Zhou Yang (Shorttrackerin)

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Zhou Yang Shorttrack
Zhou Yang (mitte) nach ihrem Olympiasieg 2014
Nation China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Geburtstag 9. Juni 1991
Karriere
Nationalkader seit 2006
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 6 × Gold 4 × Silber 5 × Bronze
JWM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver 1500 m
Gold 2010 Vancouver 3000-m-Staffel
Gold 2014 Sotschi 1500 m
ISU Shorttrack-Weltmeisterschaften
Silber 2007 Mailand 3000-m-Staffel
Bronze 2007 Mailand 1000 m
Bronze 2007 Mailand 3000 m
Gold 2008 Gangneung 3000 m
Silber 2008 Gangneung Allround
Silber 2008 Gangneung 1000 m
Bronze 2008 Gangneung 1500 m
Bronze 2008 Gangneung 3000-m-Staffel
Gold 2009 Wien 3000 m
Gold 2009 Wien 3000-m-Staffel
Silber 2009 Wien 1500 m
Bronze 2009 Wien Mehrkampf
Gold 2013 Debrecen 3000-m-Staffel
Team-WeltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2008 Harbin Team
Gold 2009 Heerenveen Team
ISU Shorttrack-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2006 Miercurea Ciuc 1500-m-Superfinale
Gold 2006 Miercurea Ciuc 3000-m-Staffel
Bronze 2006 Miercurea Ciuc 1000 m
Bronze 2006 Miercurea Ciuc 1500 m
Weltcup-Logo Platzierungen im Shorttrack-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2. Dezember 2006
 Weltcupsiege 25 (davon 9 Einzelsiege)
 1000-m-Weltcup 3. (2009/10, 2010/11)
 1500-m-Weltcup 1. (2008/09, 2009/10)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1000 Meter 3 3 3
 1500 Meter 6 3 9
 Staffelbewerbe 16 3 0
letzte Änderung: 18. November 2015

Zhou Yang (chinesisch 周洋, Pinyin Zhōu Yáng; * 9. Juni 1991 in Changchun) ist eine chinesische Shorttrackerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste internationale Auftritt Zhous fand im Januar 2006 bei der Juniorenweltmeisterschaft in Miercurea Ciuc statt, wo sie zwei Goldmedaillen, eine über 1500 m und eine in der Staffel, gewinnen konnte. Außerdem holte sie die Bronzemedaille über 500 Meter und wurde Gesamtdritte.[1] Im Dezember 2006 kam sie zu ihrem ersten Einsatz im Shorttrack-Weltcup, bei sechs Einzelrennen kam sie dabei einmal auf das Podest, als sie Dritte über 1000 m wurde, dazu gelangen ihr immer Top-10-Platzierungen. Auch mit der Staffel schnitt sie in der Saison 2006/07 erfolgreich ab und feierte mehrere Weltcupsiege. Bei den Weltmeisterschaften 2007 gewann sie zwei Bronzemedaillen über 1000 und 3000 Meter, zudem gewann sie Silber mit der Staffel und wurde im Allround-Wettkampf gute Vierte.

Die Saison 2007/08 war für Zhou die bis dahin erfolgreichste, sie triumphierte zweimal in Einzel-Weltcups und feierte dort insgesamt vier Podestplatzierungen, außerdem wurde sie Dritte im 1500-m-Disziplinenweltcup. Mit der Staffel, in der sie nun regelmäßig eingesetzt wurde, siegte sie insgesamt fünfmal und gewann deutlich den Gesamtweltcup. Auch bei der Weltmeisterschaft 2008 hatte Zhou Erfolg, sie gewann die Goldmedaille im 3000-m-Rennen und wurde Gesamtzweite hinter ihrer Landsfrau Wang Meng, die alle Rennen bis auf das über die längste Strecke gewonnen hatte. Ansonsten holte sie bei jener Weltmeisterschaft noch eine Silber- und zwei Bronzemedaille, nur auf der 500-m-Distanz verpasste sie das Podest. Bei den Shorttrack-Teamweltmeisterschaften 2008 in Harbin holte sie die Goldmedaille.

Auch in den Weltcup 2008/09 startete Zhou sehr gut, innerhalb der ersten sechs Rennen siegte sie viermal, je zweimal über 1500 m und mit der Staffel. Auch die beiden weiteren Wettbewerbe über 1000 m beziehungsweise 1500 m beendete sie auf dem zweiten Rang. Bei der Weltcupstation in ihrem Heimatland gelang Zhou zum ersten Mal innerhalb der Saison kein Einzel-Weltcupsieg, dafür triumphierte sie mit der Staffel. Über 1000 m und 1500 m wurde sie Zweite. Beim Weltcup in Nagano gewann sie ebenfalls mit der Staffel und beim Weltcup in Sofia erreichte sie den dritten Rang über 1500 m. Im März gewann sie bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2009 in Wien Bronze im Mehrkampf, Silber über 1500 m und Gold jeweils über 3000 m und mit der Staffel. Im selben Monat holte sie bei den Shorttrack-Teamweltmeisterschaften 2009 in Heerenveen wie im Vorjahr die Goldmedaille. Die Saison beendete sie auf den fünften Platz im Gesamtweltcup über 1000 m und den ersten Rang im Gesamtweltcup über 1500 m. Zu Beginn der folgenden Saison siegte sie in Peking über 1500 m und belegte in Seoul über 1500 m den dritten Rang. Im weiteren Saisonverlauf gewann sie zweimal über 1500 m und zweimal mit der Staffel. Bei ihrer ersten Olympiateilnahme 2010 in Vancouver holte sie mit der Staffel und über 1500 m jeweils die Goldmedaille. Ihre beste Platzierung bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2010 in Sofia war der achte Rang über 100 m. Zum Saisonende erreichte sie den dritten Platz im Gesamtweltcup über 1000 m und gewann wie im Vorjahr den Gesamtweltcup über 1500 m.

In der Saison 2010/11 erreichte Zhou 11 Podestplatzierungen im Weltcup. Dabei holte sie fünf Siege, davon drei Siege mit der Staffel, einmal über 1000 m und einmal über 1500 m. Im Gesamtweltcup über 1000 m kam sie auf den dritten Platz und im Gesamtweltcup über 1500 m auf den zweiten Rang. Ihre beste Weltcupplatzierung in den beiden folgenden Saison war der sechste Platz über 1500 m im Februar 2013 in Dresden. Bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2013 in Debrecen holte sie die Goldmedaille mit der Staffel. In der Saison 2013/14 belegte sie im Weltcup mit der Staffel zweimal den zweiten und einmal den ersten Platz. Über 1500 m kam sie zweimal auf den dritten Rang und erreichte damit auch den dritten Gesamtrang über 1500 m. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann sie Gold über 1500 m. In der folgenden Saison holte sie zum Saisonende in Erzurum mit der Staffel ihren 25. Weltcupsieg.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 500 m 43,992 sek. (aufgestellt am 17. Februar 2010 in Vancouver)
  • 1000 m 1:29,049 min. (aufgestellt am 26. Februar 2010 in Vancouver)
  • 1500 m 2:16,993 min. (aufgestellt am 20. Februar 2010 in Vancouver)
  • 3000 m 4:58,955 min. (aufgestellt am 8. März 2009 in Wien)

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010 Vancouver: 1. Platz Staffel, 1. Platz 1500 m, 5. Platz 500 m, 8. Platz 1000 m
  • 2014 Sotschi: 1. Platz 1500 m, 7. Platz Staffel

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007 Mailand: 2. Platz Staffel, 3. Platz 1000 m, 3. Platz 3000 m, 4. Platz Mehrkampf, 4. Platz 1500 m, 5. Platz 500 m
  • 2008 Gangneung: 1. Platz 3000 m, 2. Platz Mehrkampf, 2. Platz 1000 m, 3. Platz 1500 m, 3. Platz Staffel, 4. Platz 500 m
  • 2008 Harbin: 1. Platz Team
  • 2009 Wien: 1. Platz 3000 m, 1. Platz Staffel, 2. Platz 1500 m, 3. Platz Mehrkampf, 4. Platz 500 m, 4. Platz 1000 m
  • 2009 Heerenveen: 1. Platz Team
  • 2010 Sofia: 8. Platz 1000 m, 13. Platz 1500 m, 14. Platz Mehrkampf, 14. Platz 500 m
  • 2013 Debrecen: 1. Platz Staffel, 5. Platz 1000 m, 7. Platz 1500 m, 13. Platz Mehrkampf, 21. Platz 500 m

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
01. 03. Februar 2008 KanadaKanada Québec 1000 m
02. 10. Februar 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salt Lake City 1500 m
03. 18. Oktober 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salt Lake City 1500 m
04. 26. Oktober 2008 KanadaKanada Vancouver 1500 m
05. 19. September 2009 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking 1500 m
06. 08. November 2009 KanadaKanada Montreal 1000 m
07. 15. November 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marquette 1500 m
08. 30. Oktober 2010 KanadaKanada Québec 1000 m
09. 31. Oktober 2010 KanadaKanada Québec 1500 m

Staffel

Nr. Datum Ort
01. 21. Oktober 2007 KanadaKanada Harbin 1
02. 28. Oktober 2007 JapanJapan Kōbe 1
03. 25. November 2007 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1
04. 02. Dezember 2007 ItalienItalien Turin 1
05. 03. Februar 2008 KanadaKanada Québec 2
06. 19. Oktober 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salt Lake City 3
07. 26. Oktober 2008 KanadaKanada Vancouver 3
08. 30. November 2008 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking 3
09. 07. Dezember 2008 JapanJapan Nagano 3
10. 08. November 2009 KanadaKanada Montreal 4
11. 15. November 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marquette 3
12. 24. Oktober 2010 KanadaKanada Montreal 5
13. 31. Oktober 2010 KanadaKanada Québec 5
14. 12. Dezember 2010 China VolksrepublikVolksrepublik China Shanghai 5
15. 17. November 2013 RusslandRussland Kolomna 6
16. 15. Februar 2015 TurkeiTürkei Erzurum 7
2 Mit Wang Meng, Meng Xiaoxue und Liu Qiuhong.
3 Mit Wang Meng, Liu Qiuhong und Zhang Hui.
4 Mit Liu Qiuhong, Zhang Hui und Sun Linlin.
5 Mit Liu Qiuhong, Zhang Hui und Fan Kexin.
6 Mit Wang Meng, Fan Kexin und Liu Qiuhong.
7 Mit Tao Jiaying, Fan Kexin und Lin Yue.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Junioren-WM 2006 auf worldshorttrack
Chinesische Eigennamen Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Zhou ist hier somit der Familienname, Yang ist der Vorname.