Będzino

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Będzino
Wappen der Gmina Bedzino
Będzino (Polen)
Będzino
Będzino
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Koszalin
Gmina: Będzino
Geographische Lage: 54° 13′ N, 15° 59′ O54.20861111111115.990277777778Koordinaten: 54° 12′ 31″ N, 15° 59′ 25″ O
Einwohner:

580

Postleitzahl: 76-037
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZKO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 11: KołobrzegBytom
Schienenweg: PKP-Linie 402 Koszalin-Goleniów
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 46 Ortschaften
24 Schulzenämter
Fläche: 180,9 km²
Einwohner:

8401
(31. Dez. 2010) [1]

Bevölkerungsdichte: 46 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3209012
Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindevorsteher: Henryk Broda
Adresse: Będzino 19
76-037 Będzino
Webpräsenz: www.bedzino.pl

Będzino (deutsch Alt Banzin) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde im Norden der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zum Powiat Koszaliński (Kreis Köslin).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Będzino liegt an der polnischen Landesstraße 11 von Kołobrzeg (Kolberg) nach Bytom (Beuthen/Oberschlesien) (zwischen Kolberg und Kolmar in Posen ehemalige deutsche Reichsstraße 160). Bis zur Kreisstadt Koszalin (Köslin) sind es 17 Kilometer, und die Ostseeküste bei Sarbinowo (Sorenbohm) ist in fünf Kilometern erreichbar. Der Ort ist eine Haltestelle an der Bahnstrecke Koszalin-Goleniów (Köslin - Gollnow).

[Bearbeiten] Dorf Będzino (Alt Banzin)

[Bearbeiten] Geschichte

Einst gehörte Alt Banzin zum Amt Bast (heute polnisch: Łękno), das nach Verlegung des Amtssitzes in „Amt Kasimirsburg“ (Kazimierz Pomorski) umbenannt wurde.

In preußischer Zeit kam Alt Banzin in den Landkreis Köslin im Regierungsbezirk Köslin der Provinz Pommern. Bis 1945 war der Ort ein Teil des Amtes Varchmin (Wierzchomino), zu dessen Standesamtsbezirk es ebenfalls gehörte. Das zuständige Amtsgericht stand ebenso wie das Finanzamt in Köslin (Koszalin).

Im Jahre 1905 waren in Alt Banzin 422 Einwohner registriert, deren Zahl 1925 auf 443 anstieg und 1933 noch 414 sowie 1939 wieder 439 betrug.

Nach 1945 wurde der deutsche Ort Alt Banzin unter polnische Verwaltung gestellt, erhielt den polnischen Namen Będzino und wurde Sitz einer gleichnamigen Gmina im Powiat Koszaliński in der Woiwodschaft Westpommern (bis 1998 Woiwodschaft Koszalin). Die deutsche Bevölkerung wurde aufgrund der Bierut-Dekrete vertrieben. Hier leben jetzt 580 polnische Einwohner.

[Bearbeiten] Kirche

Die bis 1945 in Alt Banzin lebende Bevölkerung gehörte überwiegend zur evangelischen Kirche. Der Ort war in das Kirchspiel Bast (Łękno) eingepfarrt, in das auch die Orte Kasimirsburg (Kazimierz Pomorski), Poppenhagen (Popowo), Schützenwerder (Łąkoszyn, heute nicht mehr existent) und Todenhagen (Dobre) integriert waren.

Das Kirchspiel Bast lag im Kirchenkreis Köslin im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union.

1940 wurden in der Pfarrei 1150 Gemeindeglieder gezählt. Nach Abnahme der evangelischen Gemeindeglieder nach 1945 aufgrund der Vertreibung ist der Ort Będzino heute in das evangelische Kirchspiel Koszalin (Köslin) der Diözese Pommern-Großpolen in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen eingegliedert.

Heute leben fast ausnahmslos katholische Einwohner in Będzino. Es besteht die Pfarrei św. Jana Chrzciceala (Johannes d. Täufer), die zum Dekanat Mielno (Großmöllen) im Bistum Köslin-Kolberg der Katholischen Kirche in Polen gehört.

[Bearbeiten] Gmina Będzino

[Bearbeiten] Allgemeines

Das Dorf Będzino ist heute Amtssitz der Landgemeinde Będzino im Nordwesten des Powiat Koszaliński der Woiwodschaft Westpommern. Die Gmina umfasst eune Fläche von 180,92 km², was 10,8 % der Gesamtfläche des Powiat Koszaliński entspricht. Mit der Zahl von 9.300 Einwohnern liegt die Gemeinde an 37. Stelle der 114 Gemeinden in der westpommerschen Woiwodschaft.

Die Lage der Gmina Będzino im Powiat Koszaliński

Nachbargemeinden der Gmina Będzino sind:

Postalisch ist die Gmina in vier Bezirke geteilt:

  • Mścice (Güdenhagen) = 76-031
  • Tymień (Timmenhagen) = 76-035
  • Będzino (Alt Banzin) = 76-037
  • Dobrzyca (Kordeshagen) = 76-038.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gmina Będzino gehören 46 Ortschaften, die 24 Ortsteilen (SchulzenamtSchulzenämter) zugeordnet sind:

  • Ortsteile:
Rittergut Strachmin um 1860, Sammlung Alexander Duncker
  • Übrige Ortschaften:

Barnin (Barning), Barninek (Barning), Dobre Małe (Klein Todenhagen), Dworek (Amalienhof), Kazimierz Pomorski (Kasimirsburg), Łubniki (Lebeckenhof), Maczno, Miłogoszcz (Hohenfelde), Pakosław (Pagelsdorf), Pleśna (Pleushagen), Podamirowo (Puddemsdorf), Podbórz (Falkenburg), Przybyradz, Stoisław (Karlshof), Strzeżnice, Świercz, Wiciąże Pierwcze (Ritterland), Zagaj und Ziębrze (Leinbach).

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Die Gmina Będzino liegt verkehrsgünstige an der Landesstraße 11, die die Ostseeküste bei Kołobrzeg mit dem oberschlesischen Bytom verbindet. Die Kreisstadt Koszalin befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft.

In Mścicce (Güdenhagen) zweigt von der Landesstraße 11 die Woiwodschaftsstraße 165 ab, ein fünf Kilometer langer Ostseeküstenzubringer, der besonders an Wochenenden die Urlauber von Koszalin kommend in das Ostseebad Mielno (Großmöllen) und dessen Nachbarorte leitet.

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Durch das Gemeindegebiet zieht sich die Bahnstrecke 402 der Polnischen Staatsbahn (PKP), deren Abschnitt hier seit 1899 in betrieb ist. Sechs Bahnstationen liegen in der Gmina Będzino: Mścice (Güdenhagen), Kazimierz Pomorski (Bast-Kasimirsburg), Będzino (Alt Banzin), Słowienkowo (Wolfshagen), Miłogoszcz (Hohenfelde) und Tymień (Timmenhagen).

Im Jahr 1905 wurde im Gebiet der heutigen Gmina eine weitere Bahnstrecke in Betrieb genommen: von Güdenhagen nach Großmöllen Mielno Koszalińskie), die 1913 von Köslin nach Nest (Unieścia) erweitert wurde. Die Betriebsführung der Strecke hatte die Kösliner Stadt- und Strandbahn. Bereits nach 1945 wurde der Betrieb auf der erweiterten Strecke eingestellt, auf dem übrigen Abschnitt im Jahr 1994.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten aus dem Gemeindegebiet

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Literatur

  • Johannes Hinz: Pommern. Wegweiser durch ein unvergessenes Land. Bechtermünz, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-181-3.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
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