Allan H. MacDonald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Allan Hugh MacDonald (* 1. Dezember 1951 in Antigonish, Nova Scotia) ist ein kanadischer theoretischer Festkörperphysiker.[1]

2007 erhielt er den Oliver E. Buckley Condensed Matter Prize für grundlegende experimentelle und theoretische Forschung zu korrelierten Vielelektronensystemen in niedrigen Dimensionen.[2] Außerdem erhielt er die Herzberg Medal der Canadian Association of Physicists. Er ist Fellow der American Physical Society.

MacDonald studierte an der Saint Francis Xavier University in Antigonish mit dem Bachelor-Abschluss 1973 sowie an der University of Toronto mit dem Master-Abschluss 1974 und der Promotion in Physik 1978 (On a relativistic density functional formation). Als Post-Doktorand war er am Ottawa Laboratory des National Research Council von Kanada, ab 1981 als festes Mitglied. 1987 bis 2000 war er Professor an der Indiana University und seit 2000 ist er Professor an der University of Texas at Austin. Er war Gastwissenschaftler an der ETH Zürich, dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und am Caltech.

Anfangs befasste er sich mit Dichtefunktionaltheorie mit Anwendung auf metallischen Magnetismus und relativistische Verallgemeinerung. Ab 1982 befasste er sich speziell mit dem (fraktionalen und ganzzahligen) Quantenhalleffekt (QHE). In den 2000er Jahren befasste er sich mit Spintronik, unter anderem ferromagnetischen Halbleitern, Wechselwirkung von magnetischen und Transporteigenschaften (Current induced Torque) und dem Spin-Hall-Effekt, und mit Graphen (u.a. QHE in Graphen).

Er ist seit 1974 verheiratet und hat zwei Kinder.

2012 erhielt er die Ernst-Mach-Ehrenmedaille.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004
  2. Offizielle Webseite zum Buckley Preis