Alexander Zach
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Alexander Zach (* 10. September 1976 in Wien) ist ein österreichischer Politiker und Mitglied des österreichischen Nationalrats sowie Initiator des Liberalen Instituts Österreich. Seit 2001 ist er Bundessprecher des Liberalen Forums.
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[Bearbeiten] Politisch frühes Engagement
Chefredakteur der Schülerzeitung und Schulsprecher im Wiener Bundesgymnasium 18 Klostergasse von 1992 bis 1995. Als Mitstreiter der parteiunabhängigen Liste Sapperlot errang diese auf Anhieb den Landesschulsprecher; Mitglied der Wiener AHS-Landesschülervertretung 1994-1995.
Die zwei erfolgreichsten Wahlgänge des LSF mit rund 10 Prozent, 1997 und 1999, führte Zach als LSF-Bundesgeschäftsführer; Mandatar in der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft ( vormals Zentralausschuss). Von 1998-2001 setzte sich Zach als liberaler Bezirksrat in Wien-Währing für ein "Parlament im Kleinen" ein.
Zach ist seit 2002 auch stellvertretender Vorsitzender der Liberalen Internationale (LI) und Vertreter des LIF im Council der Europäischen Liberalen Partei (ELDR).
[Bearbeiten] Bürgerrechte, Datenschutz
Nach der Matura engagierte sich Zach gegen Lauschangriff und Rasterfahndung in der überparteilichen Plattform Grundrechte; unterstützt von Grünen, LIF, ÖH, Arge Daten und anderen. Im Nationalrat machte er im Juni 2007 mit einer Anfrage erfolgreich mobil gegen die "verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung", mit der eine EU-Richtlinie schnell und in Übererfüllung umgesetzt werden sollte; im Oktober 2007 steht das Thema wieder auf der Tagesordnung des Parlaments. Zusammen mit der Arge Daten und dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte sammelt Zach Verbündete. Wenn auch auf einer anderen Ebene, gehört für Alexander Zach auch sonntags offen halten dürfen zu den Freiheiten von Konsumenten und Geschäftsinhaber. Die Angestellten sollen sonntags nur freiwillig arbeiten und nicht gezwungen werden dürfen.
[Bearbeiten] Grundeinkommen
Das bedingungslose Grundeinkommen für alle ist für Zach und das LIF das Fundament eines modernen Wohlfahrtsstaates. Mit 750 Euro im Monat soll es von täglicher Not befreien und zugleich der Teilnahme aller am sozialen und kulturellen Leben der offenen Gesellschaft die Grundlage geben; vor allem auch zum lebenslangen Lernen. Mit dem Chef der dm-Kette Götz Werner und anderen zusammen wirbt Zach für die breite Zustimmung zum Grundeinkommen. Das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung greift für Zach zu kurz. In der EU gibt es eine Initiative für das Grundeinkommen, das Zach für eine europäische Kooperation nutzen will.
[Bearbeiten] Parlament
Für die Nationalratswahl 2006 nahmen Zach und das LIF das Angebot eines Wahlbündnisses von Dr. Alfred Gusenbauer an. Alexander Zach kandidierte für das Liberale Forum im Wahlbündnis mit der SPÖ auf Platz 15 der sozialdemokratischen Bundesliste. Nach der Wahl zog er über diese in den Nationalrat ein. Zach ist Mitglied des SPÖ-Klubs, betont sein freies Mandat, unterliegt keinem Fraktionszwang und vertritt die Polik des Liberalen Forums. Diese Eigenständigkeit belegte er im ersten halben Jahr in mehreren Abstimmungen und Aktionen. Das LIF hat seit 1999 erstmals wieder eine Stimme im Parlament.
Zach ist Mitglied dreier Ausschüsse des Nationalrats: im Verkehrssausschuss, im Menschenrechtsausschuss sowie im Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie. Im Justiz- wie im Wirtschaftsausschuss ist Zach stellvertretendes Mitglied.
[Bearbeiten] Leben und Arbeit
Zach wuchs in Wien auf und absolvierte 1995 dort seine Matura, danach seine Ausbildung zum akademisch geprüften PR-Berater 1999; der Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit von 4 Semestern baut auf 2 Semestern Jus und 2 Semestern PoWi-Pub auf.
Zach ist seit 2007 verheiratet und lebt in Wien.
2002 bis Anfang 2006 war er geschäftsführender Gesellschafter eines Startups, der PR-Agentur Eurocontact (Wien und Budapest) mit vier Mitarbeitern.
[Bearbeiten] Spendenvorwurf
Während des Wahlkampfs zur Nationalratswahl 2006 berichtete der selbsternannte "EU-Aufdecker" Hans-Peter Martin von Parteispenden nach Ungarn. Zach habe von Parteifreund Hans-Peter Haselsteiner (Chef des Baukonzerns Strabag) rund 15 Mio. Euro Beraterhonorar für seine ehemalige Firma Eurocontact erhalten und einen Teil über einen Verein an ungarische Parteien gespendet. Schlussendlich stellte sich heraus, dass der Verein "Liberales Institut" Projekte politischer Akademien in Ungarn mit etwa 70.000 Euro unterstützt hatte, was auch der Vorsitzende der ungarischen SZDSZ bestätigte. Auch Haselsteiners Konzern bestätigte den Geldfluss: "Es sei der ausdrückliche Wunsch Haselsteiners gewesen, dass Eurocontact einen Teil des Honorars "zur Unterstützung der politischen Demokratie in Ungarn an parteinahe Vereine und Akademien spendet". Weiter nannte Martin den LIF-Chef einen "Waffenlobbyisten". Er hätte sich mit Eurocontact in Ungarn für die EADS betätigt. Zu diesem Vorwurf sagte ein Zach-Sprecher knapp: "Über Aktivitäten der Firma euro:contact, dürfe Zach keine Auskunft geben".
[Bearbeiten] Weblinks
- Biografie, Kontaktangaben und Debattenbeiträge ab 1996 von Alexander Zach im österreichischen Parlament
- http://www.alex-zach.at/
- Alexander Zach im Interview: „Wir sind jung und haben Zeit“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zach, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1976 |
| GEBURTSORT | Wien |

