Burg Guttenberg (Pfalz)
| Burg Guttenberg (Pfalz) | ||
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Bergfried |
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| Entstehungszeit: | um 1150 | |
| Burgentyp: | Höhenburg, Felsenburg | |
| Erhaltungszustand: | Ruine; Reste von Bergfried und Umfassungsmauern | |
| Ständische Stellung: | Ministeriale, Grafen | |
| Ort: | Oberotterbach | |
| Geographische Lage | 49° 4′ 39,6″ N, 7° 55′ 16,9″ O49.0776611111117.9213611111111503Koordinaten: 49° 4′ 39,6″ N, 7° 55′ 16,9″ O | |
| Höhe: | 503 m ü. NN | |
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Die Burg Guttenberg (seltener auch Guttenburg) ist die Ruine einer Felsenburg nahe der französischen Grenze im deutschen Teil des Wasgaus, der zum Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) gehört.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Burg liegt als Höhenburg im Oberen Mundatwald etwa drei Kilometer westlich von Oberotterbach auf dem 503 Meter hohen Schlossberg. In jeweils einem Kilometer Entfernung schließen sich im Nordwesten die Hohe Derst (561 Meter) und im Süden der Hohe Kopf (497 Meter) an. Am Nordosthang des Schlossbergs unterhalb der Burg entspringt der Otterbach, ein linker Zufluss des Rheins.
[Bearbeiten] Geschichte
Erstmals erwähnt wurde die Burg 1150 als staufische Reichsburg, die durch den Ministerialen Landolf von Gudenburg verwaltet wurde. Ab 1317 gelangte die Burg zur Hälfte als Lehen an die Grafen von Leiningen, während die andere Hälfte wenig später an die Kurpfalz fiel.
Bei der Pfälzischen Teilung von 1410 wurde die Burg Herzog Stephan zugeschlagen. Die Leininger verloren 1463 ihren Besitzanteil, der über die Hanau-Lichtenberger an die wittelbachische Seitenlinie Pfalz-Zweibrücken gelangte.
1525 im Bauernkrieg wurde Burg Guttenberg vom Lothringischen Bauernhaufen zerstört. Die Ruine wurde nicht wieder aufgebaut, das zugehörige Amt nach Dörrenbach verlegt. Mit dem Erlöschen der Heidelberger Linie erhielt Pfalz-Zweibrücken 1559 auch die andere Hälfte der Herrschaft Guttenberg samt dem zugehörigen Teil der ruinösen Burg.
Nach den Vereinbarungen des Zweiten Pariser Friedens fiel die Ruine 1815 an das Königreich Bayern. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Anlage ins Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz, stand aber von 1949 bis 1986 unter französischer Verwaltung.
Von 1991 bis 1994 wurden mit Unterstützung des Kuratoriums zu Erhaltung des Mundatwaldes Substanzsicherungen durchgeführt.
[Bearbeiten] Burganlage
Von der Burg sind nur geringe Teile erhalten, da sie nach ihrer Zerstörung als Steinbruch benutzt wurde. Auf der Bergkuppe errichtet, die von einem Felsenriff gekrönt ist, bedeckte sie ursprünglich eine Fläche von etwa 50 mal 25 Metern. Von den drei Türmen der Oberburg auf dem Felsenriff ist nur der Bergfried teilweise erhalten. Daneben befinden sich in diesem Bereich noch zahlreiche Balken- und Pfostenlöcher und die Reste einer in den Fels gehauenen Treppe, die einst als Verbindung zur Unterburg diente. Von dieser existieren noch Teile der Umfassungsmauer, Gebäudefundamente und ein Tor.
Heute stellt der Felsen der Oberburg eine Plattform dar, welche den Ausblick über den Oberen Mundatwald und die Rheinebene ermöglicht.
[Bearbeiten] Herrschaft Guttenberg
Die zur Herrschaft Guttenberg gehörigen Ortschaften teilten sich in die Obere und die Untere Gemeinschaft. Die Obere umschloss das später wüst gefallene Dorf Guttenberg, ferner die Dörfer Oberotterbach, Dörrenbach, Rechtenbach, Mundorf, Harwerden und die Exklave Münchweiler. Die Untere Gemeinschaft umfasste Minfeld, Kandel mit Höfen und Minderslachen, Freckenfeld, Vollmersweiler und Niederotterbach.[1]
[Bearbeiten] Literatur
- Magnus Backes, Heinz Straeter: Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1566-7.
- Jürgen Keddigkeit, Alexander Thon, Rolf Übel: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, ISBN 3-927754-48-X, S. 251–260 (Auszug).
- Alexander Thon (Hrsg.): … wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg. Burgen in der Südpfalz. 2. Auflage. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3795415705, S. 64–67.
- Rolf Übel: Die Guttenburg bei Oberotterbach. Die Kirchenburg in Dörrenbach. Verlag für Burgenkunde und Pfalzforschung, Landau 2001, ISBN 3-929893-11-8.
[Bearbeiten] Weblinks
- Eintrag zur Burg in der wissenschaftlichen Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstituts (EBIDAT)
- Ritterburgen: Reichsburg Guttenberg
- Burgenparadies: Burg Guttenberg (Fotos)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Michael Frey: Allgemeiner Ueberblick der Geschichte des kön. bayer. Rheinkreises. Neidhard, 1836, S. 442 (Google Books).