Bad Colberg-Heldburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Colberg-Heldburg
Bad Colberg-Heldburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Colberg-Heldburg hervorgehoben
50.28055555555610.725277777778299Koordinaten: 50° 17′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Hildburghausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Heldburger Unterland
Höhe: 299 m ü. NHN
Fläche: 53,38 km²
Einwohner: 2071 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98663
Vorwahl: 036871
Kfz-Kennzeichen: HBN
Gemeindeschlüssel: 16 0 69 002
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Häfenmarkt 164
98663 Bad Colberg-Heldburg
Webpräsenz: www.bad-colberg-heldburg.de
Bürgermeisterin: Anita Schwarz (UB)
Lage der Stadt Bad Colberg-Heldburg im Landkreis Hildburghausen
Ahlstädt Auengrund Bad Colberg-Heldburg Beinerstadt Bischofrod Eisfeld Brünn Dingsleben Ehrenberg Eichenberg Eisfeld Römhild Gompertshausen Grimmelshausen Grub Römhild Hellingen Henfstädt Hildburghausen Kloster Veßra Lengfeld Marisfeld Masserberg Römhild Römhild Nahetal-Waldau Oberstadt Reurieth Römhild Sachsenbrunn Schlechtsart Schleusegrund Schleusingen Schmeheim Schweickershausen St. Bernhard St. Kilian Straufhain Themar Ummerstadt Veilsdorf Römhild Westhausen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Bad Colberg-Heldburg ist eine Landstadt im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Sie ist seit 1994 Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Heldburger Unterland.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im äußersten Süden des Freistaates Thüringen, in der fruchtbaren, hügeligen Heldburger Keuperlandschaft, an der Kreck, 288 m über NN und ist die größte Stadt des Heldburger Landes.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Bad Colberg-Heldburg setzt sich aus den folgenden Ortsteilen zusammen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn: Westhausen, Straufhain, Bad Rodach, Ummerstadt, Seßlach, Hellingen und Gompertshausen.

Geschichte[Bearbeiten]

1993 gründeten die sieben ehemals selbständigen Gemeinden Bad Colberg, Einöd, Gellershausen, Heldburg, Holzhausen, Lindenau und Völkershausen die Einheitsgemeinde Bad Colberg-Heldburg und bilden heute die Stadtteile.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 2450
  • 1995: 2455
  • 1996: 2455
  • 1997: 2443
  • 1998: 2440
  • 1999: 2399
  • 2000: 2390
  • 2001: 2357
  • 2002: 2350
  • 2003: 2316
  • 2004: 2281
  • 2007: 2205
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • Die Linke - 2 Sitze (10,7 %)
  • SPD/Lindenauer Liste - 1 Sitz (10,1 %)
  • Unabhängige Bürger - 9 Sitze (66,8 %)
  • Bad Colberg-Initiative - 2 Sitze (12,3 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 %.

Wappen[Bearbeiten]

Es zeigt auf rotem Wappenschild einen silbernen Zinnenturm, an den ein aufgerichteter goldener Löwe seine Pranken legt. Das Wappen entstammt den alten nachweisbaren Siegeln der Stadt. Die Ähnlichkeit mit dem Wappen der Stadt Meißen, ein aufgerichteter schwarzer Löwe legt dort seine Pranken an einen roten Zinnenturm, weist deutlich auf die wettinische Herkunft des Heldburger Wappens hin. Der sogenannte Meißner Löwe ist in zahlreichen Wappen der ehemaligen wettinischen Städte zu finden. Der Zinnenturm weist auf die Wehrhaftigkeit der Stadt nach ihrer Befestigung mit einer Stadtmauer hin. Die Farbgebung des Heldburger Wappens ist mehrfach verändert worden. Ein wiederaufgefundenes holzgeschnitztes Wappen von 1833, es hängt im Rathaus, zeigt einen goldenen Löwen und einen goldenen Turm.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Veste Heldburg, eine mittelalterliche Burg aus dem Jahre 1317. Darin soll 2015 das Deutsche Burgenmuseum eröffnet werden. Eine erste Ausstellung ist seit 2007 zu sehen.

Einmal im Jahr findet in Heldburg die Thüringer Montgolfiade statt.

17. Thüringer Montgolfiade 2011
17. Thüringer Montgolfiade - 06.jpg
17. Thüringer Montgolfiade - 08.jpg
17. Thüringer Montgolfiade - 25.jpg
17. Thüringer Montgolfiade - 29.jpg

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Die Gedenkstätte Billmuthausen steht an der Stelle des 1978 zerstörten Dorfes Billmuthausen und liegt zwischen Bad Colberg und Heldburg. Das Dorf wurde ein Opfer der militärischen Befestigung der innerdeutschen Grenze durch die DDR-Behörden.

Im Wald an der Straße, die Poppenhausen mit Einöd verbindet, steht ein Denkmal, das an ein Massaker im Jahr 1942 an 20 polnischen Bürgern erinnert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Dialekt[Bearbeiten]

In Bad Colberg-Heldburg wird der Mainfränkische Dialekt Itzgründisch gesprochen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)

Literatur[Bearbeiten]

  • Max-Rainer Uhrig: Das Heldburger Land. In: Frankenland, Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege.Heft 6 Würzburg, Juni 1990. Online erreichbar auf der Website der Universitätsbibliothek Würzburg unter:[1]
  • Norbert Klaus Fuchs: Das Heldburger Land–ein historischer Reiseführer; Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2
  • Hans Löhner: Das "Bimmelbähnle" von Hildburghausen nach Lindenau-Friedrichstal : Eine Thüringer Schmalspurbahn ins Heldburger Land. Verlag Michael Resch, Neustadt/Coburg 2000, ISBN 3-9805967-5-3.
  • Norbert Klaus Fuchs: Billmuthausen–Das verurteilte Dorf. Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin, 2009, ISBN 978-3-86939-004-8
  • P. Lehfeld: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXXI, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirke Heldburg und Römhild, 1904, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-378-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Colberg-Heldburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien