Albaner See

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Albaner See
Albaner See
Albaner See
Geographische Lage Mittelitalien
Städte am Ufer Castel Gandolfo
Größere Städte in der Nähe Albano Laziale
Daten
Koordinaten 41° 45′ 0″ N, 12° 40′ 0″ O41.7512.666666666667291Koordinaten: 41° 45′ 0″ N, 12° 40′ 0″ O
Albaner See (Italien)
Albaner See
Höhe über Meeresspiegel 291 m s.l.m.
Fläche 6 km²dep1f5
Länge 3,5 kmf6
Breite 2,3 kmf7
Volumen 460 m³f8
Umfang 31,5 kmf9
Maximale Tiefe 170 mf10
Mittlere Tiefe 77 mf11
Albaner See (George Inness, 1869)

Der Albaner See (italienisch Lago Albano auch Lago di Castelgandolfo) ist ein See in den Albaner Bergen der mittelitalienischen Region Latium südöstlich von Rom. Er wird oft fälschlich als Krater eines Vulkans, des Komplexes des Vulcano Laziale, bezeichnet, ist jedoch ein kompliziert gebautes Maar, das sich in der Caldera eines alten Vulkans gebildet hat.[1] Er hat bei einem Umfang von etwa 10 km eine Fläche von 6 km². Der See ist bis zu 170 m tief. Der Wasserstand des Albaner Sees wird durch einen antiken Abflusstunnel geregelt, der (angeblich nach einem Spruch des Orakels von Delphi) 398 v. Chr. angelegt wurde. Durch den Monte Cavo wird der Albaner See vom benachbarten Nemisee getrennt.

Die so genannte Artemisio-Tuscolana-Caldera, in der sich später der Albaner See bildete, wurde während einer Ausbruchsperiode mit 6 großen, explosiven Eruptionen vor 560.000 sowie 350.000 Jahren gebildet. Das Ausbruchsvolumen betrug mindestens 280 Kubikkilometer. In dem Kraterkessel bildeten sich später neue Vulkangebäude und Krater durch phreatomagmatische Explosionen, und vor etwa 69.000 Jahren entstand der heutige Albaner See durch eine Maar-Explosion. Historische Meldungen über Ausbrüche in römischer Zeit sind unsicher, jedoch sind seismische Schwärme mit einer jeweiligen Dauer von bis zu 2 Jahren gesichert.[1]

Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Wasserspiegel des Sees deutlich gesunken. Der Grund dafür ist der große Wasserverbrauch der umliegenden Kommunen und der päpstlichen Gärten.

Namensgebend für den See ist die Stadt Albano Laziale, der See selbst gehört allerdings zum Gemeindegebiet von Castel Gandolfo.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Albaner See im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lago Albano – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien