Peter Zadek
Peter Zadek (* 19. Mai 1926 in Berlin-Wilmersdorf; † 30. Juli 2009 in Hamburg) war ein deutscher Regisseur und Theater-Intendant am Schauspielhaus Bochum (1971 bis 1975) und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (1985 bis 1989). Darüber hinaus führte er Regie an allen maßgeblichen deutschsprachigen Bühnen. Theatergeschichte schrieben insbesondere seine unkonventionellen Inszenierungen von Shakespeare, der neben Tschechow und Ibsen von ihm zum „Theatergott" erhoben wurde.[1]
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Leben [Bearbeiten]
Peter Zadek wurde in Berlin als Sohn einer bürgerlichen, reformiert jüdischen Familie geboren, sein Vater war Kaufmann und seine Mutter stammte aus einer „reichen, gutbürgerlichen Bankiersfamilie“.[2] Da seine Mutter gerne in Berlin geblieben wäre, lockte sie ihr Mann 1933 mit dem Vorwand nach London, dort ihre Ferien gemeinsam zu verbringen.[2] Nach Beginn des Bombenkrieges gingen sie ins ruhigere Oxford. Während der Ausbildung zum Lehrer kam er in Kontakt mit einem Amateurtheater, was in ihm den Wunsch erweckte, Regisseur zu werden. Er begann eine Regieausbildung in London und mit 21 Jahren hatte seine erste Inszenierung von Oscar Wildes Salome in London Premiere. Nach dem Studium begann er an zahlreichen Theatern in der britischen Provinz zu inszenieren. Im walisischen Swansea und Pontypridd hatte er Engagements als Regisseur mit der Verpflichtung, wöchentlich eine neue Inszenierung herauszubringen. 1958 erhielt er eine Einladung des Theaters am Dom in Köln und reiste zum ersten Mal nach seiner Emigration wieder nach Deutschland. Dort lernte er den deutschen Regisseur und Theaterleiter Kurt Hübner kennen, der ihn nach Ulm holte und später mit ihm in Bremen in den 1960er-Jahren für Furore sorgte mit dem so genannten „Bremer Stil“, der vor allem durch die wilden Inszenierungen Zadeks und die Bühnenbilder des Malers Wilfried Minks geprägt wurde. Mit Minks arbeitete Zadek seit seiner Zeit in Ulm zusammen.
In Ulm sorgte seine erste Inszenierung von Shakespeares Der Kaufmann von Venedig für Aufsehen, da aufgrund der negativen Darstellung des Juden Shylock dem Juden Zadek Antisemitismus vorgeworfen wurde. Zadek entgegnete den Vorwürfen: „Solange die Deutschen nicht die schlechten Seiten von Juden aussprechen, haben sie nicht begonnen, sich mit ihrem Antisemitismus auseinanderzusetzen.“
Die herausragenden Arbeiten unter Kurt Hübner in Bremen waren seine Inszenierungen Frühlings Erwachen von Frank Wedekind und Die Räuber von Friedrich Schiller, die den Geist und die revolutionäre Atmosphäre von 1968 bereits vorwegnahmen. Neben Peter Zadek arbeitete auch der junge Peter Stein als Regisseur in Bremen und so wurde dieses kleine Theater zu einem der wichtigsten Theater seiner Zeit in Deutschland.
Die Erfolge in Bremen führten zu seiner ersten Intendanz am Schauspielhaus Bochum von 1972 bis 1979. Hier begann seine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Protagonisten seiner spektakulärsten Inszenierungen: Ulrich Wildgruber. Wildgruber war bis zu seinem Tode in allen großen Shakespeare-Rollen unter Zadeks Regie zu sehen. Es zeigte sich aber auch, dass Zadek mit der Führung eines Theaters und den damit verbundenen bürokratischen Tätigkeiten überfordert war, und er ließ sich erst nach langjähriger Tätigkeit als freier Regisseur wieder auf das Abenteuer einer Intendanz (ab 18. Dezember 1984) am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ein, an dem er bereits einige Jahre zuvor u. a. Shakespeares Othello in einer umstrittenen Aufführung inszeniert hatte, ein Stück das Zadek als Absage an das Kulturtheater empfand.
1979 beginnt seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Künstler Johannes Grützke, der für seine Berliner Inszenierung im Schillertheater der Revue Jeder stirbt für sich allein nach Hans Fallada die Bühnenbild- und Prospektentwürfe fertigt. 1983 entwirft Grützke das Bühnenbild und die Kostüme für Zadeks Inszenierung der Oper Hochzeit des Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart im Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. 1985 wird Grützke schließlich künstlerischer Berater von Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, eine Tätigkeit, die er bis 1988 ausübt.
1987 sorgte Zadek mit der Inszenierung des Musicals Andi für einen handfesten Skandal: Er engagierte als Musiker die Einstürzenden Neubauten aus Berlin, die kompromisslos sämtliche Aktion auf der Bühne übertönten, so dass sich das Theater dazu entschloss, Ohrenschützer zu verteilen und jede Haftung für gesundheitliche Schäden von vorneherein zurückzuweisen.[3]
Mit der Premiere der erstmals in der Urfassung aufgeführten Lulu von Wedekind erreicht er 1988 dort seinen größten Erfolg und erhält den Fritz-Kortner-Preis (zudem Wahl zur Aufführung des Jahres, sowie Susanne Lothar Schauspielerin und Ulrich Wildgruber Schauspieler des Jahres). Bereits im Jahr darauf scheidet er im Unfrieden vom Haus.
In Bochum brachte er 1973 seine zweite Interpretation vom Kaufmann von Venedig, dem 1988 noch eine dritte am Wiener Burgtheater – Zadeks Debüt an diesem Theater – folgte, heraus und kreierte eine in Deutschland neue Form der Theaterrevue. Seit 1990 war Peter Zadek an allen großen deutschsprachigen Bühnen als freier Regisseur tätig. Seine Inszenierungen stießen immer wieder auf fast kultartige Zustimmung sowie auf inbrünstige Ablehnung. Zadek verstieß in seinen Inszenierungen immer wieder gegen gesellschaftliche Konventionen und Theaterkonventionen. Er arbeitete häufig experimentell und war somit immer überraschend. Ein Schwerpunkt war jedoch immer wieder die Psychologie der Figuren, für die er den Schauspielern viel abverlangte. Zuletzt zu begutachten war er am Berliner Ensemble mit seiner Sichtweise des Peer Gynt von Henrik Ibsen (2004). 2005 gründete er mit Tom Stromberg die Theaterproduktionsfirma my way Production. Erste Produktion sollte William Shakespeares Was ihr wollt sein.
Außerhalb seiner Theaterarbeit wagte er sich zweimal an Kinofilme heran: 1969 Ich bin ein Elefant, Madame und 1983 Die wilden Fünfziger nach dem Roman Hurra, wir leben noch von Johannes Mario Simmel.
Im Oktober 2012 wurde das rund 35 Regalmeter Aufzeichnungen umfassende Peter Zadek-Archiv in der Akademie der Künste in Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[4]
Ehrungen [Bearbeiten]
Zadek erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen und wurde mehrfach von den Kritikern von Theater heute zum Regisseur des Jahres gewählt. 2002 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit 21 Einladungen zum Berliner Theatertreffen ist er der Regisseur, der die meisten Einladungen zu diesem wichtigsten Theaterfestival in Deutschland erhielt. 2006 erhielt er die Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Hamburg. Gemeinsam mit dem kanadischen Regisseur Robert Lepage sollte Zadek 2007 den Europäischen Theaterpreis erhalten. Zadek sagte jedoch seine Teilnahme an der Preisverleihung aufgrund von Probenarbeiten und Erkrankung kurzfristig ab. Die Jury entschied daraufhin, Preis und Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro in Gänze Robert Lepage zu überreichen. Das Preisgeld sollte der my way-Produktion von Was ihr wollt zugutekommen. Als Zadek kurz nach der Bekanntgabe des Preisgeldentzuges in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert wurde, meldete das Unternehmen Insolvenz an. Das Stück sollte ursprünglich bei den Wiener Festwochen Premiere haben und später auf der RuhrTriennale in Bochum gezeigt werden. 2008 wurde er bei der Nestroy-Verleihung mit dem Nestroy für das Lebenswerk ausgezeichnet. Nach seinem Tod würdigte ihn der Schauspieler Gert Voss: „Er hat einen Schauspieler davon befreit, sich zu verstellen und ihn dazu gebracht, sich zu enthüllen.“[5] In einem Kondolenzschreiben an seine langjährige Lebensgefährtin Elisabeth Plessen würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Verstorbenen wie folgt: „Mit unermüdlicher kreativer Energie hat Peter Zadek über Jahrzehnte hinweg insbesondere das Theater im deutschen Sprachraum durch seine Inszenierungen bereichert und geprägt. Immer gelang es ihm, sein Publikum tief zu berühren.“[6]
In Bremen wurde 2010 ein Platz nach Peter Zadek benannt.[7]
Privatleben [Bearbeiten]
Privat war Peter Zadek seit 1980 mit der Schriftstellerin und Übersetzerin Elisabeth Plessen liiert, die unter anderem für ihn neue Übersetzungen zu seinen Shakespeare-Inszenierungen beisteuerte, die dadurch eine neue Frische erhielten und wesentlichen Anteil am Erfolg der Inszenierungen hatten.
Peter Zadek ist Vater zweier Kinder, an deren Erziehung er sich jedoch nicht beteiligt hat, da er sich nicht imstande sah, dies mit seinem Theaterberuf in Einklang zu bringen. Zadek sah seine Schauspieler, einen kleinen festen Stamm von rund 15 bis 20 Akteuren, zu denen unter anderen Eva Mattes, Angela Winkler und Susanne Lothar sowie Ulrich Wildgruber, Ulrich Tukur, Uwe Bohm, Paulus Manker, Hermann Lause und Gert Voss gehörten, als seine eigentliche Familie an, die er nach eigener Aussage besser kannte als seine Angehörigen. Peter Zadek entdeckte u. a. Rosel Zech, die später zu den bedeutenden Schauspielerinnen des deutschsprachigen Films gehörte.
Von sich hat er einmal gesagt: Wenn man ihn frage, wer er sei, könne er nur sagen, er sei Jude, denn etwas anderes falle ihm nicht mehr ein; vielleicht noch Peter Zadek.[8]
Inszenierungen [Bearbeiten]
- 1957: Der Balkon von Jean Genet, London
- 1961: Der Kaufmann von Venedig von Shakespeare, Ulmer Theater, mit Norbert Kappen
- 1963: Ein Sommernachtstraum von Shakespeare, Bremer Theater
- 1965: Frühlings Erwachen von Frank Wedekind, Bremer Theater, Bühnenbild Wilfried Minks, mit Bruno Ganz, Vladim Glowna
- 1966: Die Räuber von Friedrich Schiller, Bremer Theater, Bühnenbild Wilfried Minks, mit Bruno Ganz, Edith Clever
- 1967: Maß für Maß von Shakespeare, Bremer Theater, Bühnenbild Wilfried Minks, mit Edith Clever, Jutta Lampe
- 1972: Kleiner Mann, was nun? nach Hans Fallada, Schauspielhaus Bochum, mit Tana Schanzara
- 1973: Die Möwe von Anton P. Tschechow, Schauspielhaus Bochum, mit Rosel Zech, Hermann Lause, Ulrich Wildgruber, Lola Müthel, Brigitte Janner, Hans Mahnke
- 1974: König Lear von Shakespeare, Schauspielhaus Bochum, mit Ulrich Wildgruber
- 1975: Die Wildente von Henrik Ibsen, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, mit Hans-Michael Rehberg, Eva Mattes
- 1976: Othello von Shakespeare (Übersetzung von Erich Fried), Deutsches Schauspielhaus Hamburg, mit Ulrich Wildgruber, Heinrich Giskes, Eva Mattes, Christa Berndl, Dietrich Mattausch
- 1977: Hedda Gabler von Henrik Ibsen, Schauspielhaus Bochum, mit Rosel Zech, Hermann Lause, Ulrich Wildgruber, Fritz Schediwy, Carola Regnier
- 1977: Hamlet von Shakespeare, Schauspielhaus Bochum mit Ulrich Wildgruber, Eva Mattes, Ilse Ritter, Hermann Lause, Friedrich-Karl Praetorius, Knut Koch, Elisabeth Stepanek, Carola Regnier, Ernst Konarek
- 1980: Bunbury von Oscar Wilde, Theater der Freien Volksbühne Berlin, mit Ulrich Wildgruber, Sona MacDonald
- 1980: Der Widerspenstigen Zähmung von Shakespeare, Theater der Freien Volksbühne Berlin, mit Eva Mattes, Ulrich Wildgruber, Ruth Olafs
- 1981: Jeder stirbt für sich allein nach Hans Fallada, Schiller-Theater Berlin, mit Otto Sander, Bernhard Minetti
- 1983: Baumeister Solneß von Henrik Ibsen, Bayerisches Staatsschauspiel München, mit Hans-Michael Rehberg, Barbara Sukowa, Paulus Manker, Annemarie Düringer, Toni Berger
- 1984: Yerma von Federico García Lorca, Münchner Kammerspiele, mit Jutta Hoffmann, Jurai Kukura, Eva Mattes, Christian Redl, Irene Clarin
- 1984: Ghetto von Joshua Sobol, Theater der Freien Volksbühne Berlin; Deutsches Schauspielhaus, Hamburg, Bühne: Johannes Grützke, Musik: Peer Raben, mit Michael Degen, Ulrich Tukur, Esther Ofarim, Giora Feidman, Otto Tausig, Hermann Lause, Ernst Jacobi
- 1987: Andi, Musical nach Kai Hermann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, mit Uwe Bohm, Susanne Lothar, Heinz Schubert, Jutta Hofmann, Christian Redl und den Einstürzenden Neubauten (Musik)
- 1988: Der Kaufmann von Venedig von Shakespeare, Wiener Burgtheater, Bühnenbild Wilfried Minks, Musik Luciano Berio, mit Gert Voss, Ignaz Kirchner, Eva Mattes, Friedrich-Karl Praetorius/Paulus Manker, Pavel Landovsky, Urs Hefti, Uwe Bohm
- 1988: Lulu von Frank Wedekind, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, mit Susanne Lothar, Ulrich Wildgruber, Ulrich Tukur, Uwe Bohm, Heinz Schubert, Paulus Manker, Jutta Hoffmann, Matthias Fuchs, Uwe Bohm
- 1996: Iwanow von Anton P. Tschechow, Burgtheater (Akademietheater), mit Gert Voss, Ignaz Kirchner, Angela Winkler, Anne Bennent, Hans-Michael Rehberg, Martin Schwab, Urs Hefti, Uwe Bohm
- 1996: Der Kirschgarten von Anton P. Tschechow, Burgtheater (Akademietheater), mit Angela Winkler, Josef Bierbichler, Ulrich Wildgruber, Hermann Lause, Eva Mattes, Teresa Hübchen, Urs Hefti, Annemarie Düringer
- 1998: Alice im Wunderland mit Deborah Kaufmann, Axel Milberg, Thomas Holtzmann, Paulus Manker, Christa Berndl, Lambert Hamel, Jörg Hube, Horst Koterba, Doris Schade, Sibylle Canonica, Tankred Dorst
- 1997: Richard III. von Shakespeare, Wiener Festwochen, MuseumsQuartier mit Paulus Manker, Axel Milberg, Sibylle Canonica, Sylvester Groth, Christa Berndl, Doris Schade
- 1998: Gesäubert von Sarah Kane, Hamburger Kammerspiele, mit Ulrich Mühe, Uwe Bohm, August Diehl, Susanne Lothar, Knut Koch, Gabi Hertz
- 1999: Hamlet von Shakespeare, Wiener Festwochen (Volkstheater), mit Angela Winkler, Ulrich Wildgruber/Paulus Manker, Klaus Pohl, Eva Mattes, Otto Sander, Annett Renneberg, Hermann Lause, Uwe Bohm
- 2000: Rosmersholm von Henrik Ibsen, Burgtheater (Akademietheater), mit Gert Voss, Angela Winkler, Peter Fitz, Otto Schenk – (Nestroy-Theaterpreis für die Beste Regie; plus 2 weitere Nestroys u. a. Beste deutschsprachige Aufführung)
- 2001: Der Jude von Malta von Christopher Marlowe, Burgtheater, mit Gert Voss, Uwe Bohm, Ignaz Kirchner, Christine Kaufmann, Dietrich Mattausch, Paulus Manker, Peter Kern, Elisabeth Orth
- 2001: Bash – Stücke der letzten Tage von Neil LaBute, Hamburger Kammerspiele, mit Ben Becker, Uwe Bohm und Judith Engel
- 2003: Die Nacht des Leguan von Tennessee Williams, Burgtheater (Akademietheater), mit Angela Winkler, Eva Mattes, Ulrich Tukur
- 2003: Mutter Courage von Bertolt Brecht, Deutsches Theater Berlin mit Angela Winkler, Vadim Gowna
- 2004: Peer Gynt von Henrik Ibsen, Berliner Ensemble mit Uwe Bohm, Annett Renneberg, Angela Winkler, Anouscha Renzi, Deborah Kaufmann
- 2005: Der Totentanz von August Strindberg, Burgtheater/Wiener Festwochen mit Gert Voss, Hannelore Hoger, Peter Simonischek, Johanna Wokalek, Philipp Hauss
- 2006: Der bittere Honig von Shelagh Delaney, St.-Pauli-Theater, Hamburg mit Julia Jentsch, Eva Mattes, Uwe Bohm, Karl Wesseler
- 2008: Nackt von Luigi Pirandello, St. Pauli Theater, Hamburg mit Annett Renneberg, F.K. Praetorius, Brigitte Janner, Nikolai Kinski
- 2009: Major Barbara von George Bernard Shaw, Schauspielhaus Zürich, mit Julia Jentsch, Nicole Heesters, Jutta Lampe, Robert Hunger-Bühler, August Diehl
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1961: Die Kurve (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1963: Die Mondvögel (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1964: Die Stühle (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1965: Held Henry (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1965: Der Nebbich (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1965: Intercontinental-Express (Fernsehserie) – Regie: Peter Zadek
- 1968: Rotmord (Fernsehspiel) – Regie: Peter Zadek (Prix Italia 1969)
- 1969: Ich bin ein Elefant, Madame (Kino) – Regie: Peter Zadek (Silberner Bär auf der Berlinale 1969)
- 1971: Der Pott (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1972: Van der Valk und das Mädchen (TV) – Regie: Peter Zadek
- 1975: Eiszeit – Regie: Peter Zadek (Teilnahme am Wettbewerb der Berlinale 1975)
- 1983: Die wilden Fünfziger (Kino) – Regie: Peter Zadek nach Johannes Mario Simmel
- 1984: Baumeister Solness (TV) – Regie: Peter Zadek
- 2005: Peter Zadek inszeniert Peer Gynt – Dokumentarfilm von Alexander Nanau
- 2009: Peter Zadek inszeniert Major Barbara - Dokumentarfilm von Roland Steiner
Schriften [Bearbeiten]
- Das wilde Ufer. Ein Theaterbuch. Erweiterte Neuausgabe, Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, 350 S., Ill., ISBN 3-462-02386-1
- My Way. Eine Autobiografie. 1926 bis 1969. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-03440-5
- Die heißen Jahre: 1970–1980. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2006, 425 S., ISBN 978-3-462-03694-7
- Menschen Löwen Adler Rebhühner. Theaterregie. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2003, 269 S., ISBN 3-462-03248-8
- Die Wanderjahre: 1980–2009. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2010, ISBN 978-3-462-04201-6
Literatur [Bearbeiten]
- Volker Canaris: Peter Zadek – Der Theatermann und Filmemacher. Hanser, München 1979, ISBN 3-446-12853-0
- ders.: Ein Volkstheater? (zu Zadeks Revue: Kleiner Mann – was nun? in Bochum mit Tankred Dorst) aus Theater heute H. 11, 1972; wieder in Spectaculum 18, Suhrkamp, Frankfurt 1973, S. 339–342
- Mechthild Lange: Regie im Theater: Peter Zadek. Fischer TB, Frankfurt 1988, 167 S., Ill., ISBN 3-596-27125-8, mit Inszenierungsverzeichnis
- Ivan Nagel: Kortner, Zadek, Stein. Hanser, München 1989, ISBN 3-446-15739-5
- Klaus Dermutz: Die Außenseiter-Welten des Peter Zadek. Residenz, Salzburg 2001, Edition Burgtheater, ISBN 3-7017-1243-3
- Klaus Dermutz (Hrsg.): Peter Zadek. His Way. Henschel, Berlin 2006, ISBN 3-89487-540-2.
- Klaus Dermutz: Nahaufnahme Peter Zadek – Gespräche mit Klaus Dermutz. Alexander Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89581-163-0
- Peter Zadek: My way : eine Autobiographie 1926–1969. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03440-5
- Peter Zadek mit Helge Malchow: Peter Zadek: die Wanderjahre 1980–2009. Kiepenheuer & Witsch, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-462-04201-6
- Klaus Völker: Peter Zadek. Mit dem „Fertigen“ gab er sich nicht zufrieden. Hentrich & Hentrich, Berlin 2011, ISBN 978-3-941450-18-9
Dokumentationen [Bearbeiten]
- Peter Zadek – Mein Leben. Doku-Portrait, Deutschland, 2007, 45 Min., Buch und Regie: Jean Boué, Produktion: Macroscope Film, ZDF, arte, Inhaltsangabe von arte
- Peter Zadek inszeniert Peer Gynt. Deutschland, 2006, 90 Min., Buch und Regie: Alexander Nanau
- Ich bin ein Emigrant, Madame. Dokumentation, Deutschland, 2001, Buch und Regie: Klaus Dermutz und Benedikt Gondolf, Produktion: ZDFtheaterkanal, Erstsendung: 19. Mai 2001, Besprechung
- Zeugen des Jahrhunderts. Peter Zadek. Deutschland, Gespräch, 1998, 70 Min., mit Benedikt Gondolf, Produktion: ZDF, Ankündigung
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ ndrkultur.de Nachruf
- ↑ a b Klaus Dermutz: Die Zeit, Nr. 2, 1995, Interview mit Peter Zadek
- ↑ Der Spiegel, 2. März 1987: Wer backt, wird mehlig!
- ↑ http://www.adk.de/de/blog/index.htm?we_objectID=31270 Homepage Akademie der Künste AdK-Blog 24. September 2012, abgerufen am 3. Oktober 2012
- ↑ „Stimmen zum Tod von Peter Zadek“, Tagesspiegel, 30. Juli 2009
- ↑ Peter Zadek ist tot. In: freiepresse.de, vom 30. Juli 2009
- ↑ Bremen hat jetzt einen „Peter-Zadek-Platz“. Freie Hansestadt Bremen, Pressestelle des Senats, 22. Juni 2010, abgerufen am 22. Juni 2010.
- ↑ vgl. WDR 3 vom 30. Juli 2009
Weblinks [Bearbeiten]
- Peter Zadek: 50 Regisseure im deutschsprachigen Theater, Goethe-Institut
- Literatur von und über Peter Zadek im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Peter Zadek in der Internet Movie Database (englisch)
- Peter Zadek im Alexander Verlag
- „Shakespeares Pirat, Freibeuter des Mehrs“, FAZ, 30. Juli 2009, von Gerhard Stadelmaier
- Entertainer und Menschenkenner, Zum Tod des deutschen Theaterregisseurs Peter Zadek, NZZ, 31. Juli 2009, Martin Krumbholz
2000: Luc Bondy | 2001: Peter Zadek | 2002: Michael Schottenberg | 2003: Andrea Breth | 2004: Stephan Kimmig | 2005: Christoph Marthaler | 2006: Karin Beier | 2007: Grzegorz Jarzyna | 2008: Stefan Bachmann | 2009: Martin Kušej | 2010: Alvis Hermanis | 2011: Andrea Breth | 2012: Stephanie Mohr
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zadek, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1926 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 30. Juli 2009 |
| STERBEORT | Hamburg |