Alexander Götz (Politiker)

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Alexander Götz (ca. 1987)

Alexander Götz (* 27. Februar 1928 in Graz) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ).

Leben[Bearbeiten]

Von 1964 bis 1983 war er FPÖ-Landesparteiobmann in der Steiermark, 1978/79 Bundesparteiobmann der FPÖ und 1979 FPÖ-Klubobmann im Nationalrat. Von 1964 bis 1973 war er Vizebürgermeister und danach bis 1983 Bürgermeister von Graz. Obwohl seine Partei 1973 mit Abstand nur drittstärkste Kraft war, wurde er mit den Stimmen der ÖVP in sein Amt gewählt. Zuvor erlitt die bis dahin in Graz absolut regierende SPÖ unter Bürgermeister Gustav Scherbaum eine schwere Niederlage, die vor allem von ihrem Festhalten an der "Eggenberger Trasse", der Führung der Pyhrn Autobahn mitten durch das Stadtgebiet herrührte. Neben den neu aufkommenden Bürgerinitiativen tat sich auch Götz als Gegner dieser Transitstrecke hervor. Bei der Gemeinderatswahl 1983 fiel die FPÖ von 14 auf 9 Mandate zurück, daraufhin musste er seine politische Karriere beenden. Er bekam die Geschäftsführung des Steiermärkischen Technologie-Beratungszentrums "TECHNOVA", die er bis 1993 innehatte, und war von 1983 bis 1997 Präsident der Grazer Messe International. Mit der FPÖ, zu deren Gründungsmitgliedern er zählte, kam es unter der Obmannschaft Jörg Haiders, der ihn zum Verzicht auf seine "Millionenpension" (circa 2½ Mio öS / ~ 200.000 € pro Jahr für seine Politiker- und Beamtenpension) aufforderte, zu einem Zerwürfnis. Der kampferprobte Steirer focht beim Verfassungsgericht den Eingriff in die Pensionsregelungen für Politiker an und bekam recht, die Stadt Graz musste 7 Mio öS / 500.000 € nachzahlen. Er verstieß damit gegen den von der Partei propagierten Privilegienabbau und wurde aus der FPÖ ausgeschlossen. Alexander Götz fand sich nicht damit ab. Er berief beim Parteigericht und setzte sich abermals durch. Der Ausschluss wurde rückgängig gemacht.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Wirtschaftsprobleme des Stadtverkehrs. [Mit Pl. u. Diagr.] Staatswiss. Diss., Graz 1958 Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek
  • Bundesparteitag 1978. Freiheitl. Bildungswerk, Wien 1978
  • Ergötzliches - ein Jahrzehnt als Grazer Bürgermeister. Stocker, Graz 1996

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)