Bullet for My Valentine

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Bullet for My Valentine
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Bullet for My Valentine live auf dem Elbriot 2013
Bullet for My Valentine live auf dem Elbriot 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) (Melodic) Metalcore[1]
Gründung 1998
Website www.bulletformyvalentine.com/de
Gründungsmitglieder
Matthew Tuck
Gitarre, Backing Vocal
Michael Paget
Nick Crandle (bis 2003)
Michael Thomas
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Matthew Tuck
Gitarre, Backing Vocal
Michael Paget
Bass, Backing Vocal
Jason James (seit 2004)
Schlagzeug
Michael Thomas

Bullet for My Valentine alt.svg
ehemaliges Logo

Bullet for My Valentine (Abk.: BFMV oder B4MV) ist eine 1998 gegründete Metalcore-Band aus dem walisischen Bridgend. Ihre Einflüsse kommen insbesondere von den Heavy-Metal- bzw. Hard-Rock-Bands Metallica, Iron Maiden und Deep Purple.
Seit 2006 kann die Band weltweit kommerzielle Erfolge feiern.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge (1998–2005)[Bearbeiten]

Die Band wurde 1998 unter dem Namen Jeff Killed John als Nirvana- und Metallica-Coverband gegründet.[2] 2002 wurden sie in das walisische Bandförderungsprojekt Pynci aufgenommen, über das sie eine von Greg Haver produzierte 2-Song-EP (You/Play with me) veröffentlichten, auf der sie Nu Metal spielten – diese wurde auch in lokalen Radiosendern gespielt. Am Tag vor den Aufnahmen zur nächsten EP verließ Bassist Nick Crandle die Band, die kurz darauf Ersatz in Jason James fand, der auch die Rolle des Shouters übernahm. Nachdem die Band kurz Opportunity in Chicago hieß, wurde letztendlich der Name Bullet for My Valentine genommen.

Nach einem Showcase in London im Jahre 2004 wollten mehrere Plattenfirmen die Band unter Vertrag nehmen, so u. a. auch Roadrunner Records. Derzeitig stehen Bullet for My Valentine bei Sony BMG (Europa) sowie Visible Noise in Großbritannien und Trustkill Records in den USA unter Vertrag.

Am 15. November 2004 veröffentlichte die Band ihre gleichnamige EP, die neun Wochen lang in den deutschen Single-Charts blieb und sich auch im restlichen Europa gut verkaufte. Als Single wurde Hand of Blood ausgewählt. Die Single 4 Words (To Choke Upon) wurde am 28. März 2005 in einer Auflage von lediglich 1000 Exemplaren veröffentlicht. Am 22. August 2005 wurde die Hand of Blood EP als Nachpressung für Europa und die USA veröffentlicht, welches gegenüber der selbstbetitelten EP noch einen Song mehr und ein Musikvideo enthält.

The Poison (2005–2007)[Bearbeiten]

Das Debütalbum The Poison erschien in Deutschland am 30. September 2005 (anschließend auch in Großbritannien und anderen europäischen Ländern) und erreichte u. a. Platz 25 in Deutschland. Die erste Single Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do) wurde am 19. September 2005 veröffentlicht. Die darauf folgende Single All These Things I Hate (Revolve Around Me) wurde am 3. Februar 2006 veröffentlicht, in Großbritannien drei Tage später. Am 17. Juli 2006 wurde die Single Tears Don't Fall veröffentlicht. In Deutschland gab es bei Gun Records eine spezielle Single-EP, die fast einen Monat früher, am 23. Juni, veröffentlicht wurde. Beim Musikvideo zu Tears Don't Fall wurden zur besseren Vermarktung die Schreiszenen rausgeschnitten. Inzwischen wurde The Poison im Vereinigten Königreich mit der Silbernen- und in den Vereinigten Staaten von Amerika mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[3][4]

Nach der regulären Veröffentlichung gibt es auch weitere Versionen mit Bonussongs oder Live- und Akustikversionen. So enthält die US-amerikanische Neuveröffentlichung fünf und die britische vier Bonussongs.

Im Oktober 2006 erschien eine Live-EP mit dem Namen Hand of Blood EP – Live at Brixton. Die Limited Edition ist auf 4000 Exemplare limitiert. Sie unterscheidet sich aber nicht von der herkömmlichen EP, außer dass auf dem Sticker auf dem Cover „Limited EP“ steht. Die Aufnahmen stammen von ihrem Auftritt im Londoner Club Brixton Academy am 28. Januar 2006, wo mehrere Kameras die Show filmten, um aus dem Material später eine Live-DVD anzufertigen. Die DVD The Poison – Live at Brixton wurde am 30. Oktober 2006 veröffentlicht, in Großbritannien und den USA erneut drei Tage später.

Scream Aim Fire (2007–2009)[Bearbeiten]

Bullet for My Valentine haben am 11. Oktober 2007 die Aufnahmen für ihr zweites Studioalbum, Scream Aim Fire, abgeschlossen. Es wurde am 25. Januar 2008 in zwei verschiedenen Version sowie auf SD-Card veröffentlicht. Colin Richardson, welcher auch schon The Poison produziert hatte, war erneut leitender Produzent. Als Singles wurden der Titeltrack Scream Aim Fire, Waking The Demon und Hearts Burst into Fire ausgekoppelt. Das Video zu Waking the Demon wurde, ähnlich wie bei Tears Don't Fall, in einer Version mit und einer ohne Schreiszenen gedreht. Im Jahr 2008 gingen sie unter anderem mit Atreyu, D'espairsRay und Blessthefall auf die „Taste of Chaos“-Tour.

Ähnlich wie beim Vorgängeralbum The Poison existiert auch hier eine Deluxe-Version des Albums mit leicht abgeändertem Cover sowie vier weiteren Bonussongs.

Fever (2009–2012)[Bearbeiten]

Die Band begann Anfang 2009 mit den Aufnahmen für ein drittes Studioalbum. Im November 2009 waren laut Tuck bereits acht Lieder fertig aufgenommen,[5] inzwischen ist ihr drittes Studioalbum mit dem Titel Fever veröffentlicht worden.[6] Die Songs vom neuen Album wurden auf ihrer MySpace-Seite am 19. April 2010 veröffentlicht.

Ende März 2009 verließen Bullet for My Valentine das Studio, um sechs Shows, unter anderem in Russland und Südafrika, zu spielen. Danach fuhren sie mit den Aufnahmen fort. Weiterhin wurde bekannt gegeben, dass drei Auftritte der Band, in Düsseldorf, in London und in Kalifornien, gefilmt wurden.

Temper Temper (2012–2013)[Bearbeiten]

2012 gab die Band über Facebook und Twitter bekannt, dass die Arbeit an einem neuen Album laufe, das Ende 2012 erscheinen sollte. Die Singles Temper Temper und Riot wurden vorab veröffentlicht.[7][8] Das Album heißt ebenfalls Temper Temper und ist in Deutschland am 8. Februar 2013 erschienen.[9]

Studioalbum Nr. 5 (2013–Gegenwart)[Bearbeiten]

Am 19. November 2013 wurde auf BBC Radio 1 ein neuer Song namens Raising Hell vorgestellt, mit dem sich die Band musikalisch wieder ihren früheren Alben annähert.[10]

Am 6. Januar 2014 kündigte Tuck via Twitter an, dass die Band begonnen hat das nächste Album im Studio aufzunehmen.[11]

Stil[Bearbeiten]

Bullet for My Valentines Musikstil lässt sich primär dem Metalcore zuordnen. Die Band verwendet genretypische Elemente, wie tiefe Gitarrenriffs, schnelles Spielen der Bassdrum bzw. Doublebass und Tempowechsel im Rhythmus der Musik.[12] Jedoch lassen sich einige Unterschiede zum Genre feststellen. Zum Beispiel ist im Vergleich zu anderen Metalcore-Bands deutlich mehr klarer Gesang des Sängers Matthew Tuck zu hören und die Band sieht ihre Wurzeln im Heavy Metal.[13] Seit dem Album Fever greift die Band mehr auf Hardrock-Einflüsse zurück und grenzt sich somit stärker vom klassischen Metalcore ab, was bei einigen Kritikern und Fans auf Unzufriedenheit stieß, da die Band massentauglicher erscheint.[14][15] Diese genannten Merkmale machen die vollständige Zuordnung der Band zu einem Genre schwer.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[16] Anmerkung
DE AT CH UK US
2005 The Poison 25
(40 Wo.)
43
(19 Wo.)
21
(4 Wo.)
128
(56 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2005
2008 Scream Aim Fire 3
(19 Wo.)
3
(10 Wo.)
18
(7 Wo.)
5
(6 Wo.)
4
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2008
2010 Fever 3
(9 Wo.)
2
(17 Wo.)
7
(6 Wo.)
5
(10 Wo.)
3
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. April 2010
2013 Temper Temper 5
(5 Wo.)
3
(6 Wo.)
9
(5 Wo.)
11
(2 Wo.)
13
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2013

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[16] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2005 4 Words (To Choke Upon)
The Poison
40
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. März 2005
Hand of Blood (EP)
The Poison
65
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2005
Suffocating Under Words of Sorrow (What Can I Do)
The Poison
37
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2005
2006 All These Things I Hate (Revolve Around Me) (EP)
The Poison
39
(17 Wo.)
29
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2006
Finnland: Platz 16
Tears Don’t Fall (EP)
The Poison
47
(9 Wo.)
37
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2006
Hand of Blood (Live at Brixton) (EP)
The Poison
91
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2006
2008 Scream Aim Fire
Scream Aim Fire
58
(3 Wo.)
34
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Januar 2008
Waking the Demon
Scream Aim Fire
Erstveröffentlichung: 16. Mai 2008
Hearts Burst into Fire
Scream Aim Fire
99
(1 Wo.)
66
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2008
2010 Fever
Fever
Erstveröffentlichung: 23. April 2010
Your Betrayal
Fever
Erstveröffentlichung: 2010
The Last Fight
Fever
Erstveröffentlichung: 2010
Bittersweet Memories
Fever
Erstveröffentlichung: 2010
2011 Fever
Fever
Erstveröffentlichung: 2011
2012 Temper Temper
Temper Temper
Erstveröffentlichung: 2012
Riot
Temper Temper
Erstveröffentlichung: 2012
2013 Tears Don't Fall (Part 2)
Temper Temper
Erstveröffentlichung: 2013
Breaking Point
Temper Temper
Erstveröffentlichung: 2013
Dirty Little Secret
Temper Temper
Erstveröffentlichung: 2013
Raising Hell
'
Erstveröffentlichung: 2013

Videografie[Bearbeiten]

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 2004: Hand of Blood
  • 2005: 4 Words (To Choke Upon)
  • 2005: Cries in Vain
  • 2005: Suffocating Under Words of Sorrow (What Can I Do)
  • 2006: All These Things I Hate (Revolve Around Me)
  • 2006: Tears Don’t Fall
  • 2007: Scream Aim Fire
  • 2008: Hearts Burst into Fire
  • 2008: Waking the Demon
  • 2010: The Last Fight
  • 2010: Your Betrayal
  • 2010: Bittersweet Memories
  • 2012: Temper Temper
  • 2013: Riot
  • 2013: P.O.W
  • 2013: Breaking Point
  • 2013: Raising Hell

DVDs[Bearbeiten]

  • 2006: The Poison – Live at Brixton
  • 2009: Scream Aim Fire: Live at London Alexandria
  • 2010: Fever: CD & DVD Tour Edition

Box-Sets[Bearbeiten]

  • 2010: 2CD: The Poison / Scream Aim Fire (VÖ: 13. September 2010)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jon Weiderhorn: The New Guitar Gods: Bullet for My Valentine. Guitar World. 7. November 2008. Abgerufen am 8. Februar 2009.
  2. bbc.co.uk: Bullet For My Valentine biography (Version vom 12. Januar 2008 im Internet Archive); Zugriff am 6. Dezember 2007
  3. riaa.com: Search Results Abgerufen am 24. November 2009. (HTML, englisch)
  4. bpi.co.uk Certified Awards Search Abgerufen am 24. November 2009. (HTML, englisch)
  5. metal-hammer.de: Bullet For My Valentine melden sich aus dem Studio Abgerufen am 17. November 2009. (HTML, deutsch)
  6. metal-hammer.de: Bullet For My Valentine melden sich aus dem Studio Abgerufen am 9. Dezember 2009. (HTML, deutsch)
  7. http://www.metal-hammer.de/news/meldungen/article330805/bullet-for-my-valetine-stellen-neuen-song-temper-temper-vor.html
  8. http://www.metal-hammer.de/video-audio/premieren/article352201/premiere-hoert-den-neuen-bullet-for-my-valentine-song-riot.html
  9. BULLET FOR MY VALENTINE - 'Temper Temper' Studio Video online!
  10. metalhammer.co.uk: Bullet For My Valentine Unveil New Single ‘Raising Hell’ (Zugriff am 19. November 2013)
  11. Twitter-Ankündigung von Studio-Album Nr. 5. Twitter. Abgerufen am 6. Januar 2014.
  12. Metalcharts.de: Metalcore
  13. lastfm: Bullet for My Valentine
  14. sputnikmusic.com: Bullet For My Valentine - Fever
  15. powermetal.de: BULLET FOR MY VALENTINE - Fever
  16. a b Chartquellen: DE AT CH UK US (Version vom 20. Oktober 2006 im Internet Archive)
  17. Welsh Music Awards 2004. BBC News. Archiviert vom Original am 9. Juli 2006. Abgerufen am 7. November 2007.
  18. Mendoza, Nadia: BULLET FOR MY VALENTINE Booed At METAL HAMMER GOLDEN GODS AWARDS. In: The Sun, 12. Juni 2007. Abgerufen am 31. Oktober 2007. 
  19. Kawasaki Golden God Award: Best UK Band. Metal Hammer. 6. Juli 2010. Abgerufen am 28. November 2010.
  20. The Best British Metal Band to Emerge in Years." – Q Magazine, NewsBlaze. 16. November 2007. Abgerufen am 12. August 2009. 
  21. Corey Apar: [Bullet for My Valentine bei Allmusic (englisch)Vorlage:Allmusic/Wartung/Pflichtparameter ID fehlt Bullet for My Valentine > Biography]. Allmusic. Abgerufen am 12 August 2009.
  22. Betty Clarke: Pop review: Bullet for My Valentine, Alexandra Palace, London. In: The Guardian, 18. November 2008. Abgerufen am 12. August 2009. 
  23. Award double for rockers Slipknot, BBC News. 4. August 2009. Abgerufen am 12. August 2009. 
  24. Kerrang! And the winners are.... Kerrang!. 29. Juli 2010. Abgerufen am 16. Februar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bullet for My Valentine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien