Alonso Cano

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Alonso Cano

Alonso Cano (* 19. März 1601 in Granada; † 3. Oktober 1667 ebenda) war ein spanischer Maler, Bildhauer und Architekt.

Cano war in der Baukunst seines Vaters, in der Bildhauerkunst Juan Martínez Montañés und in der Malerei Francisco Pachecos' Schüler und hatte schon im 24. Lebensjahr in diesen drei Fächern Ausgezeichnetes geleistet, als er sich infolge eines Zweikampfes von Granada nach Madrid begab, wo er zum Oberaufseher über alle königlichen Gebäude und zum Hofmaler des Königs Philipp IV. ernannt wurde.

Vision de Hl.Johannes

Als in einer Untersuchung wegen der Ermordung seiner Gattin der Verdacht auf ihn fiel, floh er nach Valencia in ein Kartäuserkloster und trat hier in den geistlichen Stand ein. Der Einsamkeit bald müde, kehrte er nach Madrid zurück und stellte sich dem Gericht freiwillig mit dem stolzen Trostspruch: „Excellens in arte non debet mori“.

Man unterwarf ihn der Folter, von welcher man jedoch aus Achtung für sein Talent den rechten Arm ausschloss; aber alle Martern konnten ihm kein Geständnis erpressen. Als der König davon Kunde erhielt, schenkte er dem Künstler seine Gnade wieder und ernannte ihn zum Racionero (geistlichen Residenten) von Granada. Hier gründete Cano eine Malerschule, lebte in musterhafter Frömmigkeit.

Maria Verkündigung

Obgleich Cano nie in Italien gewesen war, so hatte er sich doch nach antiken Mustern gebildet. In seinen Gemälden zeigt er einen strengen Stil, der jedoch nicht der Anmut und Grazie entbehrt. Die meisten seiner durchweg religiösen Gemälde besitzt Sevilla; außerdem befinden sich mehrere im Museo del Prado in Madrid und in der Berliner Galerie.

Weitere Werke[Bearbeiten]

Der Tote durch einen Engel unterstützte Christus (1646-52); Öl auf der Leinwand; Muso del Prado in Madrid

Achtung[Bearbeiten]

Der Standort der Gemälde und Sammlungen bezieht sich auf das Jahr 1889. Diese können sich heute woanders befinden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alonso Cano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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