Aqtöbe
| Aqtöbe Ақтөбе |
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| Staat: | ||
| Gebiet: | Aqtöbe | |
| Gegründet: | 1869 | |
| Koordinaten: | 50° 18′ N, 57° 11′ O50.29416666666757.179166666667219Koordinaten: 50° 17′ 39″ N, 57° 10′ 45″ O | |
| Höhe: | 219 m | |
| Fläche: | 400 km² | |
| Einwohner: | 280.200 (2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 701 Einwohner je km² | |
| Zeitzone: | WKST (UTC+5) | |
| Telefonvorwahl: | (+7) 7132 | |
| Postleitzahl: | 030000 | |
| Kfz-Kennzeichen: | D | |
| Gemeindeart: | Gebietshauptstadt | |
| Äkim (Bürgermeister) : | Archimed Muchambetow | |
| Webpräsenz: | ||
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Aqtöbe (kasachisch Ақтөбе; russisch Актобе, ehemals Актюбинск/Aktjubinsk; wörtlich übersetzt ‚weißer Hügel‘) ist eine Stadt im nordwestlichen Kasachstan unweit der Grenze zu Russland. Sie ist Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes und liegt am linken Ural-Nebenfluss Ilek.
Inhaltsverzeichnis |
Bevölkerung [Bearbeiten]
In Aqtöbe leben rund 367 220 Einwohner (2012).
Geschichte [Bearbeiten]
Aqtöbe wurde im Jahr 1869 gegründet; ihr russischer Name war Aktjubinsk. Wegen der nahe gelegenen Erzlagerstätten haben sich dort für die Stadt sehr bedeutende Eisenlegierungs- und Chromindustrien angesiedelt. Durch die Expansion der metallurgischen Industrie während des Zweiten Weltkrieges wuchs die Stadt in dieser Zeit schnell. In Aqtöbe bestand das Kriegsgefangenenlager 222, Aktjubinsk, für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Ein Gedenkkreuz für die Toten des Lagers befindet sich oberhalb des Ortsteiles Kirpitschny.
Im Mai 2011 fanden in Aqtöbe zwei Selbstmordanschläge auf einen Sitz der Sicherheitskräfte statt. Der zweite Anschlag war am 24. Mai und der erste etwa eine Woche zuvor.[3]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Zwischen der Stadt Aqtöbe und der Stadt Sehnde in der Region Hannover, Niedersachsen, Deutschland besteht seit den 1990er Jahren eine Städtepartnerschaft, die durch mehrere Austauschprogramme gefestigt wurde. Aufgrund der Entfernungen der beiden Orte und der Veränderungen in Kasachstan wird diese Partnerschaft zwischenzeitlich nicht weiter betrieben (Quelle: Stadt Sehnde).
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Nach der Unabhängigkeit hat sich Aqtöbe zu einem Zentrum der Ölindustrie entwickelt. Aqtöbe ist das administrative Zentrum für ein halbes Dutzend kasachischer und internationaler Ölgesellschaften, die die z. T. großen Ölfelder in der Aqtöbe Oblast entwickeln. Hier hat sich unter anderem die China National Petroleum Corporation mit einem Tochterunternehmen niedergelassen. Auch Dienstleister haben sich inzwischen angesiedelt. Internationale Unternehmen wie Zenner International (weltweit tätiger Hersteller von Wasser- und Wärmezählern) sind in der Stadt ansässig. In der Region wird auch Chromerz aufbereitet.
In Aqtöbe gibt es zwei große Einkaufszentren, das TRC Alatau und das MEGA Center Aqtöbe.
Verkehr [Bearbeiten]
Der internationale Flughafen der Stadt ist der Flughafen Aqtöbe (IATA-Code AKX, Lage 50° 14′ 45″ N, 57° 12′ 24″ O50.24583333333357.206666666667). Es werden von Aqtöbe aus Flugverbindungen nach Astana und Almaty in Kasachstan angeboten. Internationale Verbindungen gibt es in die russische Hauptstadt Moskau und nach Antalya. Durch Hamburg International finden ab 17. Juni 2010 wieder mehrere Flüge pro Woche nach München statt.[4]
Bildung [Bearbeiten]
Aqtöbe beheimatet die Staatliche Universität Aktöbe, die Staatliche Medizinische Marat-Ospanov-Akademie, eine Pädagogische Hochschule und eine bedeutende Flugschule.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Die zwei bekanntesten Bauwerke der Stadt sind die Nurgasyr-Moschee und die russisch-orthodoxe Nikolaus-Kathedrale. Beide wurden zwischen 2006 und 2008 im Stadtpark errichtet. Zum 140 jährigen Bestehen der Stadt wurde 2009 ein Boulevard eingeweiht, der die Nurgasyr-Moschee und die Nikolaus-Kathedrale miteinander verbindet. Eine weitere große Moschee ist die Nurdaulet-Moschee.
Sport [Bearbeiten]
Der FK Aqtöbe ist einer der erfolgreichsten Fußballvereine in Kasachstan und spielt seit der Unabhängigkeit des Landes in der Premjer-Liga, der höchsten Spielklasse in Kasachstan. In den Jahren 2005, 2007, 2008 und 2009 wurde der Verein kasachischer Meister. Seine Heimspiele trägt der Verein im Zentralstadion von Aqtöbe aus.
Klima [Bearbeiten]
| Aqtöbe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aqtöbe
Quelle: wetterkontor.de
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Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Nikolai Kusnezow (1911–1995), sowjetischer Triebwerkskonstrukteur
- Waleri Ljukin (* 1966), sowjetischer Gerätturner und Olympiasieger
- Juri Logwinenko (* 1988), kasachischer Fußballspieler
- Raschid Neschmetdinow (1912–1974), sowjetischer Schach- und Damespieler
- Wiktor Pazajew (1933–1971), sowjetischer Kosmonaut
- Galib Schafarow (* 1978), kasachischer Boxer
- Olga Schanibekowa (* 1986), kasachische Ringerin
- Marat Täschin (* 1960), kasachischer Außenminister
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website von Aqtöbe (kasachisch und russisch)
- Offizielle Tourismus-Website von Kasachstan/Aqtöbe (deutsch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Департамент статистики Актюбинской области (russisch)
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
- ↑ Tote bei Selbstmordanschlag in Kasachstan. In: Neue Zürcher Zeitung. 24. Mai 2011, abgerufen am 24. Mai 2011 (deutsch).
- ↑ Flugplan von Hamburg International 2010
Verwaltungszentrum: Aqtöbe
Städte: Algha | Chromtau | Jembi | Qandyaghasch | Schalqar | Schem | Temir
Siedlungen: Schubarqudyq | Schubarschi