Anna Maria von Schürmann

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Anna Maria von Schürmann

Anna Maria von Schürmann, auch van Schu(u)rman (* 5. November 1607 in Köln; † 4. Mai 1678 in Wieuwerd, Westfriesland) war eine niederländisch-deutsche Universalgelehrte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Geboren wurde sie in Köln als Kind reformierter Eltern aus den Niederlanden. Seit 1623 lebte sie in Utrecht und blieb unverheiratet. Sie sprach und schrieb neun Sprachen: Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Lateinisch, Griechisch, Hebräisch, Syrisch / Aramäisch und Äthiopisch. Zudem war sie erfahren in der Stickerei, der Glasmalerei, der Holzschneiderei und Kupferstechkunst, eine Virtuosin in der Musik und arbeitete als Malerin, Dichterin, Geographin, Astronomin, Theologin, Pädagogin, Historikerin und Philosophin.

Religiös stand sie unter dem Einfluss von Gisbert Voetius und korrespondierte mit vielen Gelehrten, u.a. Gerardus Vossius und Christiaan Huygens. 1666 lernte sie Jean de Labadie kennen, dem sie als treue Anhängerin über Herford bis nach Altona folgte.

[Bearbeiten] Werke

  • Amica dissertatio inter Annam Mariam Schurmanniam et Andr. Rivetum de capacitate ingenii muliebris ad scientias, Paris 1638, deutsch unter dem Titel Darf eine christliche Frau studieren? von Adele Osterloh
  • Opuscula hebraica, graeca, latina, gallica, prosaica et metrica, Leiden 1648
  • Pensées sur la Réformation nécessaire à présent à l'Eglise de Christ, Amsterdam 1669
  • Ευκληρία seu melioris partis electio, Altona 1673

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Spang: Wenn sie ein Mann wäre. Leben und Werk der Anna Maria van Schurmann (1607-1678). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2009.
  • Paul Tschackert: Anna Maria von Schürmann. Vortrag, 1876 (PDF)

[Bearbeiten] Weblinks

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