Zoë Wanamaker

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Zoe Wanamaker (2013)
Die Stimme von Zoë Wanamaker

Zoë Wanamaker, CBE (* 13. Mai 1949 in New York, NY) ist eine in den USA geborene britische Schauspielerin. Sie lebt und arbeitet in Großbritannien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zoë Wanamaker wurde als Tochter des jüdischen Schauspielers und Regisseurs Sam Wanamaker und dessen Frau Charlotte Holland in New York City geboren. Im Alter von drei Jahren wanderte Zoë Wanamaker mit ihrer Familie nach Großbritannien aus. Grund war, dass ihr Vater während der McCarthy-Ära unter Kommunismusverdacht geriet und auf eine schwarze Liste gesetzt worden war. Ihr Vater war später der Initiator für den Wiederaufbau des Globe Theatre in London. Zoë Wanamaker hat zwei Schwestern, von denen keine den Wunsch hatte, Schauspielerin zu werden.

Nach der Schule machte sie verschiedene Ausbildungen, unter anderem Sekretärin, da ihre Eltern gegen ihren Wunsch waren, ins Schauspielgeschäft zu gehen. Trotzdem bewarb sie sich bei der Central School of Speech and Drama in London und wurde aufgenommen. Später wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company und erhielt 1981 für ihre Rolle in der Broadway-Produktion Piaf neben Jane Lapotaire einen Tony Award. Sie wurde später noch drei weitere Male für den Tony Award nominiert, außerdem gewann die Charakterdarstellerin zweimal den Laurence Olivier Award. Besonders eng arbeitet Wanamaker mit dem Royal National Theatre zusammen, wo sie im Frühjahr 2007 als Serafina in Tennessee Williams Die tätowierte Rose zu sehen war und neben Simon Russell Beale in Viel Lärm um Nichts auf der Bühne stand.

In England schon lange als eine der bedeutendsten Schauspielerinnen ihrer Generation bekannt, ist sie in Deutschland insbesondere durch ihre Rolle der „Madam Hooch“ in Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) bekannt. Jedoch war sie bereits seit Anfang der 1970er-Jahre im britischen Film und Fernsehen als Schauspielerin zu sehen gewesen. 1990 wirkte sie als Emilia in Trevor Nunns Verfilmung von Othello mit Ian McKellen als Jago mit. Ihren eigentlichen Durchbruch vor der Kamera hatte Wanamaker Anfang der 1990er-Jahre mit der Fernsehserie Love Hurts. Zwischen 2000 und 2011 spielte sie neben Robert Lindsay eine Hauptrolle in der Fernsehserie My Family. In der Krimi-Serie Agatha Christie’s Poirot trat Wanamaker ab 2007 an der Seite von David Suchet als Krimi-Schriftstellerin „Ariadne Oliver“ auf.

Seit 1994 ist Wanamaker mit dem britischen Schauspieler Gawn Granger verheiratet, mit dem sie in London lebt. Im Jahr 2000 wurde sie von Königin Elisabeth II. zum Commander of the Order of the British Empire ernannt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971: ITV Sunday Night Drama (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 1978: The Devil’s Crown (Fernsehserie, 3 Folgen)
  • 1985: Die Plutonium-Affäre (Edge of Darkness; Fernseh-Miniserie, 2 Folgen)
  • 1986: Paradise Postponed (Fernsehserie, 8 Folgen)
  • 1988: Raggedy – Eine Geschichte von Liebe, Flucht und Tod (The Raggedy Rawney)
  • 1991: Inspektor Morse (Fernsehserie, 1 Folge)
  • 1991: Heißer Verdacht (Fernseh-Miniserie, 2 Folgen)
  • 1992–1994: Love Hurts (Fernsehserie, 30 Folgen)
  • 1995: Eine englische Ehefrau (The English Wife; Fernsehfilm)
  • 1997: Amy Foster – Im Meer der Gefühle (Swept from the Sea)
  • 1997: Oscar Wilde (Wilde)
  • 1999: David Copperfield (Fernseh-Zweiteiler)
  • 1999: Kampf der Kobolde (The Magical Legend of the Leprechauns; Fernseh-Zweiteiler)
  • 2000: Gormenghast (Fernsehserie, 3 Folgen)
  • 2000–2011: My Family (Fernsehserie, 116 Folgen)
  • 2001: Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter and the Sorcerer's Stone)
  • 2005: Miss Marple: Ein Mord wird angekündigt (A Murder Is Announced)
  • 2005/2006: Doctor Who (Fernsehserie, 2 Folgen: Das Ende der Welt/Die Neue Erde)
  • 2006: Terry Pratchett’s Johnny and the Bomb (Dreiteiler)
  • 2005–2013: Agatha Christie’s Poirot (sechs Fernsehfilme)
  • 2011: My Week with Marilyn
  • 2015: Mr Selfridge (Fernsehserie, 10 Folgen)

Theaterauftritte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]