Anouschka Renzi

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Anouschka Renzi

Anouschka Renzi (* 6. August 1964 in Berlin; bürgerlich Anouschka Hubschmid) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Anouschka Renzi ist die Tochter von Eva Renzi und einem Bolivianer. Nach der Heirat ihrer Mutter mit dem Schauspieler Paul Hubschmid wurde sie von diesem adoptiert.

Renzi wuchs in Südfrankreich auf, infolge der Schauspielkarriere ihrer Mutter war ihre Kindheit von häufigen Wohnortwechseln geprägt. So soll sie insgesamt elf verschiedene Schulen besucht haben. 1981, im Alter von 17 Jahren, stand Renzi das erste Mal auf einer Theaterbühne in Berlin. Im selben Jahr zog sie nach New York, um Schauspielunterricht am dortigen Lee Strasberg Institute zu nehmen. Danach war sie in zahlreichen Fernsehproduktionen, Kinofilmen und Theaterinszenierungen zu sehen. 1988 wurde bei Teldec der von ihr gesungene Synthie-Pop-Titel Robot Love veröffentlicht.

1995 heiratete sie den Schauspieler Jochen Horst, im Frühjahr 1998 kam die gemeinsame Tochter zur Welt.[1] Das Paar trennte sich 1998 und ließ sich 2000 scheiden. Mittlerweile ist Renzi wieder verheiratet.

Die Entertainerin Désirée Nick griff den Sachverhalt von Renzis Schönheitsoperationen, über welche sie selbst vorhergehend offen und ehrlich Stellung genommen hatte, auf und Nick verarbeitete ihn öffentlichkeitswirksam in ihrer Varietéshow, nachdem sich Renzi im September 2003 zum zweiten Mal für das Herrenmagazin Playboy ablichten ließ. Bereits 1985 waren Aktaufnahmen für die Novemberausgabe des Magazins entstanden.[2] Beide Male war Renzi auf der Titelseite abgebildet.

Anfang 2004 erwirkte Renzi eine einstweilige Verfügung gegen Désirée Nick,[3] mit der ihr sechs Äußerungen über angebliche Schönheitsoperationen bei Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 Euro untersagt wurden. Nick legte Rechtsmittel ein, es folgte ein monatelanger öffentlichkeitswirksamer Streit, über den Renzi urteilte, dass es ein Fehler gewesen sei, überhaupt auf Nicks Äußerungen eingegangen zu sein und dieser damit eine öffentliche Werbeplattform für sich und ihr Kabarettprogramm geboten zu haben. Der Streit wurde schließlich beendet, die Verfügung aufgehoben und ein Vergleich geschlossen, über den Stillschweigen vereinbart wurde. Beide Frauen würden sich bei einem Treffen um Aussöhnung bemühen und sich zum Vorgefallenen nicht mehr äußern.[4]

Filmographie[Bearbeiten]

Kino
  • 1985: Das Wunder
  • 1985: Die Küken kommen
  • 1986: Rotlicht!
  • 1990: Der doppelte Nötzli
  • 1991: Erfolg
  • 1992: Undine
  • 1999: Kiss Me!
  • 2012: Das Missen-Massaker
Fernsehen
Theater
  • 1985–1988: Festes Engagement am Schauspielhaus Hamburg, u.a. Zusammenarbeit mit Peter Zadek und Andrew Carr
  • 1991: Theatre de Odeon Maß für Maß (Rolle: Juliette, Regie: Peter Zadek)
  • 1992: Schauspielhaus Zürich, Genf, Basel und Brüssel Die Geschichte Europas (Hauptrolle: Rosa Luxemburg, Regie: Jean-Claude Armyl)
  • 1997: Tourneetheater Erich Kuhnen Lulu (Rolle: Lulu, Regie: Helmut Srauss)
  • 2000: Tourneetheater Erich Kuhnen Cyprlenne (Hauptrolle)
  • 2002/2003: Theater am Kurfürstendamm in Liebe, List und Leidenschaft (Rolle: Beatrice, Regie: Michael Wedekind) und Dinner Party (Regie: Michael Wedekind)
  • 2004–2006: Berliner Ensemble mit dem Stück Peer Gynt (Rolle: Anitra, Regie: Peter Zadek)
  • 2006: Theater an der Kö: Vier Frauen und ein Unfall
  • 2007: Nibelungen-Festspiele Worms Die letzten Tage von Burgund (Rolle: Sylva, Regie: Dieter Wedel)
  • 2007: Schauspiel Bonn Hedda Gabler (Hauptrolle: Hedda, Regie: Arie Singer)
  • 2008: Nibelungen-Festspiele Worms Die letzten Tage von Burgund (Rolle: Sylva, Regie: Dieter Wedel)
  • 2009: Mondscheintarif
  • 2011: Nibelungen-Festspiele Worms Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer genannt "Jud Süß" (Rolle: Frau von Götz, Intendant, Regisseur und Autor: Dieter Wedel)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Anouschka Renzi: "Das perfekte Promi-Dinner" vom 1. April 2012 auf VOX.de vom 1. April 2012
  2. Anouschka Renzi in Der Spiegel, Ausgabe 45/1985 vom 4. November 1985
  3. Der "Zickenkrieg" ging vor Gericht / Desirée Nick und Anouschka Renzi könnten sich einigen: Nie wieder Katzenklappen in Berliner Zeitung vom 24. März 2004
  4. Der Rest ist Schweigen in Berliner Zeitung vom 31. März 2004

Weblinks[Bearbeiten]