Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

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Logo des Biosphärenreservats

Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz ist ein Biosphärenreservat in Sachsen-Anhalt. Es wurde am 23. März 2009 gegründet[1] und ist damit das 16. Biosphärenreservat in Deutschland. Die Anerkennung durch die UNESCO steht noch aus.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Auf dem Karstwanderweg bei Questenberg, Gemeinde Südharz

Das Biosphärenreservat mit einer Fläche von 30.034 Hektar liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz auf dem Gebiet der Städte Allstedt und Sangerhausen sowie der Gemeinden Berga, Südharz und Wallhausen. Es erstreckt sich am Südrand des Harzes von der Landesgrenze zu Niedersachsen bis zu den Südausläufern des Mansfelder Berglandes in Pölsfeld.

Die Gipskarstlandschaft mit Zechsteinablagerungen weist Höhlen, Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden und Karstquellen auf. Neben Buchenwäldern entstand auf dem engen Raum des steil abfallenden Südharzes eine rund 1000 Jahre alte, kleinflächige Kulturlandschaft mit Hute- und Trockenrasenflächen sowie Streuobstwiesen. Bei Sangerhausen befindet sich eine Bergbaufolgelandschaft mit Stollen und Halden. Klimatisch liegt das Biosphärenreservat am Übergang von subatlantischer zu subkontinentaler Ausprägung.

Schutzzonen[Bearbeiten]

Das Biosphärenreservat gliedert sich in „Kernzone“ und „Pflegezone“, die die sechs Naturschutzgebiete

  • Alter Stolberg (Sachsen-Anhalt) und Grasburger Wiesen
  • Gipskarstlandschaft Heimkehle
  • Gipskarstlandschaft Pölsfeld
  • Gipskarstlandschaft Questenberg
  • Großer Ronneberg-Bielstein
  • Pferdekopf

sowie sechs Natura-2000-Gebiete umfassen. Während in der Kernzone jegliche Nutzung ausgeschlossen ist, ist in der Pflegezone eine Nutzung möglich, soweit sie den Naturschutzgebietsverordnungen entspricht und der Erhaltung und Pflege der Ökosysteme nicht entgegensteht.

Die „Entwicklungszone“ umfasst das übrige Gebiet des Biosphärenreservats, darunter Teile des Landschaftsschutzgebiets „Harz und südliches Harzvorland“. Hier sollen menschliche Bewirtschaftung, darunter auch als Erholungsraum, und Ansprüche der Natur gleichermaßen berücksichtigt werden.

Tourismus[Bearbeiten]

Durch das Biosphärenreservat führt der östliche Teil des Karstwanderwegs. ab November 2010 fand eine Ausbildung von über 20 Natur- und Landschaftsführern statt. Bei dieser Gemeinschaftsaktion von der Biosphärenreservatsverwaltung und der Kreisvolkhochschule wurden ortsansässige Naturfreunde befähigt, Touristen zu betreuen.

Ziegenbeweidung[Bearbeiten]

Im Biosphärenreservat werden an zwei Standorten (Bösenrode und Wallhausen) Schafe und Burenziegen zur Beweidung von offenen Obstbauwiesen eingesetzt. Dadurch soll die Verbuschung zurückgedrängt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allgemeinverfügung über die Erklärung zum Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ (PDF-Datei; 44 kB)
  2. Die deutschen Biosphärenreservate auf der Website der UNESCO

Weblinks[Bearbeiten]

51.511.166666666667Koordinaten: 51° 30′ 0″ N, 11° 10′ 0″ O