Boko Haram

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Boko Haram (Hausa für „Bücher [im Boko-Alphabet] sind Sünde“,[1] „Westliche Bildung verboten“,[2] „Die moderne Erziehung ist eine Sünde“[3] bis hin zu „Vorspiegelung falscher Tatsachen ist Schande“[4]) ist eine islamistische terroristische[5] Gruppierung im Norden Nigerias.

Seit Ende 2010 trägt[6] sie den Namen ‏جماعة أهل السنة للدعوة والجهاد‎, DMG ǧamāʿat ahl as-sunna li-d-daʿwa wa-l-ǧihād,[7][8] wörtlich „Vereinigung der Sunniten für den Ruf zum Islam und den Dschihad[9]. Sie setzt sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein;[1] auch die Beteiligung an Wahlen lehnt sie ab.[10] Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und moderaten Muslimen in Nigeria.[11]

Sich selbst bringt die Gruppe mit der afghanischen Gruppe Taliban in Verbindung.[12] Auch die lokale Bevölkerung nennt sie „die Taliban“.[13] Das Hauptquartier der Sekte befand sich bis zum Tod von Sektenchef Ustaz Mohammed Yusuf in Maiduguri.[12] Die Führung der Gruppe hat die Shura übernommen, ein Rat aus 20 Männern, der Kontakte nach Tschad und Kamerun unterhält.[14] Ihr Sprecher ist Abubakar Shekau. Der Gruppe werden Verbindungen zu Al-Qaida im islamischen Maghreb, Al-Shabaab in Somalia und zu Terrorcamps in Afghanistan nachgesagt.[15][16] Außerdem soll Boko Haram sich zusammen mit Al-Qaida an Ansar Dines Besetzung Timbuktus, Gaos und Kidals in Mali beteiligt haben.[17] Boko Haram hat keine Verbindung zur Aufstandsbewegung Movement for the Emancipation of the Niger Delta, die im Nigerdelta seit 2006 gegen die Ölindustrie kämpft.[18]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Bundesstaaten Nigerias, in denen die Scharia gilt

Seit der Demokratisierung Nigerias 1999 nahmen Islamisierungstendenzen im Lande zu. So wurde auf Druck islamischer Gruppen im Nordteil des Landes die Scharia eingeführt.[1] Seither fielen tausende Menschen religiösen Pogromen zum Opfer.[1]

Boko Haram machte erstmals um 2004 mit der Einrichtung des Trainingslagers „Afghanistan“ an der Grenze zum nördlichen Nachbarland Niger von sich reden.[1] Die muslimische Sekte rekrutierte anschließend gezielt junge Männer.[2] Warnungen von islamischen Imamen vor der Gefährlichkeit dieser Sekte wurden von den Behörden zunächst ignoriert.[19]

Lage von Bauchi

Nachdem Boko Haram eine Demonstration verboten worden war, brachen Ende Juli 2009 in der Stadt Bauchi Unruhen aus, die sich auf Yobe, Borno und andere Regionen ausweiteten.[1] In der gleichnamigen Provinz Bauchi ist seit 2001 die Scharia in Kraft.[2] Bei fünftägigen Zusammenstößen starben alleine in Maiduguri mindestens 300 Menschen[20], andere Quellen gehen von mehr als 600 Toten aus.[21] Das nigerianische Rote Kreuz zählte 780 Tote in der Stadt.[22] Sektenführer Ustaz Mohammed Yusuf wurde während einer groß angelegten Polizeiaktion zunächst verhaftet, dann aber nach Angaben eines Polizeisprechers bei einem Fluchtversuch von Sicherheitskräften erschossen.[20] Es gibt Berichte über illegale Hinrichtungen von Sektenmitgliedern durch die Polizei.[21]

2010[Bearbeiten]

Nachdem das Militär als Reaktion auf wiederholte Boko-Haram-Angriffe mit insgesamt zwölf Toten, davon sieben Polizeibeamte, Patrouillen in Maiduguri angekündigt und die Polizei sogar das Motorradfahren bei Nacht verboten hatte, um Boko Haram die Durchführung von Drive-by-Shootings zu erschweren, griff nach Polizeiangaben Anfang September 2010 eine große Gruppe von schwerbewaffneten Boko-Haram-Mitgliedern ein Gefängnis im Norden Nigerias an; 732 Häftlinge konnten fliehen, darunter 150 mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder, die größtenteils während der Unruhen 2009 verhaftet worden waren. Ein Polizist, ein Soldat und zwei Anwohner wurden bei dem anschließenden Feuergefecht getötet, sechs weitere schwer verletzt.[23]

Ende 2010 änderte[6] die Organisation ihren Namen und heißt seitdem „‏جماعة أهل السنة للدعوة والجهاد‎, DMG ǧamāʿat ahl as-sunna li-d-daʿwa wa-l-ǧihād“ (in englischer Transkription, wie sie in nigerianische Medien genutzt wird: „Jama'atu Ahlis Sunna Lidda'awati wal-Jihad“), was wörtlich übersetzt „Vereinigung der Sunniten für den Ruf zum Islam und für den Dschihad[9] heißt.[7][8]

Sie bekannte sich zu der Anschlagsserie auf Christen in der Nähe der Stadt Jos, die am 24. Dezember 2010 mindestens 38 Personen das Leben gekostet und schwere Unruhen zur Folge hatte.[6]

2011[Bearbeiten]

Nach Angaben der BBC bekannte sich Boko Haram zu einer Reihe von Bombenanschlägen nach der Präsidentschaftswahl 2011.[24] Trotz des Verbots, bei Nacht Motorrad zu fahren, kam es auch in der ersten Hälfte des Jahres 2011 zu politischen Morden durch Drive-By-Shootings,[25] die die Bewohner Maiduguris terrorisierten,[26] und zu Anschlägen auf Polizeistationen[27] sowie auf eine Kirche.[28]

Boko Haram bekannte sich auch zu dem Bombenanschlag auf Nigerias Polizeihauptquartier in Abuja.[29]

Am 26. Juni 2011 griffen Mitglieder der Boko Haram drei Pubs[30] in Maiduguri mit Schusswaffen und Sprengkörpern an und töteten mindestens 25 Personen.[31]

Im Juli 2011 veranlasste die zunehmende Gewalt in Maiduguri die örtliche Universität, ihre Pforten zu schließen und die Studenten nach Hause zu schicken.[32] Die Militärpräsenz in und um Maiduguri wurde verstärkt, und es kam vermehrt zu Vorwürfen, das Militär misshandle Zivilisten. Tausende flohen vor den sich verstärkenden Kämpfen.[33]

Am 26. August 2011 wurden bei einem Autobombenanschlag auf ein Gebäude der Vereinten Nationen in der Hauptstadt Abuja 23 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Boko Haram hat sich nach Angaben der BBC zu dem Anschlag bekannt.[34]

Nach einer Reihe von Bombenanschlägen, unter anderem auf das Hauptquartier der Polizei im Bundesstaat Yobe im Nordosten Nigerias, zogen am Abend des 4. November 2011 in Yobes Hauptstadt Damaturu und im nahegelegenen Städtchen Potiskum bewaffnete Boko-Haram-Anhänger anderthalb Stunden lang durch die Straßen. Sie attackierten Polizeistationen und Kirchen mit Schusswaffen und Bomben. Mindestens 63 Menschen wurden getötet. Anschließend lieferten sich die Angreifer Gefechte mit Sicherheitskräften. Am selben Tag war ein militärisches Hauptquartier in Maiduguri im Nachbarstaat Borno von mehreren Selbstmordattentätern mit Sprengstoff angegriffen worden. Boko Haram kündigte an, seine „Angriffe auf Truppen der Bundesregierung“ so lange fortzuführen, bis die Sicherheitskräfte „ihre Exzesse gegen unsere Anhänger und verletzliche Zivilisten“ beendeten.[35]

Die örtliche Polizei macht Boko Haram für die Angriffe auf zwei Polizeiposten und zwei Bankfilialen in Azare am 4. Dezember 2011 verantwortlich.[36]

An Weihnachten 2011 verübte Boko Haram mehrere Bombenanschläge auf christliche Kirchen. Bei einer Explosion vor der St.-Theresa-Kirche in Madalla, einem Vorort Abujas, starben 35 Menschen und 50 wurden verletzt. In Jos konnten zwei Bomben entschärft werden, eine dritte detonierte nahe der Mountain-of-Fire-and-Miracles-Kirche, wobei es Verletzte gab. Auf die Explosion folgte ein Angriff mit Schusswaffen, bei dem ein Polizist zu Tode kam. Im Bundesstaat Yobe, in dem Kämpfe zwischen Boko Haram und Sicherheitskräften in der Woche vor Weihnachten mehr als 60 Menschenleben forderten, gab es in Damaturu zwei Anschläge, einer davon ein Selbstmordanschlag auf einen Konvoi des Staatssicherheitsdienstes, wobei vier Menschen einschließlich des Selbstmordattentäters starben.[37] Auch in Gadaka gab es eine Explosion vor einer Kirche, wobei niemand verletzt wurde. Boko Haram kündigte an, die Anschlagsserie, die in den Tagen vor Weihnachten bis zu einhundert Leben kostete, fortzusetzen.[38]

Die Gruppe wird für mindestens 510 Morde im Jahr 2011 verantwortlich gemacht.[39]

2012[Bearbeiten]

Am 1. Januar 2012 gab Boko Haram den im Norden Nigerias lebenden Christen drei Tage Zeit, den muslimisch geprägten Norden des Landes zu verlassen, und kündigte an, nach Ablauf der Frist Christen gezielt anzugreifen.[40]

Am 5. Januar 2012 wurden bei einem Feuerüberfall auf eine Kirche in der Stadt Gombe mindestens sechs Menschen getötet.[40] Bei einem Angriff auf ein Gemeindehaus in der Stadt Mubi am 6. Januar 2012 wurden mindestens 20[40] christliche Händler getötet, die sich dort trafen, um die Überführung eines Gemeindemitglieds zu planen, das am Vortag Opfer eines Drive-By-Shootings wurde.[41] In Yola kamen bei einem Angriff auf eine apostolische[42] Kirche acht Menschen ums Leben,[41] drei weitere Menschen starben bei einem Angriff auf einen nahegelegenen Schönheitssalon.[42] In Potiskum setzten Bewaffnete zwei Banken mit Benzinbomben in Brand, der anschließende Schusswechsel forderte zwei Menschenleben.[42] Boko Haram bekannte sich zu den Anschlägen in Gombe und Mubi.[41]

Präsident Goodluck Jonathan sagte Anfang Januar 2012 über die islamistische Gewalt im Vielvölkerstaat, sie sei noch „viel schlimmer als der Bürgerkrieg“. Jonathan sprach im Gegensatz zu seinen früheren Einschätzungen in seiner Verlautbarung davon, „dass sich die Sympathisanten der Terror-Gruppe auch in den Reihen der Regierung, des Parlaments und der Gerichte versteckten.“ Hinzu kommen nach seinen Worten „Boko-Haram-Unterstützer im Polizeiapparat, in Geheimdienst und Militär.“[43][44] Der ganze Staat Nigeria sei von dem Terror-Netzwerk unterwandert. Dabei sind nach Angaben der Süddeutschen Zeitung die Aktivisten von Boko Haram schwer zu greifen: „Wenn ein junger Mensch Mitglied der Sekte ist, dann weiß das oft nicht einmal der eigene Vater – so geheim ist dieser Bund der Radikalen. Die Attentäter sitzen vielleicht am Abend unerkannt mit am Tisch der Familie, bevor sie am nächsten Morgen eine Bombe zünden.“[43]

Offiziell wird die Bedeutung von Boko Haram kontrovers diskutiert. So bestreitet die amerikanische Historikerin Jean Herskovits,[A 1] dass Boko Haram eine islamistische Terrorgruppe sei, denn einige Verbrechersyndikate, auch aus dem vorwiegend christlichen Süden Nigerias, nutzen gerne den Namen 'Boko Haram'. Sie macht für die Gewalt hauptsächlich die Armut in Nigerias islamischem Norden verantwortlich.[45] Im nigerianischen Blog Liberty Report aus Ondo wird dies vehement bestritten und Herskovits vorgeworfen, sie sei aufgrund lukrativer Positionen in nigerianischen Institutionen voreingenommen.[46]

Am 20. Januar 2012 verübte die Gruppe eine Reihe von Terroranschlägen unter Einsatz von Sprengstoff und Schusswaffen auf mehrere Polizeistationen in Kano im Nordosten Nigerias. Dabei kamen mindestens 191 Menschen ums Leben.[47] Es wird vermutet, dass die Waffen der Gruppe aus Libyen stammen.[48]

Am 8. März 2012 wurden zwei europäische Geiseln, ein britischer und ein italienischer Ingenieur, die im Mai des Vorjahres in Birnin Kebbi entführt worden waren, bei einem Befreiungsversuch durch britische und nigerianische Spezialkräfte in Sokoto getötet.[49] Der Sprecher von Boko Haram bestritt jegliche Teilnahme an der Geiselnahme mit dem Hinweis, dass derartige Praktiken von ihnen abgelehnt würden.[50]

Am 31. März 2012 töteten nigerianische Sicherheitskräfte neun mutmaßliche Terroristen, als sie eine „Bombenfabrik“ in Okene aushoben, die die Behörden Boko Haram zuordneten. Auch zwei Sicherheitskräfte kamen bei dem Feuergefecht ums Leben.[51]

Am 9. April 2012 kamen bei einem Bombenanschlag auf die Wahlkommission in Suleja im Bundesstaat Niger 16 Menschen ums Leben. Für diesen Anschlag und für einen Bombenanschlag auf eine Kirche mit drei Toten im Juli 2012 wurden im Juli 2013 fünf mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder verurteilt, vier zu lebenslänglichen Haftstrafen und einer zu zehn Jahren Gefängnis, ein sechster Angeklagter wurde freigesprochen.[52]

Am 26. April 2012 starben neun Menschen,[53] als Büros der Zeitung THISDAY in Abuja und Kaduna angegriffen wurden. Während in Abuja ein Selbstmordattentäter mit seiner Autobombe das Bürogebäude rammte,[54] konnte in Kaduna der Fahrer der Autobombe, die im Hof des dortigen Bürogebäudes detonierte, festgenommen werden.[55]

Am 29. April 2012 starben bei einem Boko-Haram-Angriff[56] auf christliche Gottesdienste auf dem Gelände der Universität in Kano rund 20 Menschen, als erst ein Gottesdienst unter freiem Himmel und dann ein weiterer in einem Universitätsgebäude, bei dem sich die Teilnehmer bis vor die Türen drängten, von zwei Motorrädern und aus einem Auto beschossen und mit Sprengkörpern beworfen wurden.[53] Bei einem weiteren Angriff auf die Church-of-Christ-in-Nigeria-Kapelle in Maiduguri starben fünf Menschen.[57]

Am 10. Juni 2012 starben mindestens sieben Menschen an den Folgen zweier Angriffe auf Kirchen in Nord-Nigeria. In Jos gab es mindestens 48 Verletzte und bis zu fünf Tote,[58] als ein Selbstmordattentäter eine Bombe in seiner Limousine vor der Christ-Chosen-Church-of-God-Kirche zündete, was diese zum Einsturz brachte. Mindestens drei bis fünf Menschen wurden daraufhin in Jos bei Vergeltungsangriffen auf Muslime durch christliche Demonstranten getötet, die Straßensperren errichteten und sich Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. In Biu starb mindestens ein Mensch bei einem Feuerüberfall auf die EYN-Kirche,[59] mindestens drei Menschen, nach anderen Berichten fünf, wurden dabei verletzt. Boko Haram bekannte sich zu beiden Anschlägen.[60]

Am 17. Juni starben nach Angaben des Nigerianischen Roten Kreuzes 50 Menschen nach Anschlägen auf Kirchen in Zaria und Kaduna, zu denen sich Boko Haram bekannte, 131 wurden verletzt. Zuerst durchbrach gegen neun Uhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Fahrzeug die Absperrungen vor der EWCA-Goodnews-Wusasa-Zaria-Kirche, bei der Explosion starben laut dem Nigerianischen Roten Kreuz zwei Menschen, 22 wurden verletzt. Regierungskreise gehen von mindestens 24 Toten und 125 Verletzten aus. Minuten später gab es eine Explosion bei der katholischen Christ-the-King-Kirche in Zaria, die laut Nigerianischem Roten Kreuz 16 Menschen tötete und 31 verletzte. In Regierungskreisen war von zehn Toten und 50 Verletzten die Rede. Laut dem Nigerianischen Roten Kreuz starben bei einem Bombenanschlag auf eine dritte Kirche in Kaduna mindestens zehn Menschen, zusammen mit den Vergeltungsangriffen junger Christen, die auch Moscheen und Häuser von Muslimen anzündeten, gab es 32 Tote und 78 Verletzte in Kaduna, worauf eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt wurde.[61] Die Nachrichtenagentur Reuters geht für Kaduna von 19 Toten durch die Anschläge und 52 Toten durch die Vergeltungsangriffe aus. Am 19. Juni gab es Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen in Kaduna, wobei laut Angaben des örtlichen Roten Kreuzes mindestens 40 Menschen getötet und 62 verletzt wurden und eine Kirche zerstört wurde. [62]

Am 19. Juni wurden in Damaturu bei Gefechten mit Sicherheitskräften laut Polizeiangaben 34 Boko-Haram-Anhänger getötet und sieben festgenommen, wobei sechs Angehörige der Sicherheitskräfte zu Tode kamen, vier Polizisten mussten wegen Schussverletzungen behandelt werden.[62]

Anfang Juli warfen Tuareg-Rebellen in Mali Boko Haram vor, sich zusammen mit Al-Qaida an der Zerstörung von UNESCO-Weltkulturerbe in Timbuktu durch Ansar Dine zu beteiligen.[17]

Im August gelang es dem nigerianischen Militär, einen Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde festzunehmen, als dieser sich als Armeeoffizier ausgab. Er gestand seine aktive Boko-Haram-Mitgliedschaft und berichtete von einem Training im Umgang mit Waffen sowie in der Durchführung von Mordanschlägen und Kommandoaktionen, das er mit 15 anderen in Niger erhalten habe. Seine Aussagen ermöglichten dem Militär die Festnahme weiterer Regierungsmitarbeiter, die mit Boko Haram zusammenarbeiteten.[63]

Im September griff Boko Haram in Nordnigeria gezielt Sendemasten für Mobilfunk an; es entstanden Schäden in Millionenhöhe, als mindestens 24 Sendemasten in den Städten Kano, Maiduguri, Gombe, Bauchi und Potiskum „als Vergeltung für die Zusammenarbeit der Netzbetreiber mit den Sicherheitsbehörden“ (die Informationen der Netzbetreiber zur Verhaftung von Boko-Haram-Mitgliedern nutzen) angegriffen wurden.[64] Bei Militäraktionen in den Bundesstaaten Adamawa und Yobe wurden Ende September 35 mutmaßliche Boko-Haram-Anhänger getötet, weitere 60 wurden festgenommen. Das Militär ging in der Nacht vom 23. auf den 24. September in drei Stadtteilen von Damaturu, wo eine Ausgangssperre erlassen worden war, von Haus zu Haus. Dabei wurden bei Feuergefechten zwei Soldaten verletzt, dutzende Schusswaffen und Bomben, hunderte Schuss Munition sowie 32 Pfeile und zwei Schwerter wurden sichergestellt.[65]

In der Nacht zum 2. Oktober kam es in einem Studentenwohnheim am Campus der Universität Federal Polytechnic von Mubi im Nordosten Nigerias zu Hinrichtungen von mindestens 26 Menschen, obwohl in der Stadt eine Ausgangssperre von 15:00 h bis 6:00 h verhängt war.[66] Vermutet wird ein Anschlag der Boko Haram oder ein Zusammenhang mit ethnischen und religiösen Konflikten im Umfeld der Wahl der Studentenvertretung am Vortag,[66] denn auch der christliche Wahlsieger wurde getötet.[67] Ein Zusammenhang mit der Wahl wird von Offiziellen der Universität aber als Trugschluss bezeichnet.[68] In der Nacht waren etwa zwei Stunden lang Schüsse zu hören;[69] Studenten wurden namentlich aus ihren Zimmern gerufen, bevor sie erschossen oder erstochen wurden.[67] Angaben eines Vertreters der Universität und eines Anwohners gegenüber der BBC zufolge liegt die Zahl der Opfer bei 40 Toten.[66] Unter den Opfern befanden sich Christen und Muslime,[69] auch ein älterer Anwohner und zwei Wachleute wurden getötet. Infolge des Massakers wurde die Universität geschlossen, und einige Studenten verließen die Stadt, wobei sie ihre Fahrzeuge als neutral kennzeichneten.[69] Am 3. Oktober sicherte die Polizei die Stadt mit einem großen Aufgebot und ging auf der Suche nach den Tätern von Haus zu Haus, während Nigerias Senat „das Töten unschuldiger Studenten“ aufs Strengste verurteilte und die Regierung zur schnellen Ergreifung der Täter aufforderte.[66] Das beschädigte Mobilfunknetz erschwerte es der BBC, genaue Informationen aus der Stadt zu erhalten, so dass sich einige Berichte widersprachen.[67]

Boko Haram bestritt eine Tatbeteiligung unter Verweis auf die Vorgehensweise. Ein führendes Mitglied der Terrorgruppe sagte, "wenn Studenten unser Ziel [gewesen wären], hätten wir sie willkürlich bei Sichtung erschossen und [zwar] in ihrer Schule und uns nicht in der kriechenden Dunkelheit an sie herangeschlichen in einer Gegend, in der sowohl Studenten als auch Ortsansässige wohnen," und ergänzte, dass Boko Haram es nicht bei nur einem Massaker an Studenten belassen hätte, wenn Studenten eines ihrer Angriffsziele gewesen wären. Außerdem würde die Gruppe seiner Aussage nach eher Regierungseigentum, also Ausstattung und Gebäude der Universität, als Studenten als Ziel wählen.[70] Die Polizei verhaftete 30 Verdächtige, darunter zwölf Boko-Haram-Mitglieder sowie vier Studenten, die ebenfalls Mitglieder der Terrorgruppe waren. Nach Angaben der Untersuchungsbeamten hätten drei Studenten, die mutmaßlich die Drahtzieher des Angriffs seien, als Mitglieder der Opposition in der Studentenvertretung vor der Wahl im Falle einer Niederlage mit Konsequenzen gedroht. Nach ihrer Wahlniederlage sollen sich die drei, die Mitglieder von Boko Haram seien, mit anderen Boko-Haram-Mitgliedern in Verbindung gesetzt und einen Racheakt geplant haben. Der Angriff sei zu einem Zeitpunkt durchgeführt worden, als sich alle Führer der Studentenvertretung in dem Studentenwohnheim befanden. Die Mörder hätten die Namen, Wohnsitze, Bewegungen und Aufenthaltsorte ihrer Kommilitonen gekannt. [71] Die Wiedereröffnung der Universität war für den 5. November, die Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebs für den 13. November angesetzt.[72]

Anfang Oktober wurden nach Militärangaben in Damaturu 30 mutmaßliche Boko-Haram-Anhänger bei Feuergefechten mit dem Militär getötet, darunter auch der Kommandeur von Boko Haram in Damaturu, zehn Personen wurden festgenommen. Frühe Berichte aus Polizeikreisen sprachen nur von vier Toten.[73]

Am 15. Oktober griff Boko Haram in Maiduguri an mehreren Orten das Militär mit Bomben an. Nach Militärangaben wurden 24 der Angreifer getötet und vier verhaftet sowie ein Soldat verletzt, während keine Zivilisten zu Schaden kamen. Anwohner berichteten, dass Bewaffnete nachmittags einen Markt überfallen Hätten, auch ein Verkehrspolizist soll nahe einer Straßensperre des Militärs von einem Bewaffneten erschossen worden sein. Gegen 18:00 Uhr Ortszeit gab es die erste von bis zu 15 Explosionen, auch eine Grundschule und ein Funkturm sollen angezündet worden sein; es gab Berichte über tote Zivilisten und Soldaten, die das Militär aber dementierte. Das Militär riegelte nach Beginn der bis in die Nacht hinein dauernden Angriffe die meisten Straßen im Stadtzentrum ab.[74]

In der Nacht vom 1. zum 2. November wurden in Maiduguri nach Nachrichten der BBC mindestens 48 Jugendliche, die der Mitgliedschaft von Boko Haram verdächtigt wurden, von Mitgliedern der nigerianischen Streitkräfte erschossen.[75]

Am 16. November 2012 wurde Ibn Saleh Ibrahim, der Anführer von Boko Haram, in einem Feuergefecht mit dem nigerianischen Militär in der Stadt Maiduguri getötet. Sein Nachfolger ist Abubakar Shekau.[76]

Am 22. Dezember griffen Selbstmordattentäter zwei Leitungsvermittlungsstellen in Kano an. Der erste Angriff galt einer Einrichtung der Firma Bharti Airtel im Viertel Sabon Gari; laut Zeugen rammte ein Fahrzeug das Tor der Einrichtung, woraufhin ein zweites, mit Sprengstoff beladenes, Fahrzeug in das Gebäude fuhr. Der Fahrer des zweiten Wagens sei ausgestiegen und habe sich einen Schusswechsel mit dem Wachpersonal geliefert, bevor das Fahrzeug schließlich explodierte. Der zweite Angriff galt einer Einrichtung der Firma Mobile Telephone Networks im Viertel Bompai; dort explodierte ein Fahrzeug vor dem Gebäude.[77]

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember überfiel eine Gruppe Unbekannter die protestantische Kirche in der Nachbarschaft der Stadt Potiskum und tötete sechs Menschen, unter ihnen auch den Pfarrer.[78][79] Die Gemeinde gehört zur Evangelical Church of West Africa (ECWA).

2013[Bearbeiten]

Am 13. Januar 2013 verhaftete das nigerianische Militär in Maidiguri Mohammed Zangina, auch bekannt unter den Namen Mallam Abdullahi und Alhaji Musa, ein wichtiges Mitglied des Shura-Rates von Boko Haram und Anführer von Boko Haram in Nord-Zentral-Nigeria. Ihm wurde die Koordinierung der meisten Bombenanschläge in Abuja, Kaduna, Kano, Jos und Potiskum zur Last gelegt und eine Belohnung von 25 Millionen Naira auf seine Ergreifung ausgesetzt.[80]

Am 8. Februar 2013 wurden in Kano insgesamt neun weibliche Mitarbeiter eines Impfteams gegen Kinderlähmung erschossen.[81] Aufgrund eines Verbotes, in Kano auf Motorrädern Passagiere zu transportieren (was Drive-By-Shootings eindämmen sollte), nutzten die Angreifer motorisierte Dreiräder bei ihren Angriffen auf medizinische Versorgungszentren in Kano und in Hotoro,[82] einem Vorort von Kano, der als Hochburg von Boko Haram galt.[83]

Am 16. Februar 2013 wurden in Bauchi sieben Mitarbeiter der britischen Baufirma STRAECO entführt. Die Angreifer versuchten zunächst, in ein Gefängnis einzudringen und eines der inhaftierten Boko-Haram-Mitglieder zu befreien.[84] Als dies misslang, begaben sie sich auf eine Baustelle der Baufirma und ermordeten den Wachmann. Anschließend entführten sie die ausländischen Fachkräfte.[85]

Am 21. Februar 2013 wurde im Waza National Park in Limani im Norden Kameruns eine fünfköpfige französische Familie entführt. Boko Haram verlangte für deren Freilassung die Aufgabe des französischen Militäreinsatzes in Mali.[86] Die Familie wurde nach zwei Monaten am 19. April 2013 von ihren Entführern unversehrt freigelassen.[87]

Am 18. März 2013 verübten Anhänger der Boko Haram einen Anschlag auf den Busbahnhof in Kano. Bei der Serie von Explosionen wurden über 20 Menschen getötet.[88]

Im April 2013 starben bei schweren Gefechten der nigerianischen Streitkräfte mit der islamistischen Sekte mindestens 185 Menschen in dem Fischerdorf Baga im Bundesstaat Borno, an der Grenze zum Tschad.[89]

Am Morgen des 7. Mai 2013 überfielen rund 200 Boko-Haram-Kämpfer, die teilweise Armeeuniformen trugen, Regierungseinrichtungen in Bama im Bundesstaat Borno. Die örtliche Polizeistation, Kasernengebäude, ein Gericht und weitere Gebäude der öffentlichen Hand wurden zerstört, zudem wurden 105 Häftlinge aus einem Gefängnis befreit. Der Angriff auf die Kaserne konnte von den nigerianischen Streitkräften zurückgeschlagen werden, wobei zwei Boko-Haram-Mitglieder festgenommen und zehn getötet wurden. Insgesamt forderte das fünfstündige Gefecht 55 Menschenleben, und zwar 22 Polizisten, 14 Justizvollzugsbeamte, zwei Soldaten, 13 Boko-Haram-Mitglieder und vier Zivilisten, eine Frau und drei Kinder.[90]

Angesichts der Eskalation der Gewalt rief Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan am 14. Mai 2013 für die Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa den Notstand aus.[91] Schätzungen zufolge tötete Boko Haram bis Mai 2013 insgesamt mehr als 4.000 Menschen.[92] In einer neuen Offensive gegen die Gruppe verlegten die nigerianischen Streitkräfte tausende zusätzliche Soldaten und schweres Gerät[92] in die betroffenen Gebiete und schalteten teilweise das Mobilfunknetz aus.[93] Am 17. Mai verlautbarte das nigerianische Militär, dass seit dem 15. Mai bei Luftangriffen auf Boko-Haram-Lager, von denen sich einige im Sambisa-Wildreservat befanden, mindestens 30 Boko-Haram-Kämpfer getötet worden seien.[93] Es handelte sich um die ersten Luftangriffe der nigerianischen Armee im eigenen Land seit dem Biafra-Krieg.[94] Unterdessen gab es in der Nacht zum 17. Mai Schüsse und Explosionen in Daura nahe Niger im nördlichen Bundesstaat Katsina; Anwohner berichteten von fünf toten Sicherheitskräften und drei toten Angreifern sowie von zerstörten Banken, Polizeistationen und Gefängnissen.[93]

Am 20. Mai verhängte das Militär eine 24-stündige Ausgangssperre über Teile Maiduguris, der Hauptstadt Bornos. Es sollen Hausdurchsuchungen vorgenommen worden sein.[94] In der ersten Woche des Ausnahmezustands sind nach Angaben des Militärs über 200 Boko-Haram-Kämpfer festgenommen worden,[95] davon 120 bei einer Beerdigung eines Kommandeurs.[96][97]

Am 3. Juni setzte das Rewards for Justice Programm des US-Außenministeriums eine Belohnung von bis zu sieben Millionen USD auf Hinweise zum Aufenthaltsort des Boko-Haram-Anführers Abubakar Shekau aus.[98][99] Am 5. Juni klassifizierte der nigerianische Staatspräsident Boko Haram als eine Terrororganisation, deren Unterstützung ein Vergehen darstellt, welches mit einer Mindeststrafe von 20 Jahren Gefängnishaft bewehrt ist.[100]

Anfang Juni bildeten sich in Maidiguri Bürgerwehren, die Straßensperren errichteten und Boko-Haram-Anhänger festnahmen und an die nigerianischen Streitkräfte übergaben. Die Bürgerwehren setzten sich aus Anwohnern zusammen, die zwar mit dem Militär kooperierten, aber weder Waffen noch Bezahlung erhielten. Der erhöhte Fahndungsdruck zwang Boko Haram, noch verdeckter vorzugehen. So wurden von der Armee einige mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder erschossen, die mit Gesichtsschleier als Frauen verkleidet ihre Schusswaffen unter bodenlangen Gewändern verbargen. Laut Aussagen von Augenzeugen eines Vergeltungsangriffes, der sich gegen Mitglieder einer Bürgerwehr richtete, erschossen Boko-Haram-Anhänger, die sich als Trauerzug tarnten und so ihre Schusswaffen im Sarg versteckt mitführen konnten, 13 Menschen.[101] Als den Boko-Haram-Anhängern die Munition ausging, wurden sie von Jugendlichen festgenommen und an Soldaten übergeben, die acht Boko-Haram-Anhänger erschossen, 'als sie versuchten zu fliehen'.[102]

Am Donnerstag, dem 20. Juni, verbot die nigerianische Armee den Besitz von Satellitentelefonen im Bundesstaat Borno und drohte jedem, der dort mit einem Satellitentelefon, Zubehör oder Wiederaufladekarten für Satellitentelefone angetroffen werde, mit Verhaftung. Laut Oberstleutnant Sagir Musa sei das Verbot eine Reaktion auf die Verwendung von Satellitentelefonen durch Aufständische zur Planung von Angriffen auf zwei Schulen. Bei den Angriffen am vorangehenden Wochenende wurden mindestens 16 Schüler und zwei Lehrer getötet. Zuvor waren bereits die Mobilfunknetze in Borno lahmgelegt worden.[103]

In der Nacht vom 5. auf den 6. Juli wurden bei einem Überfall auf ein Internat in Mamudo im Bundesstaat Yobe mindestens 42 Menschen getötet. In den Schlafsälen detonierten Sprengsätze, die meisten der Getöteten waren Schüler. Die nigerianischen Streitkräfte verhängten eine Informationssperre.[104] Die Mobilfunknetze in Yobe und Borno waren aufgrund der Verhängung des Ausnahmezustandes seit dem 16. Mai 2013 lahmgelegt und in Adamawa seit dem 26. Mai 2013.[105][106] Der Angriff wird Boko Haram zugeordnet; am 4. Juli waren in der Nähe der Schule 22 Boko-Haram-Mitglieder getötet worden.[104] Am 7. Juli ordnete der Gouverneur von Yobe, Ibrahim Gaidam, die Schließung aller weiterführenden Schulen in Yobe bis zum Beginn des nächsten Schuljahres im September an, sicherte den Opfern des Angriffs kostenlose medizinische Versorgung zu und bat um Wiedereinschaltung der Mobilfunknetze, damit Hinweise aus der Bevölkerung die Sicherheitskräfte ungehindert erreichen könnten.[107] Daraufhin stellten am 11. Juli die nigerianischen Streitkräfte das Mobilfunknetz im etwas ruhigeren Bundesstaat Adamawa wieder her, in Yobe und Borno blieb es abgeschaltet.[108]

Nach Angaben der nigerianischen Streitkräfte kamen am 4. August bei Angriffen mit Sprengstoffen und ‚hochentwickelten Waffen‘ auf eine Polizeistation in Bama und eine Militärbasis in Malam Fatori, beide im Bundesstaat Borno, und bei dem daran anschließenden Schusswechsel insgesamt 32 Boko-Haram-Kämpfer, zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben.[109] Am 14. August verlautbarte Brigadegeneral Chris Olukolade, das nigerianische Militär habe bei Kämpfen im Raum Bama im Bundesstaat Borno Anfang August 2013 den Stellvertreter von Abubakar Shekau, Momodu Bama, einen der meistgesuchten Boko-Haram-Anführer, auf den ein Kopfgeld von 155.000 USD ausgesetzt war, getötet.[110] Oberstleutnant Sagir Musa bestätigte, dass Momodu Bama und sein Vater Abatcha Flatari, der als einer der spirituellen Anführer von Boko Haram galt, am 4. August 2013 bei den Kämpfen in Folge des Angriffs auf die Polizeistation in Bama getötet worden seien.[111]

Am 11. August 2013 wurden im Bundesstaat Borno in der Stadt Konduga, die etwa 35 km von Maiduguri entfernt liegt, mindestens 44 Menschen bei einem Anschlag während des Morgengebets auf eine Moschee erschossen.[112] Vom 10. bis zum Morgen des 11. Augusts wurden im Dorf Ngom im Distrikt Mafa nahe Maiduguri bereits 12 Menschen getötet.[113] Das Dorf war kurz zuvor von einigen Soldaten und einer Jugend-Bürgerwehr-Gruppe gestürmt und nach Boko-Haram-Mitgliedern durchkämmt worden.[111] Nigerianische Offizielle vermuten hinter den Angreifern, die Militäruniformen getragen haben sollen, Boko-Haram-Mitglieder, die Rache an Mitgliedern von Bürgerwehren nehmen wollten.[112] Nigerianische Medien sprechen von 51 Toten in Konduga, also insgesamt 63 Toten, und von mindestens 26 Verletzten.[111]

In der Nacht vom 15. auf den 16. August 2013 kamen in Damboa im Bundesstaat Borno mindestens elf Menschen ums Leben, als mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer die Stadt angriffen. Während Angriffe auf die Polizeistation und einen Militärposten zurückgeschlagen wurden, erschossen weitere Kämpfer Zivilisten und zündeten rund 20 Häuser an.[114]

Nach Berichten mehrerer nigerianischer Zeitungen töteten am 20. August 2013 etwa 50 Angreifer mindestens 44 Menschen im Dorf Dumba bei Baga im Bundesstaat Borno, indem sie ihnen nach Aussagen der Dorfbewohner die Kehle durchschnitten. Einigen Überlebenden seien daraufhin die Augen ausgestochen worden.[115][116] Andere Berichte sprachen von einem Angriff auf Dumba mit mindestens 35 Toten am 19. August.[117] Nach Aussage von Brigadegeneral Chris Olukolade beschossen Mitglieder von Boko Haram die Dorfbewohner, als sie am 19. August nach dem Morgengebet die Moschee verließen; der Angriff sei Vergeltung für die Weigerung der Dorfbewohner, mit Boko Haram zu kooperieren.[118] Es gibt abweichende Berichte,[119] die von zwei Angriffen sprechen, und zwar mit 44 Toten in Baga und 35 Toten in Dumba. Aufgrund mangelnder Telefonverbindungen[A 2] kamen Einsatzkräfte erst verspätet zur Hilfe[119] und die Nachrichten über den Angriff erreichten die Öffentlichkeit erst am 23. August.[118] Bis zum 27. August wurden in dem Flüchtlingslager, das für aufgrund des Angriffes auf Dumba Geflohene in der zentralen Grundschule von Baga eingerichtet wurde, bereits mehr als 4000 Flüchtlinge registriert, meist Fischer oder Bauern.[120]

Am 25. und 26. August 2013 wurden bei zwei mutmaßlichen Angriffen der Boko Haram auf Bürgerwehren im Bundesstaat Borno mindestens 24 Menschen getötet. Bei der ersten Tat wurden in Bama 18 und bei der zweiten Tat in Damasak weitere sechs Menschen erschossen.[121]

Am 30. August 2013 geriet eine Bürgerwehr in einen Hinterhalt bei Monguno im Bundesstaat Borno, als sie versuchte, ein Boko-Haram-Camp zu erreichen, um Boko-Haram-Mitglieder festzunehmen. Die mehr als 100 Jugendlichen hatten stundenlang vergeblich auf die vereinbarte Militäreskorte gewartet und waren dann ohne Begleitschutz aufgebrochen. Boko-Haram-Kämpfer, die sich mit Militäruniformen und drei erbeuteten Patrouillenfahrzeugen als Soldaten getarnt hatten, töteten mindestens 24 der Jugendlichen, weitere 34 wurden nach dem Angriff vermisst. [122]

Nach Aussage von Oberstleutnant Sagir Musa töteten am 6. September 2013 nigerianische Streitkräfte mit Luftunterstützung rund 50 Boko-Haram-Mitglieder bei Angriffen auf deren Lager im Nordosten Nigerias. Am 4. September überfielen Boko-Haram-Kämpfer das Dorf Gajiram nördlich von Maiduguri im Bundesstaat, in dem sich am Markttag viele Händler aufhielten, dabei wurden 15 Menschen getötet und mehrere Gebäude in Brand gesteckt. Am Morgen des 5. September wurden in der Kleinstadt Bulabilin Ngaura südöstlich von Maiduguri fünf Menschen auf dem Weg zur Moschee von Boko-Haram-Kämpfern erschossen. Nach beiden Überfällen gelang es nigerianischen Streitkräften, den Angreifern zu ihren Lagern zu folgen und diese zu zerstören.[123]

Am Morgen des 8. September 2013 gerieten Mitglieder einer Bürgerwehr in Benisheik westlich von Maiduguri im Bundesstaat Borno in einen Hinterhalt mutmaßlicher Boko-Haram-Kämpfer, die die Bürgerwehr von Bäumen aus beschossen. Die Bürgerwehr wartete seit dem 6. September auf die Annäherung von Boko-Haram-Kämpfern an den Ort; über die Effektivität der Unterstützung der Bürgerwehr durch reguläre nigerianische Truppen gibt es widersprüchliche Aussagen. Bei dem Gefecht starben mindestens 13 Mitglieder der Bürgerwehr und fünf mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer.[124]

Am 12. September 2013 griffen nigerianische Streitkräfte einen befestigten Boko-Haram-Stützpunkt im Kasiya-Wald nördlich von Maiduguri im Bundesstaat Borno an, der mit auf Fahrzeugen montierten Panzerabwehr- und Luftabwehrgeschützen verteidigt wurde. Laut Angaben der Streitkräfte wurden dabei 150 Boko-Haram-Kämpfer und 16 Soldaten getötet, neun Soldaten würden vermisst. Andere Berichte sprechen von bis zu 100 gefallenen Soldaten.[125]

Am 17. September errichteten Boko-Haram-Kämpfer mit Militäruniformen getarnt eine Straßensperre bei Benisheik und erschossen Flüchtende. Außerdem rückten sie mit rund 20 Pickups in den Ort ein. Mindestens 143 Menschen[126] kamen bei dem Angriff ums Leben.[127]

Am 18. September griffen Islamisten den Ort Buni Yadi im Bundesstaat Yobe an und brannten die Polizeistation sowie weitere öffentliche Gebäude nieder. Ein Soldat wurde bei einem Schusswechsel mit den Angreifern getötet, und die Frau des Polizeichefs wurde in ihrem Haus verbrannt.[127]

Am 20. September 2013 gerieten nigerianische Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Abuja im Stadtteil Abo unter schweren Beschuss, der bis zu neun Todesopfer forderte, als sie gegen drei Uhr versuchten, ein mutmaßliches Boko-Haram-Waffenlager auszuheben.[127] Die Sicherheitskräfte nahmen zwölf mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder fest.[126]

Am 27. September 2013 töteten mutmaßliche Mitglieder der Boko Haram den islamischen Kleriker Malam Alaramma Dan-Gubana im Nangere Local Government im Bundesstaat Yobe.[128]

Am 28. September 2013 wurden im Bundesstaat Borno State, in der Ngala Local Government Area, in den beiden Vororten Fulatari und Kanumburi der Kleinstadt Gamboru, 27 Menschen bei Angriffen von Boko Haram getötet.[129]

Am 29. September 2013 wurden elf Bewohner des Stadtteiles Zangang des Ortes Attakar Chiefdom in der Kaura Local Government Area des Bundesstaates Kaduna getötet, einige Häuser wurden niedergebrannt.[130]

Bei einem Angriff auf ein Studentenwohnheim der Hochschule für Landwirtschaft im Gujba Distrikt des Bundesstaates Yobe am 29. September 2013 erschossen mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder bis zu 50 schlafende Studenten und zündeten die Unterrichtsräume der Hochschule an.[131][132]

Am Morgen des 20. Oktobers 2013 hielten neun wie Soldaten gekleidete Bewaffnete auf Motorrädern bei Logumani im Bundesstaat Borno Fahrzeuge an und zwangen die Insassen, auszusteigen und sich auf den Boden zu legen. Die bärtigen Männer, die von Überlebenden als Anhänger von Boko Haram eingestuft wurden, erschossen fünf Menschen und töteten 14 weitere mit Messern oder Macheten. Als die Täter einen Anruf erhielten, der sie vor nahenden Soldaten warnte, brachen sie das Massaker ab und flohen auf ihren Motorrädern in den Busch.[133]

Am Abend des 24. Oktobers 2013 griffen rund 20 Bewaffnete, von denen einige Militäruniformen trugen, ein Hospital in Damaturu im Bundesstaat Yobe an. Sie stahlen Medikamente und fuhren in Ambulanzen davon. Die nigerianischen Streitkräfte, die nach frühestens einer Stunde eintrafen, lieferten sich sieben Stunden lang Gefechte mit den mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern, auch in anderen Teilen der Stadt, und verhängten anschließend eine 24 stündige Ausgangssperre. Das Militär teilte außerdem mit, es habe bei einem Boden- und Luftangriff auf ein Boko-Haram-Lager im Bundesstaat Borno 74 mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer getötet. [134]

Am 2. November 2013 griffen Bewaffnete einen Hochzeitskonvoi auf der Straße zwischen Bama und Banki im Bundesstaat Borno an und töteten über 30 Menschen, darunter den Bräutigam.[135] Die nigerianischen Streitkräfte sprachen von lediglich fünf Opfern.[136]

Am 9. November 2013 starben bei Kämpfen zwischen der Boko Haram und der Nigerianischen Armee in Hotoro Dan Marke, sieben Personen. Bei den Gefechten kamen auf Seiten der Boko Haram fünf Militante ums Leben sowie zwei Soldaten auf Seiten der nigerianischen Streitkräfte.[137]

Am 12. November 2013 starben bei Anschlägen im Norden des Landes 26 Menschen. Die Angreifer zündeten zudem in den vorherigen Tagen in der ländlichen Gegend im Bundesstaat Borno, mindestens 40 Häuser an und brannten diese auf die Grundmauern nieder.[138]

Am 13. November 2013 stufte das Außenministerium der Vereinigten Staaten Boko Haram als terroristische Organisation ein.[5]

Am 23. November 2013 stürmten etwa 30 Bewaffnete in einem Konvoi aus Pickups und Motorrädern das Dorf Sandiya im Bundesstaat Borno und eröffneten das Feuer auf die Einwohner. Die Islamisten töteten 12 Menschen, zündeten Häuser an und stahlen Fahrzeuge. Einwohner sagten, Boko Haram beschuldige sie der Kollaboration mit den Sicherheitsbehörden.[139]

Am 29. November 2013 sind in Sabon Gari im Damboa Distrikt, des Borno States, 17 Menschen ermordet worden. Zudem brannten Mitglieder der Boko Haram über 100 Häuser, Geschäfte sowie einen Markt nieder.[140]

Am 2. Dezember 2013 griffen Mitglieder der Terrorgruppe in Mafoni, einem Vorort von Maiduguri, die Composite Group Air Force Base der Nigerian Armed Force an.[141] Bei den anschließenden Gefechten wurden nach Presseberichten mehr als 20 Soldaten getötet, die nigerianischen Streitkräfte sprachen von zwei verletzten Soldaten sowie der Zerstörung zweier Helikopter und dreier ausgemusterter Flugzeuge und 24 getöteten Angreifern.[141][142] Zudem explodierte vor dem Maiduguri International Airport im Bundesstaat Borno eine Autobombe, zu der sich die Boko Haram bekannte.[143] Anwohner sprachen von einem Angriff hunderter Bewaffneter auf Stützpunkte der Streitkräfte in der Stadt, bei dem Häuser eingerissen und Läden und Tankstellen angezündet wurden.[141]

Um 3:00 h Ortszeit am 20. Dezember 2013 schwärmten Aufständische mit einem Konvoi aus Allradfahrzeugen um ein Kasernengelände am Rande vom Bama im Bundesstaat Borno aus und griffen es mit Sprengstoff, Sturmgewehren und Panzerfäusten an. Der Angriff, bei dem auch Frauen und Kinder getötet wurden, konnte erst nach Stunden durch den Einsatz von Kampfflugzeugen beendet werden.[144] Am 24. Dezember teilte Generalmajor Chris Olukolade mit, mittels Luftüberwachung seien die Angreifer auf der Flucht nach Kamerun aufgespürt worden, was es nigerianischen Streitkräften ermöglicht habe, mehr als 20 Fahrzeuge der Aufständischen zu zerstören, wobei 50 Aufständische, 15 Soldaten und fünf Zivilisten ums Leben gekommen seien.[145]

2014[Bearbeiten]

Muhammad Abubakar, der Anführer von Boko Haram, drohte Anfang 2014 in einem Brief an den Präsidenten von Kamerun, Boko Haram werde Kamerun, mit dem es sonst „kein Problem“ habe, den Krieg erklären, falls kamerunische Streitkräfte sich weiterhin bei Kämpfen zwischen Boko Haram und nigerianischen Streitkräften im Grenzgebiet auf Seite der nigerianischen Streitkräfte schlagen oder sich aus Nigeria nach Kamerun zurückziehende Boko-Haram-Verbände angreifen würden.[146]

Das Jahr 2014 begann mit einer Offensive der nigerianischen Streitkräfte gegen Boko-Haram-Lager im Sambisa-Wald im Bundesstaat Borno. Die Offensive während der ersten Januarwoche wurde am 31. Dezember 2013 gestartet. Mit Helikoptern, Kampfflugzeugen und schwerer Artillerie fügten die nigerianischen Streitkräfte Boko Haram Verluste zu und versuchten die Sekte endgültig aus dem Gebiet zu vertreiben, nachdem es der ersten Offensive im Mai 2013 nicht gelungen war, Boko Haram von Operationen in diesem Gebiet dauerhaft abzuhalten.[147]

Am 9. Januar 2014 starben 38 Boko-Haram-Kämpfer bei dem Versuch, das 195. Bataillon der 7. Infanteriedivision der nigerianischen Armee in Damboa im Bundesstaat Borno anzugreifen. Die Armee, auf deren Seite ein Soldat fiel, erbeutete drei Fahrzeuge sowie Waffen und Munition, darunter auch Munition für leichte und schwere Maschinengewehre.[148]

Am 12. Januar 2014 wurden bei einem Boko Haram zugeordneten Angriff auf einen Markt im Dorf Kayamula im Bundesstaat Borno fünf Händler getötet.[149] Rund zehn Tage zuvor waren bei einem vorherigen Angriff der Sekte auf Kayamula bereits neun Menschen ums Leben gekommen.[150]

Am 14. Januar tötete eine Autobombe nahe einem Markt in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, mindestens 17 Menschen. Boko Haram bekannte sich zu dem Anschlag. Das Militär, das laut Zeugen nach der Explosion automatische Waffen einsetzte, teilte mit, ein Verdächtiger sei verhaftet worden.[149]

Am 15. Januar griffen Boko-Haram-Kämpfer die Polizeistation von Banki im Distrikt Bama des Bundesstaates Borno mit Panzerfäusten an, schossen sie in Brand und töteten einen Polizisten. Nach Aussagen von Anwohnern gingen sie anschließend während des über eine Stunde dauernden Angriffs von Tür zu Tür und schnitten Anwohnern die Kehle durch.[151]

Am 19. Januar griffen mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer das Dorf Alau Ngawo Fatie im Distrikt Jere im Bundesstaat Borno an und töteten 18 Menschen.[152]

Nach Angaben der nigerianischen Streitkräfte griffen Boko-Haram-Kämpfer am 26. Januar 2014 das Dorf Kawuri im Bundesstaat Borno und einen Gottesdienst im Dorf Waga Chakawa im Bundesstaat Adamawa an. In Kawuri, wo gerade ein Markt zu Ende ging, töteten laut Angaben von Zeugen mehr als 50 Angreifer, die in einem Konvoi aus 26 Fahrzeugen, darunter zwei gepanzerte, in das Dorf eindrangen, mit Sprengstoff und Schusswaffen 85 Menschen und zündeten mehr als 300 Häuser an.[153] In Waga Chakawa zündeten Bewaffnete Bomben und schossen auf die Besucher eines Gottesdienstes, wobei 30 Menschen[153] getötet wurden. Außerdem brannten sie Häuser nieder und nahmen Anwohner als Geiseln.[154]

Am 30. Januar griffen zehn mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer, die mit zwei Fahrzeugen aus Richtung Maiduguri kamen, eine Polizeistation im Distrikt Giade im Bundesstaat Bauchi mit improvisierten Sprengsätzen an, schossen einen Polizisten nieder, befreiten einen Gefangenen und erbeuteten Waffen sowie Munition.[155]

Die nigerianische Luftwaffe verkündete am 5. Februar 2014, sie habe durch Luftschläge gegen Boko-Haram-Verstecke im Raum Bulabulim und Yujiwa-Alagarno im Bundesstaat Borno den Aufständischen schwere Verluste zugefügt und sie zum Rückzug nach Kamerun, den Tschad und Niger gezwungen.[156]

Mit dem einsetzenden Sonnenuntergang griffen Bewaffnete am 11. Februar 2014 mit Allradfahrzeugen die Kleinstadt Konduga im Bundesstaat Borno an. Die dort stationierten nigerianischen Sicherheitskräfte und Streitkräfte flohen. Auch herbeigerufene Verstärkungen aus Maiduguri konnten sich mit ihren AK-47 nicht gegen die Boko-Haram-Kämpfer durchsetzen, die unter anderem mit schwereren Waffen wie Panzerfäusten und Browning Maschinengewehren sowie spezialisierten Waffen wie AA-12 Nahkampfgewehren ausgestattet waren. Entsendete Kampfhubschrauber konnten nicht feuern, da die Angreifer sich unter die Bevölkerung mischten.[157] 39 Menschen wurden getötet, eine Moschee und mehr als 1.000 Häuser wurden zerstört, die Einwohner flohen im Schutz der Dunkelheit, viele zu Fuß, bis in die 35 Kilometer entfernte Hauptstadt des Bundesstaates, Maiduguri. Erste Berichte sprachen von einem Flugzeug der nigerianischen Streitkräfte, das einige Stunden nach Beginn des Angriffs die Angreifer so lange beschoss, bis sie die Flucht antraten.[158]

Am 15. Februar 2014 griffen rund 100 Boko-Haram-Kämpfer das überwiegend christliche[157] Dorf Izghe im Bundesstaat Borno an der Grenze zum Bundesstaat Adamawa an. Sie versammelten die Männer des Dorfes und töteten die Versammelten mit Macheten und Schusswaffen, anschließend gingen sie von Tür zu Tür und töteten alle, die sie antrafen. Der fünf Stunden dauernde Angriff auf das Dorf kostete 146 Einwohnern[159] das Leben. Die nigerianischen Streitkräfte, die sich nach dem Verlust von neun Soldaten[160] in der Woche davor aus dem Gebiet zurückgezogen hatten, intervenierten nicht.[161] Am 23. Februar 2014 griffen erneut Bewaffnete das Dorf Izghe an, in dem noch einige ältere Einwohner verblieben waren. Sie brannten das Dorf vollständig nieder und töteten laut Aussage eines Einwohners vier Menschen. Senator Ali Ndume aus Borno warf der nigerianischen Armee vor, den wiederholten Angriff ermöglicht zu haben, da sie es versäumt habe, nach dem Angriff vom 15. Februar Streitkräfte oder Sicherheitskräfte in Izghe zu stationieren.[162]

Am 17. Februar 2014 wurden in Diffa in Niger 20 mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder verhaftet, denen vorgeworfen wurde, Anschläge in Niger als Vergeltung für die Unterstützung der nigerianischen Streitkräfte geplant zu haben. Am 18. Februar wurde in Niger ein Boko-Haram-Trainingslager entdeckt, in dem Kämpfer in Panzer- und Luftabwehr ausgebildet wurden sowie an AA-12 Nahkampfgewehren.[163]

Am Morgen des 19. Februar 2014 griff Boko Haram fünf Stunden lang die Stadt Bama im Bundesstaat Borno an. Bei dem Angriff wurden etwa 80 bis 98 Einwohner[164] getötet, der Palast des Emirs von Bama,[A 3] Alhaji Kyari Ibn Ibrahim El-Kanemi,[165] teilweise niedergebrannt sowie Schulen und weitere Gebäude angegriffen. Die Bürgerwehr und die örtliche Verwaltung gaben an, es seien rund hundert der Angreifer getötet worden.[164] Die nigerianische Luftwaffe entsandte Flugzeuge aus Maiduguri, um die Angreifer zu bombardieren.[166]

Am 23. Februar schloss das nigerianische Militär die Grenze zwischen dem Bundesstaat Adamawa und Kamerun, um Boko Haram von seinen Stützpunkten in Kamerun abzuschneiden und um zu verhindern, dass Boko-Haram-Verbände sich auch weiterhin nach Angriffen in Nigeria nach Kamerun zurückziehen können.[167]

Am Morgen des 25. Februar 2014 griffen mehr als 50[168] mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder ein Internat in Buni Yadi, der Hauptstadt des Distrikts Gujba im Bundesstaat Yobe, an und töteten zwischen 29[169] und 43[168] Menschen, viele davon Schüler in ihren Nachtunterkünften. Die Angreifer trieben die Schülerinnen zusammen und forderten sie auf, die Schule abzubrechen und stattdessen zu heiraten. Laut BBC wurden nach der Trennung von den Schülerinnen nur die männlichen Schüler getötet,[169] laut Vanguard auch Schülerinnen.[168] Auch von der Entführung von mehr als 16 Schülerinnen wurde berichtet, außerdem wurden Teile der Schule, Verwaltungsgebäude, ein Gericht, Telekommunikationsmasten und Privatgebäude angezündet.[168] Die Sicherheitskräfte, die in der Nähe des Internats stationiert gewesen waren, waren am 24. Februar nur Stunden vor dem Angriff aus der Gegend abgezogen worden.[168]

Am 27. Februar griffen Konvois von Boko-Haram-Kämpfern, die unter anderem mit Panzerfäusten bewaffnet waren, die Großstadt Michika im Bundesstaat Adamawa sowie die nahegelegenen Dörfer Shuwa und Kirchinga an, töteten mindestens 37 Menschen, plünderten Banken, Geschäfte und Häuser und zündeten sie an. Die nigerianischen Streitkräfte töteten bei ihrer Gegenoffensive sechs Boko-Haram-Kämpfer.[170]

Am 1. März 2014 gab es in Maiduguri im Bundesstaat Borno einen Bombenanschlag, der Boko Haram zugeschrieben wird und mindestens 70 Menschenleben[171] kostete. Dabei detonierte zuerst eine in einem Lastwagen versteckte Bombe und traf viele Zuschauer eines Fußballspiels sowie eine Hochzeitsgesellschaft. Kurz darauf detonierte eine zweite Bombe, die dann besonders die herbeigeeilten Retter traf. Einige Stunden später griffen Bewaffnete das Dorf Mainok 50 km westlich von Maiduguri an, töteten mindestens 39 Menschen und brannten Mainok nieder.[172]

In der Nacht auf den 3. März griff Boko Haram das Städtchen Mafa im Bundesstaat Borno an, tötete mindestens 36 Menschen und zerstörte rund 80 % der Gebäude des Ortes. Boko Haram hatte eine Woche zuvor den Angriff angekündigt, woraufhin die nigerianischen Streitkräfte ihre Präsenz in Mafa verstärkten, einige Schulen schlossen und die meisten Einwohner ins 45 km entfernte Maiduguri flohen. Als der Angriff erfolgte, hatten die nigerianischen Streitkräfte jedoch weder die Feuerkraft noch die Mannschaftsstärke, um sich gegen die Angreifer durchzusetzen, und flohen zusammen mit den überlebenden Einwohnern aus der Stadt.[171][173]

Am 3. März griff Boko Haram das Dorf Jakana an, das sich im Distrikt Konduga befindet, etwa 20 km vom am 1. März angegriffenen Mainok entfernt. Viele Gebäude, darunter die Polizeistation des Ortes, wurden angezündet und mindestens elf Menschen,[174] nach anderen Berichten 40, darunter zwei Polizisten,[175] wurden getötet. Die Angreifer zogen sich anschließend in den Sambisa-Wald zurück.[176]

Ebenfalls am 3. März gelang es kamerunischen Streitkräften, eine Gruppe von 30 Boko-Haram-Kämpfern nahe der Grenze zu Nigeria zu stellen, sechs Boko-Haram-Kämpfer zu töten und zwei gefangenzunehmen, wobei ein Soldat fiel.[177]

Am 14. März 2014 starben bei einem Überfall hunderter militanter Boko-Haram-Anhänger auf die Giwa-Baracks-Kaserne in Gamboru, Maiduguri im Bundesstaat Borno, mindestens 22 Menschen.[178] Einige Angreifer, die flohen, wurden anschließend von der Bürgerwehr Civilian JTF vor der University of Maiduguri getötet, auch die nigerianische Luftwaffe wurde eingesetzt.[179] Eine Augenzeugin berichtete über eine illegale Hinrichtung durch Sicherheitskräfte und Leichenschändung durch die Bürgerwehr.[180] Ein weiterer Augenzeuge berichtete von 198 illegalen Hinrichtungen durch nigerianische Streitkräfte an einer ihrer Straßensperren. Amnesty International geht von 600 Getöteten aus.[181]

Am 30. März 2014 starben bei einer Gefängnisrevolte von Boko-Haram-Mitgliedern und anderen Gefängnisinsassen mindestens 21 Menschen. Eine Gruppe von Boko-Haram-Anhängern wollte durch einen Überfall auf das Aso-Rock-Gefängnis einsitzende Mitglieder befreien.[182] Die Anhänger lieferten sich im Anschluss vor der Präsidentenvilla am Aso Rock eine Schießerei mit dem State Security Service, wobei 21 Menschen ums Leben kamen.[183]

Am 1. April 2014 kamen bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugs an einer Straßensperre am Rande von Maiduguri im Bundesstaat Borno mindestens 21 Menschen ums Leben. Vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge versuchten eine Tankstelle zu erreichen, nigerianische Streitkräfte an einer Straßensperre konnten jedoch drei der Fahrzeuge durch Beschuss stoppen. Das vierte Fahrzeug detonierte daraufhin nahe der Straßensperre, wobei mindestens 15 Zivilisten und sechs mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder starben.[184]

Am 4. April 2014 entführten Bewaffnete, denen Verbindungen zu Boko Haram nachgesagt werden, in kamerunischen Maroua um 2 Uhr Ortszeit die beiden katholischen Priester Giampaolo Marta und Gianantonio Allegri.[185] Zudem wurde von der gleichen Gruppe eine 80-jährige kanadische Nonne in Yaoundé entführt.[186]

Am 5. April 2014 starben bei einem islamistischen Angriff auf das Dorf Buni Gari im Bundesstaat Yobe mindestens 17 Menschen. Der Angriff ereignete sich am frühen Morgen kurz vor 7 Uhr Ortszeit beim Morgengebet. Bewaffnete Islamisten hatten das Dorf umzingelt und erschossen dann Einwohner und zündeten Häuser und Geschäfte an. In der Moschee, die sie umstellten, töteten sie mindestens fünf Gläubige.[187] [188]

Vom 9. bis zum 11. April töteten Islamisten bei Angriffen auf die Orte Dikwa, Kala Balge, Gambulga und Gwoza sowie in einem Hinterhalt an der Straße von Maiduguri nach Biu zwischen 135 und 210 Menschen. In Dikwa wurden in einer Lehrerausbildungsstätte acht Lehrer getötet und unter anderem die Bibliothek niedergebrannt.[189][190][191] Berichte über Angriffe auf ein bundesweites Examen wurden dementiert.[192]

Am 12. und 13. April 2014 starben bei zwei Überfällen von militanten Islamisten auf die Dörfer Ngoshe und Kaigamari in den LGAs Gwoza und Konduga im Bundesstaat Borno mindestens 38 Menschen, 30 in Ngoshe und acht in Kaigamari. Die mit AK-47ern, RPGs und Sprengsätzen bewaffneten Angreifer zündeten außerdem Häuser und Geschäfte an und zerstörten Telekommunikationsmasten.[193][194]

Am 13. April wurden bei islamistischen Angriffen auf das Dorf Amchaka und umliegende Dörfer in der LGA Bama im Bundesstaat Borno mindestens 60 Menschen getötet.[195]

Am 14. April 2014 starben bei der Explosion zweier Autobomben auf dem Busbahnhof Nyanya Motor Park in Abuja mindestens 75 Menschen, und mindestens weitere 124 wurden verletzt. Des Weiteren wurden mindestens 16 Busse und 24 Minibusse zerstört.[196] Boko Haram bekannte sich zu dem Anschlag.[197]

Am Abend des 14. April 2014 griff ein Konvoi mutmaßlicher Boko-Haram-Kämpfer den Ort Chibok im Bundesstaat Borno an und brannte 170 Häuser nieder. Nachdem die Angreifer sich im Gefecht gegen rund 50 Soldaten[198] durchgesetzt hatten, drangen sie als Soldaten getarnt in eine Schule ein, töteten zwei Sicherheitskräfte, raubten Vorräte und entführten unter dem Vorwand, sie vor einem Angriff von Boko Haram in Sicherheit zu bringen, mehr als 200 Schülerinnen aus ihrem Wohnheim, von denen etwa ein Dutzend wieder entkommen konnten.[199] Die nigerianischen Streitkräfte führten zusammen mit Sicherheitskräften und Freiwilligen eine großangelegte Suchaktion nach den entführten Schülerinnen durch.[198] Anfängliche Meldungen über eine Befreiung der Schülerinnen stellten sich als falsch heraus. Je nach Quelle soll insgesamt 44 Schülerinnen die Flucht gelungen sein, 85 bis 230 würden noch vermisst.[197][200] Es gibt Berichte, einige der vermissten Schülerinnen seien über den Tschadsee ins benachbarte Ausland gebracht worden, andere sollen nach Kamerun verschleppt worden sein. Es gibt auch Berichte über Zwangsverheiratungen von Schülerinnen mit Islamisten, die ihre „Frau“ dann im benachbarten Ausland gefangen hielten.[201] Die entführten Schülerinnen sollen für umgerechnet neun Euro „verkauft“ worden seien.[202]

Am 15. April 2014 stoppten mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer beim Dorf Wala in der LGA Gwoza im Bundesstaat Borno auf der Straße von Bama nach Gwoza zwei Busse an einer Straßensperre. Sie befragten die Passagiere nach ihrer Herkunft; die 18 Reisenden, die angaben, sie seien aus Gwoza, wurden allesamt getötet, die übrigen durften die Sperre passieren.[203]

Am Abend des 15. April 2014 ermordeten Bewaffnete, die in das Dorf Sabon-Kasuawa in der LGA Hawul im Bundesstaat Borno eingedrungen waren, den Monarchen des Distrikts in seinem Schlafzimmer. Auf der Flucht erschossen die mutmaßlichen Boko-Haram-Mitglieder zwei Wachmänner des Monarchen.[204][205]

Am 26. April 2014 starben bei einer Operation der nigerianischen Armee gegen die Terrororganisation nahe der Ortschaft Bulanbuli im Bundesstaat Borno mehr als 40 mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder sowie vier Soldaten. Weitere neun Soldaten wurden verwundet.[206]

Am 1. Mai 2014 starben mindestens neun Menschen bei einem Anschlag in Nyanya im Bundesstaat Nasarawa[207] durch zwei Autobomben am Busbahnhof Nyanya Mass Transit Bus Park.[208]

Am 7. Mai 2014 drangen Bewaffnete in das Dorf Gamboru im Nordosten Nigerias ein und töteten dort wahllos Einwohner, deren Zahl wurde von Reuters zunächst mit mindestens 125, später dann mit 200 bis 300 angegeben. [209] Ein Überlebender gab an, dass die Angreifer gezielt den Markt und für den Export bestimmte Waren zerstört hätten. [210]

Am 18. Mai 2014 wurden bei einem Bombenanschlag in einem Viertel der Volksgruppe Hausa in Sabon Gari im Bundesstaat Kaduna mindestens fünf Menschen getötet.[211] Die Explosion ereignete sich um 22 Uhr Ortszeit in einem christlichen Viertel zwischen einem Shoprite-Markt und einer Bar. Unter den Opfern befanden sich ein zwölfjähriges Mädchen und ihre Mutter.[212][9]

Am 20. Mai 2014 ereigneten sich mehrere Autobombenanschläge in Jos im Bundesstaat Plateau. Die erste Bombe detonierte mitten auf einem belebten Schuhmarkt auf dem Murtala Muhammed Way. Die Detonation der zweiten Bombe, die etwa eine Viertelstunde später erfolgte, traf besonders die herbeigeeilten Helfer.[213] Bei den Anschlägen starben mindestens 118 Menschen, und 56 weitere wurden verletzt.[214][215]

In der Nacht auf den 21. Mai 2014 griff eine Gruppe Boko-Haram-Kämpfer das Dorf Alagarno in der LGA Damboa im Bundesstaat Borno an, woraufhin viele Dorfbewohner in den Busch flüchteten. Nach stundenlangem Morden und Plündern zogen sich die Angreifer mit gestohlenen Fahrzeugen und Vorräten zurück, nachdem sie das Dorf niedergebrannt hatten. 19 Menschen wurden getötet, darunter Frauen und ein Kind; eine junge Frau wird seit dem Angriff vermisst.[216][217] Zudem wurden im benachbarten Dorf Shawa zehn Menschen erschossen.[218]

Am 24. Mai 2014 starben bei einem Bombenanschlag auf der Bauchi Road in Jos während des Public Viewing des UEFA-Champions-League-Finales drei Menschen.[219] Gegen 21:30 Uhr Ortszeit explodierte eine unkonventionelle Sprengvorrichtung in einem Lieferwagen.[220]

In der Nacht vom 26. auf 27. Mai 2014 starben bei Angriffen auf staatliche Einrichtungen und Polizeibehörden mindestens 54 Menschen in den Bundesstaaten Borno und Yobe.[221] In Ashigashiya im Bundesstaat Borno starben 9 Menschen durch Schussverletzungen, die Angreifer von Boko Haram brannten anschließend die Häuser nieder und hissten ihre weißen Fahnen mit arabischen Buchstaben.[222] Zudem starben 21 Polizisten und 24 Militanten bei der Erstürmung eines Polizeireviers in Buni Yadi im Bundesstaat Yobe.[221]

Am 30. Mai 2014 verübten Kämpfer der Boko Haram, ein Attentat auf den Emir von Gwoza Alhaji Shehu Mustapha Idrisa Timta. Der Emir starb bei dem Anschlag durch mehrere Schüsse in seinem Auto, auf der Hawul Road in Garkida im Bundesstaat Borno.[223] Zudem wurden wenige Stunden vorher zwei Fulani Emire in Zhur, im Distrikt Sangere des Bundesstaats Adamawa verwundet.[224]

Am 31. Mai 2014 starben bei zwei „ethnischen Säuberung“ von Christen, in den Dörfern Kanari, Wazarde und Gula im Gamboru Distrikt des Bundesstaats Borno, mindestens 42 Menschen.[225]

Die beiden christlichen italienischen Priester Gianantonio Allegri, Giampaolo Marta und die franko-kanadische Nonne Gilberte Bussiére wurden nach rund zwei Monaten freigelassen. Die Gruppe wurde am 5. April 2014 in Maroua von einer Splittergruppe der Boko Haram im Nachbarland Kamerun entführt.[226]

Am 1. Juni 2014 starben bei einem Public Viewing im Mubi Township Stadium des Spiels Kamerun gegen Deutschland im Bundesstaat Adamawa mindestens 40 Personen.[227]

Am 2. Juni 2014 starben bei einem Anschlag auf das Center for Caring Empowerment and Peace Initiative in Attagara, im Gwoza Local Government im Bundesstaat Borno, 13 Menschen. Die Angreifer schossen auf die fliehenden Gläubigen und verletzten dabei 13 Personen tödlich.[228]

Am 5. Juni 2014 verschleppten Anhänger der Terrorgruppe 20 Frauen aus der Nomadensiedlung Garkin Fulani im Bundesstaat Borno.[229] Sie zwangen die Frauen bewaffnet zum Einsteigen in Autos. Zudem nahm die Truppe drei Männer als Geiseln, weil sie die Entführung verhindern wollten.[230]

Am 8. Juni 2014 wurden 50 Anhänger der Terrororganisation von der nigerianischen Armee in der Ortschaft Bilta im Bundesstaat Borno getötet.[231] Zudem beschlagnahmte man im Bundesstaat Adamawa 30 Waffen, 36 Handgranaten, sieben Kalaschnikows und 11 Granatwerfer.[232]

Am 16. Juni 2014 wurden in Damaturu 21 Personen, während der Public Viewing Übertragung, des Fußball-Weltmeisterschaft Spieles Nigeria gegen Iran durch eine Autobombe getötet.[233]

Am 17. Juni 2014 verhaftete das 144. Battalion der Nigerian Armed Forces bei einer Razzia auf ein Konvoi aus 33 Bussen im Bundesstaat Abia 486 Mitglieder der Terrororganisation.[234]

Am 21. Juni 2014 starben bei einem Attentat auf Christen in den Dörfern Kwaranglum und Tsaha im Local Government Area of Borno State zehn Menschen.[235]

Am 22. Juni 2014 starben bei einem Überfall auf Christen in den Dörfern Koronginim und Ntsiha mindestens 20 Personen.[236] Im Anschluss lieferten sich Anhänger der radikal-islamischen Organisation Gefechte mit der Nigerian Armed Forces, bei denen mehrere Angreifer starben. Dabei brannten zudem mehrere Fahrzeuge der Boko Haram aus. Das Dorf Koronginim liegt nur rund 9 km Luftlinie von Chibok entfernt, wo im Mai 2014 rund 200 Schülerinnen entführt worden waren.[237]

Am 24. August 2014 gab die Polizei bekannt, dass nach einem Angriff auf ein Ausbildungszentrum bei Gwoza 35 Polizisten vermisst würden.[238]

Im August 2014 erklärte Abubakar Shekau die besetzten Teile im Nordosten Nigerias zu einem Kalifat.[239]

Gründe der erfolglosen Bekämpfung von Boko Haram[Bearbeiten]

Die Opposition in Nigeria wirft 2014 der Regierung und dem Militär totales Versagen vor. Die Armee sei in einem verrotteten Zustand. Die Moral der Soldaten sei schlecht, u.a. da die Soldaten oft wochenlang auf ihren Sold warten müssten. Die Ausrüstung des Militärs sei verwahrlost und die interne Kommunikation chaotisch. Die Disziplin der Truppen sei schwach. Bestechliche Offiziere würden mit Boko Haram kollaborieren. Im Mai 2014 wurde gegen neun Generäle wegen Waffenverkäufen an Boko Haram ermittelt. Nach einem Überfall am 13. Mai 2014 auf einen Stoßtrupp der 7. Infanteriedivision in der Region Chibok wurde beim anschließenden Truppenbesuch des kommandierenden Generals dessen Fahrzeug von eigenen Soldaten beschossen. Die Soldaten verdächtigen ihren eigenen Kommandeur der Kollaboration mit Boko Haram. Amnesty International hat schwere Menschenrechtsverletzungen des Militär dokumentiert. Amnesty hatte im ersten Halbjahr 2013 950 Tote in Militärgewahrsam festgestellt. Häftlinge würden an Schusswunden oder Folterfolgen sterben. Andere würden in Lagern verhungern oder ersticken. Sinnigerweise hat eines der Militärgefängnisse im Volksmund den Namen Guantanamo. Als ein Zeuge einen seiner früheren Entführer identifizierte, wurde dieser sogleich von Soldaten erschossen. Jeder Bartträger würde als verdächtigter Muslim betrachtet, dabei war die Mehrzahl der Opfer von Boko Haram selbst Muslime. Die Bevölkerung in den Muslimgebieten fürchte sich vor Boko Haram und Militär gleichermaßen. Die Brutalität des Militärs treibe junge arbeitslose Männer zu Boko Haram. Dazu tragen ferner Staatsversagen mit der allgegenwärtigen Korruption bei, ferner die moralische Verkommenheit der politischen Elite und doppelzüngige Imame.[240]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Professorin (research professor) für Geschichte und Spezialistin für afrikanische Geschichte und Politik am Purchase College der State University of New York
  2. Aufgrund des am 14. Mai 2013 verhängten Ausnahmezustandes in Borno war das Mobilfunknetz seit dem 16. Mai 2013 abgeschaltet und der Besitz von Satellitentelefonen seit dem 20. Juni 2013 verboten.
  3. Das Emirat Dikwa wurde 2010 in die Emirate Dikwa und Bama aufgespalten, siehe Nigeria: Gov Sheriff Splits Century Old Emirate. In: Daily Trust. 11. März 2010, abgerufen am 20. Februar 2014 (englisch)..

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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