Amtsberge

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Amtsberge
Die Amtsberge zwischen Stadtoldendorf und Einbeck

Die Amtsberge zwischen Stadtoldendorf und Einbeck

Teil der Amtsberge; die mittlere Erhebung ist der Ort der Burgruine Hunnesrück (Blick aus Richtung Dassel)

Teil der Amtsberge; die mittlere Erhebung ist der Ort der Burgruine Hunnesrück (Blick aus Richtung Dassel)

Höchster Gipfel Belzer Berg (392,2 m ü. NN)
Lage Niedersachsen
Niedersächsisches Bergland Leinebergland, Weserbergland
Koordinaten 51° 50′ N, 9° 41′ O51.8333333333339.6833333333333392.2Koordinaten: 51° 50′ N, 9° 41′ O
Gestein Kalkstein, Mergel, Sandstein
Alter des Gesteins Muschelkalk, Keuper
p5

Die Amtsberge sind ein flächenmäßig kleiner, bis 392,2 m ü. NN hoher Höhenzug im südlichen Niedersachsen (Deutschland) bei Dassel.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der laubwaldreiche Höhenzug Amtsberge befindet sich direkt auf der Nahtstelle der Landkreise Northeim (überwiegender Teil der Amtsberge) und Holzminden (Nordwestteil der Amtsberge) sowie von Leinebergland im Osten und Weserbergland im Westen. Er liegt nordöstlich des Sollings, sodass er zu dessen Vorbergen gehört. Im Nord-Nordwesten der Amtsberge befindet sich der Homburgwald und im Nord-Nordosten der Höhenzug Elfas. Im Westen liegt der Höhenzug Holzberg, von dem er nur durch das kleine Tal des Teichbachs getrennt ist. Die nächstliegenden Städte sind Stadtoldendorf im Nordwesten und Dassel im Süden.

Innerhalb des Höhenzugs Amtsberge entspringen mehrere Bäche, die zu Zuflüssen von Weser und Leine werden. Die nordwestlichen Ausläufer der Amtsberge werden vom Oberlauf der in Richtung Nordwesten fließenden Lenne (ein östlicher Zufluss der Weser) passiert, die südlichen Ausläufer vom nach Südosten verlaufenden Mittellauf des Spüligbachs (nordwestlicher Zufluss der Ilme) und die östlichen durch Zufluss in den Mittellauf der Bewer.

Erhebungen[Bearbeiten]

Zu den Erhebungen der Amtsberge gehören − sortiert nach Höhe in Meter über Normalnull (NN):

  • Belzer Berg (392,2 m) *
  • Hatop (370,4 m)
  • Teichklippe (bis 350 m)
  • Wendeberg (343,6 m)

* ein trigonometrischem Punkt (auf 375,6 m) liegt am Nordwesthang des Belzer Bergs

Fließgewässer[Bearbeiten]

Zu den Fließgewässern in und an den Amtsbergen gehören:

  • Bewer (nordwestlicher Zufluss der Ilme)
  • Lenne (östlicher Zufluss der Weser)
  • Reißbach (westlicher Zufluss der Bewer)
  • Spüligbach (nordwestlicher Zufluss der Ilme)
  • Teichbach (nördlicher Zufluss des Spüligbachs)

Ortschaften[Bearbeiten]

Ortschaften in und an den Amtsbergen sind:

Name[Bearbeiten]

Johannes Krabbe nannte den Höhenzug in seiner Karte des Sollings 1603 "Hundesrucke", sodass man annahm, dies sei ein Hinweis auf die in der Form des Rückens eines Hundes gekrümmte Bergsilhouette. Vergleichbare Namen waren seit 1310 urkundlich auf die Burg Hunnesrück bezogen. Johannes Letzner hatte hier eine Schutzeinrichtung vor Hunnen vermutet.[1] Christian Gottfried Daniel Stein schrieb, der Name leite sich von Hünen her, die dort gewohnt hätten.[2]

Eine neuere etymologische Deutung nimmt eine Herkunft des Namens aus dem althochdeutschen Wort "huno" an; demnach wurde hier bereits zu karolingischer Zeit, als die Gegend im Suilbergau lag, ein Richteramt ausgeübt.[3][4]

Nach dem Abbruch der Burg Hunnesrück setzte sich der Bezug auf das Amt Hunnesrück durch.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Amtsberge gehören neben der Waldlandschaft die Teichklippe, die sich im Westteil des Höhenzugs zwischen Mackensen und Denkiehausen befindet, und die Ruine der Burg Hunnesrück oberhalb des Eselsteichs, die im Süden des Höhenzugs nördlich von Dassel zwischen Mackensen und Hunnesrück liegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. E. B.: Compendieuse Staats-Beschreibung Des Durchlauchtigen Welt-Kreises, Zweyter Theil, 1720, S. 140
  2. Christian Gottfried Daniel Stein: Geographisch-statistisches Zeitungs-, Post- und Comtoir-Lexicon: F - H, 1819, S. 452
  3. Hans-Norbert Mittendorf: Zur Kulturgeschichte des heutigen Dasseler Stadtgebietes im Spiegel alter Flurnamen, 1991, S. 130, 235
  4. Joseph Kehrein: Sammlung Alt- und Mitteldeutscher Wörter aus lateinischen Urkunden, 1863, S. 14