Adonisröschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adonisröschen
Adonis ramosa

Adonis ramosa

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Adonideae
Gattung: Adonisröschen
Wissenschaftlicher Name
Adonis
L.
Illustration von Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis).

Die Adonisröschen (Adonis) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die etwa 30 Arten umfasst. Beheimatet sind die Arten in Europa und den kühleren Regionen Asiens. Sie haben leuchtend rot oder gelb gefärbte Blüten und sind der nahe verwandten Gattung der Windröschen (Anemone) etwas ähnlich. Die Adonisröschen bevorzugen ein kühles Klima mit warmen Sommern und gedeihen am besten an einem geschützten, voll besonnten Platz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Adonisröschen wachsen als einjährige oder ausdauernde, krautige Pflanzen. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die aufrechten, manchmal verzweigten Stängel können behaart oder unbehaart sein. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite kann handförmig oder ein- bis dreifach fiederteilig sein, mit fadenförmigen Fiederblättchen. Die Blattränder sind meist glatt, selten gezähnt.

Die gestielten Blüten stehen meist einzeln und endständig ohne Hochblätter an den Stängelverzweigungen; selten stehen sie in einem wenigblütigen, endständigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf bis acht freien Kelchblätter sind mehr oder weniger grün und 6 bis 22 mm lang. Die 3 bis 24 freien Kronblätter sind 8 bis 35 mm lang; sie sind selten weiß, meist rot oder gelb, oft gestreift oder am Grund dunkel gefärbt. Nektarien fehlen. Es sind 15 bis 80 Staubblätter vorhanden mit dünnen Staubfäden. Es sind 20 bis 100 spiralig angeordnete, freie, oberständige Fruchtblätter vorhanden, die jeweils nur eine Samenanlage enthalten. Sie besitzen einen Griffel, der in einer erkennbaren, kleinen Narbe endet.

Adonisröschen-Arten besitzen einen walzenförmigen, 10 bis 40 mm langen Fruchtstand, dessen Achse je nach Art deutlich zu sehen ist oder nicht. Auf ihm sitzen spiralig angeordnet jeweils viele, kleine, ungestielte, fast kugelige Nussfrüchte. Auf den Früchten ist meist der Griffel noch gut erkennbar; er kann gerade oder stark gekrümmt sein.

[Bearbeiten] Herkunft des Namens

Nach der griechischen Mythologie sollen Adonisröschen aus den Tränen der Aphrodite entsprossen sein, als diese den Tod des Adonis beweinte und dann das Blut des sterbenden Adonis die Blüten rot färbte. Der Name bezieht sich also nicht auf die gelb blühenden Adonis-Arten sondern auf die blutrot blühenden Arten, wie Adonis aestivalis, Adonis annua und Adonis flammea.

Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) mit roten Blüten
Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea)

[Bearbeiten] Arten (Auswahl)

Es gibt etwa 30 bis 35 Adonis-Arten:

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Quellen

  • Fu Dezhi, Orbélia R. Robinson: Adonis. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press u.a., Beijing u.a. 2001, ISBN 1-930723-05-9, S. 389.  online (englisch).
  • Bruce D. Parfitt: Adonis. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae. Oxford University Press, New York u.a. 1997, ISBN 0-19-511246-6, S. 184.  online (englisch).
  • B. Richardson: Beschreibung in der Western Australian Flora (englisch).
  • Eintrag bei GRIN (englisch).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Adonisröschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Adonisröschen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen