Biréli Lagrène

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Biréli Lagrène (2006)

Biréli Lagrène (* 4. September 1966 in Soufflenheim; Aussprache: [ˈbiːrəlɪ]) ist ein französischer Gitarrist, Komponist und Jazzmusiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sinto Biréli Lagrène (in Deutschland auch: Bireli Lagrene) hat von früher Jugend an mit seinem Vater Fiso und seinem Bruder Gaiti (französisch: Gaïti) Musik gemacht; seine erste Schallplatte nahm er im Alter von 12 Jahren auf. Die ersten Jahre seiner Karriere wurden begleitet von seinem „Entdecker“, dem slowakischen Bassisten Jan Jankeje, bei dessen Label Jazzpoint Records auch die ersten Platten erschienen. Während dieser Zeit spielte Biréli Lagrène auch mit dem US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius zusammen. Lagrène gilt manchen als ein „legitimer Nachfolger“ Django Reinhardts, dessen Kompositionen er nicht nur kongenial interpretiert; er ähnelt seinem Vorbild an Kreativität und in virtuoser Phrasierung, unternimmt aber auch Ausflüge in andere Spielarten des Jazz, in lateinamerikanische Musikstile und sogar in die Klassik. In der Tradition der Sinti- bzw. Manouches-Musiker ist Biréli Lagrène Multiinstrumentalist; neben der Gitarre beherrscht er Bass, Geige sowie Klavier und spielt gelegentlich Schlagzeug.

Lagrène hat unter anderem mit den folgenden Musikern zusammengespielt: Al di Meola, Larry Coryell, John McLaughlin, Vic Juris, Stochelo Rosenberg, Babik Reinhardt, Sylvain Luc, Gil Evans, Leon Redbone, Richard Galliano, Didier Lockwood, Elvin Jones und Diz Disley.

Zu seinem Repertoire gehören neben den Kompositionen von Django Reinhardt und vielen eigenen Kompositionen aus dem Sintiswing- und Modern-Jazz-Bereich auch einige Interpretationen von Pop- und Rocksongs wie z. B. Time After Time von Cyndi Lauper, I Shot The Sheriff von Bob Marley und einige Titel von Jimi Hendrix. Auf Blue Eyes präsentiert er sich auch als veritabler Jazzsänger. Aktuell ist sein Gipsy Project, bei dem er wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt ist und mit vielen Größen der Szene zusammenarbeitet.

Mike Dregni nennt in seiner Kritik im Vintage Guitar Magazine vom Dezember 2002 das Album Gipsy Project & Friends „ein wahres Meisterstück“ und die Besetzung (Biréli Lagrène – Gitarre, Thomas Dutronc – Gitarre, Holzmanno Lagrène – Gitarre, Stochelo Rosenberg – Gitarre, Hono Winterstein – Gitarre, Diego Imbert – Kontrabass, Florin Niculescu – Geige und Henri Salvador – Gesang auf Stück 7) ein „Gypsyjazz-Lineup wie im Himmel gemacht“.

Auf Djangology/To Bi Or Not To Bi, der 2007 erschienenen Doppel-CD, sind erstmals Soloaufnahmen Lagrènes zu hören, auf der zweiten CD spielt er mit der WDR Big Band Köln.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Routes To Django
  • Biréli Swing '81
  • 15
  • Stuttgart Aria Live (Pastorius)
  • Heavy'n Jazz (Pastorius)
  • My Favourite Django, 1995
  • Blue Eyes, 1998
  • Acoustic Moments
  • Duet (mit Sylvain Luc), 2000
  • Front Page (mit Dominique di Piazza und Dennis Chambers)
  • Inferno
  • Lagrene And Guests
  • Live In Marciac
  • Highlights
  • Foreign Affairs
  • Standards
  • Move, 2004
  • Djangology / To Bi Or Not To Bi, 2005
  • Gypsy Project, 2001
  • Gypsy Project & Friends
  • Electric Side, 2008
  • Summertime (mit Sylvain Luc), 2009
  • Gypsy Trio feat. Roberto Alagna, 2009

Videos[Bearbeiten]

  • Super Guitar Trio And Friends
  • Django : A Jazz Tribute
  • Jazz à Vienne 2000
  • Jazz à Vienne 2002

Weblinks[Bearbeiten]