Zero-Cost-Collar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Artikel Zero-Cost-Collar und Collar (Finanzwesen) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Plankton314 14:04, 22. Dez. 2011 (CET)
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Der Zero-Cost-Collar (auch: Costless Collar) ist ein Finanzinstrument aus dem Gebiet des Risikomanagements. Ziel ist es, ohne zusätzliche Kosten das Risiko der zukünftigen Entwicklung einer Aktie, eines Zinssatzes, eines Verkaufsrechtes oder eines sonstigen wirtschaftlichen Gutes zu reduzieren.

Der Costless Collar ermöglicht es dem Besitzer des Wirtschaftsgutes, kostenlos die Preisspanne, welche er in Zukunft für seine Ware erhält, festzulegen. Er verzichtet dafür jedoch darauf, an einem größeren Preisanstieg zu partizipieren.

Je früher die Versicherung greifen soll, d. h. je kleiner der maximale Verlust durch die Versicherung definiert wird, desto geringer sind die Möglichkeiten an einem weiteren Preisanstieg des Wirtschaftsgutes zu partizipieren.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Aktionär besitzt 1 Aktie im Wert von 100 Euro. Er vermutet, dass der Aktienkurs unter stärkeren Schwankungen leicht steigen wird, und er will sich gegen deutliche Kursverluste absichern, ohne heute Kosten zu haben. Um dies zu erreichen, verkauft er eine Kaufoption für einen von ihm gewählten Zeitraum und einen gewählten Basispreis, im Beispiel für ein Jahr und 105 Euro. Der Optionskäufer, der damit das Recht erwirbt, in einem Jahr diese Aktie zu 105 Euro zu kaufen, bezahlt ihm dafür 5 Euro. Dieses Geld nutzt der Aktionär, um eine gleich teure Verkaufsoption zum Basispreis von 94 Euro zu erwerben. So bezahlt der Erlös der Kaufoption den Erwerb der Verkaufoption.

Wenn nun ein Jahr später der Preis der Aktie auf 110 Euro gestiegen ist, muss der Aktionär die Aktie für 105 Euro an den Erwerber der Kaufoption verkaufen, erhält also, obwohl der Marktpreis 110 Euro ist, nur 105 Euro. Sein nichtrealisierbarer Gewinn über die 105 Euro hinaus ist der Preis, den der Aktionär für die Risikosenkung zu bezahlen hatte. Fällt der Preis der Aktie jedoch, anstatt zu steigen – z. B. auf 90 Euro – so kann der Aktionär seine Aktie mit lediglich 6 % Verlust zu 94 Euro verkaufen, indem er seine Verkaufsoption ausübt.

Der Aktionär verliert allerdings zusätzlich die Opportunitätskosten; diese sind jedoch deutlich niedriger als die 10 Euro, die er pro Aktie ohne den Costless Collar verloren hätte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]