Bauchiplateau

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Bauchiplateau
Bauchiplateau in Zentralnigeria

Bauchiplateau in Zentralnigeria

Höchster Gipfel  ? (2010 m)
Lage AfrikaNigeria
Bauchiplateau (Afrika)
Bauchiplateau
Koordinaten 9° 34′ N, 9° 5′ O9.56666666666679.08333333333332010Koordinaten: 9° 34′ N, 9° 5′ O
Fläche 7.770 km²

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Das Bauchiplateau [bautʃiplaˈtoː], auch Josplateau genannt, ist ein bis zu 2.010 m hohes Grashochland in Nigeria. Nach ihm ist der Bundesstaat Plateau benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Das Bauchiplateau bedeckt eine Fläche von 7.770 km² und liegt im Mittel auf einer Höhe von 1.280 m. Es ist das einzige Gebiet in Nigeria, das klimatisch in der gemäßigten Zone liegt. Es bildet eine Wasserscheide zwischen dem Niger-Becken und dem Tschadbecken. Im Norden des Plateaus liegt der Maladumba-See, der Teil eines Feuchtgebietes von internationaler Bedeutung gemäß der Ramsar-Konvention ist.

Geologisch ist das Bauchiplateau granitisch geprägt, mit einigen vulkanischen Erhebungen und bedeutenden Zinnvorkommen (siehe auch unter Wirtschaft). In diesem Gebiet entspringen unter anderem die wichtigen Flüsse Bunga, Kaduna, Gongola und Jama’are, einer der Quellflüsse des Komadugu Yobe.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftliche Bedeutung erhält das Bauchiplateau insbesondere durch die bedeutenden Vorkommen von Zinn in der Region. In der Landwirtschaft werden hauptsächlich Erdnüsse und Baumwolle produziert und Viehzucht betrieben. Wirtschaftliches Zentrum und größte Agglomeration des Plateaus ist die im Norden gelegene Stadt Jos.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert war das Bauchiplateau ein wichtiges Rückzugsgebiet für die hauptsächlich christliche Bevölkerung Nordnigerias, die vor den Fulbe und ihrem Anführer Usman dan Fodio flüchteten. Usman begann 1804 einen Dschihad zur Islamisierung Nordnigerias und richtete das Kalifat von Sokoto ein.

Nach der Kolonisierung durch die Briten wurde die Region wegen ihres milden Klimas zum beliebtesten Reiseziel der in Nigeria ansässigen Ausländer. In letzter Zeit kommt es am Bauchiplateau wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen, was zu einem Einbruch im Tourismus geführt hat.