnet. Die Bauzeit für diesen 23,7 km langen Abschnitt betrug fünf Jahre, die Kosten 298 Millionen Franken. Während dem Bau wurde der notwendige Kies von Langnau und Burghalden mit einem Förderband zur Baustelle gebracht. Mit diesem Abschnitt wurde in Horgen gleichzeitig auch die erste Autobahnpolizei des Kantons Zürich in Betrieb genommen. Weiter entstand die erste Überführung mit Belagsheizung gegen Glatteis.[2]

1986 wurde das Nadelöhr der Walenseestrasse zur vollwertigen Autobahn ausgebaut.

Der Bözbergtunnel ging 1996 in Betrieb, so dass die A 3 Basel–Zürich durchgehend befahrbar war und eine direktere Verbindung im Vergleich zur Route durch den Belchentunnel zur Verfügung stand, mit der gleichzeitig auch Brugg umfahren werden konnte. Die Bauzeit für diesen Abschnitt betrug acht Jahre. Er war seit den 1950er-Jahre in Planung mit ersten Linienführungen über den Bözbergpass und Überquerung des Aaretals mit einer Hochbrücke. Weiter befürchtete Schinznach-Bad das Versiegen der Thermalquelle aufgrund des Autobahnbaus.[3]

Im Mai 2009 wurde die Westumfahrung zwischen der Verzweigung Limmattal und Zürich-Süd eröffnet. Das Hauptbauwerk dieses Abschnitts ist der Uetlibergtunnel.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Zürich, TED: Flankierende Massnahmen zur Westumfahrung Zürich (Memento vom 15. Januar 2013 im Internet Archive)
  2. Damian Grunow: 50 Jahre A 3 - als Autobahnen noch begeisterten. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 21. September 2017]).
  3. Die Schliessung der letzten N3-Lücke. In: Neue Fricktaler Zeitung. 20. Oktober 2021, abgerufen am 26. Mai 2022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: A3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien