Brandýs nad Orlicí

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Brandýs nad Orlicí
Wappen von Brandýs nad Orlicí
Brandýs nad Orlicí (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Pardubický kraj
Bezirk: Ústí nad Orlicí
Fläche: 434 ha
Geographische Lage: 50° 0′ N, 16° 17′ O50.00333333333316.284722222222305Koordinaten: 50° 0′ 12″ N, 16° 17′ 5″ O
Höhe: 305 m n.m.
Einwohner: 1434 (3. Juli 2006)
Postleitzahl: 561 12
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Petr Tomášek
Adresse: Náměstí Komenského 203
561 12 Brandýs nad Orlicí
Website: www.mesto-brandys.cz

Brandýs nad Orlicí (deutsch Brandeis an der Adler) ist eine Stadt mit 1.434 Einwohnern (Stand 3. Juli 2006) in der Region Pardubický kraj (Tschechien).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Die Stadt erstreckt sich an den Ufern des Flusses Stille Adler (Tichá Orlice), etwa elf Kilometervon der Bezirksstadt Ústí nad Orlicí entfernt. Durch Brandys führt die Eisenbahnverbindung von Pardubice nach Česká Třebová.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Denkmalsaal des Pädagogen Johann Amos Comenius
  • Kirche der Himmelfahrt Jesu
  • Denkmal der Jungfrau Maria auf dem Marktplatz
  • Denkmal des Hl. Johann Nepomuk
  • Comenius-Denkmal
  • Burgruine und frühbarockes Schloss mit einer

[Bearbeiten] Geschichte

Brandýs wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, als Heinrich von Brandýs, ein Nachkomme der sächsischen Adelsfamilie von Brandis, hier eine Burg errichten ließ. Diese gehörte im 15. und 16. Jahrhundert der Adelsfamilie Kostka von Postupice, Anhänger der Hussiten, die Brandýs zu einem der Zentren der Bewegung machten. 1490 fand hier beispielsweise eine Synode der Hus-Anhänger statt. Seit 1558 gehörten die Ländereien der Adelsfamilie Zerotein. Nach der Schlacht am Weißen Berg wechselten die Besitzer in rascher Folge. Der berühmteste Regent der Region war Karl der Ältere von Zerotein, der hier während der Rekatholisierung zahlreichen protestantischen Priestern Unterschlupf gewährte, darunter von 1622 bis 1625 auch Johann Amos Comenius.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts gehörten die Ländereien der Adelsfamilie Trauttmansdorff, die hier 1781 auch das heute noch zu besichtigende Schloss errichten ließen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Brandýs ein beliebter Ausflugsort, in dem sich auch viele Prominente trafen, so Professor Tomáš Garrigue Masaryk, die Schriftsteller Julius Zeyer und Karel Václav Rais, später auch Alois Jirásek und andere. In Brandýs lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch der sogenannte König der Geigen František Ondříček sowie zahlreiche Maler. Auch heute gehört die Stadt zu den beliebten Erholungs- und Ausflugszielen mit einem regen Kulturleben.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Brandýs nad Orlicí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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