Freckenfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Freckenfeld
Freckenfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Freckenfeld hervorgehoben
49.0647222222228.1138888888889127Koordinaten: 49° 4′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Kandel
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 11,13 km²
Einwohner: 1546 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76872
Vorwahl: 06340
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 8
76870 Kandel
Webpräsenz: www.freckenfeld.de
Ortsbürgermeisterin: Gerlinde Jetter-Wüst (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Freckenfeld im Landkreis Germersheim
Wörth am Rhein Germersheim Zeiskam Ottersheim bei Landau Knittelsheim Bellheim Scheibenhardt Berg (Pfalz) Hagenbach Neuburg am Rhein Jockgrim Neupotz Hatzenbühl Rheinzabern Steinweiler Erlenbach bei Kandel Kandel (Pfalz) Winden (Pfalz) Vollmersweiler Freckenfeld Minfeld Leimersheim Kuhardt Rülzheim Hördt Schwegenheim Lingenfeld Freisbach Weingarten (Pfalz) Westheim (Pfalz) Lustadt Baden-Württemberg Frankreich Speyer Rhein-Pfalz-Kreis Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der PfalzKarte
Über dieses Bild

Freckenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kandel an.

Geographie[Bearbeiten]

Freckenfeld liegt zwischen Karlsruhe und Landau in der Pfalz. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze In den Dorfwiesen und Welschhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Verschiedene Gefäßfunde und Münzen aus der Zeit um 50 v. Chr. deuten auf eine frühzeitige Besiedlung der Freckenfelder Gemarkung hin. Schriftliche Aufzeichnungen über den Ort ergeben sich jedoch ,,erst“ aus einer Schenkungsurkunde des Jahres 982. Ebenso wie viele andere Gemeinden des Kreises hat der Ort in seiner langen Geschichte zahlreiche Herrschafts- und Namensänderungen mitgemacht. Aus dem ursprünglichen Namen Frichonvelt der von einem fränkischen Vasallen namens Frico abgeleitet wird, entstand nach mehreren Lautverschiebungen im Laufe der Jahrhunderte der heutige Ortsname.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Wenn nicht gesondert aufgeführt, ist die Quelle der Daten das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz.[3]

Jahr Einwohner
[4]1802 1170
1815 1365
1835 1420
[4]1849 1450
[4]1861 1313
[5]1871 1277
1905 1276
Jahr Einwohner
1939 1631
1950 1153
1965 1257
1970 1312
1975 1239
1980 1318
1985 1341
Jahr Einwohner
1990 1461
1995 1501
2000 1663
2005 1649
2010 1559
2013 1546

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 50,7 Prozent der Einwohner evangelisch und 26,4 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[6] Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1277 Einwohnern 1065 evangelisch (83 Prozent), 211 katholisch (17 Prozent) und eine Person jüdisch.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Freckenfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU FDP FWF Gesamt
2014 7 6 3 16 Sitze
2009 7 6 1 2 16 Sitze
2004 8 4 1 3 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • 1974–2004: Theo Kuhn (SPD)
  • seit 2004: Gerlinde Jetter-Wüst (SPD)

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot auf gewölbtem grünen Boden ein silbernes Tor (Dampfnudeltor), in dessen Bogen schwebend der silberne Großbuchstabe F“.

Es wurde 1950 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und zeigt das Wahrzeichen von Freckenfeld.[8]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Mit Telfes im Stubai in Österreich wird eine Partnerschaft gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Dampfnudeltor in Freckenfeld[Bearbeiten]

Das Dampfnudeltor

Ein originelles Zeugnis der Geschichte ist das mit 1286 Dampfnudeln verzierte Dampfnudeltor, das an ein Ereignis im Dreißigjährigen Krieg erinnert.

Ein schwedisches Reiterschwadron stellte eine hohe Geldforderung an die Bürger, obwohl die Schweden wie die Gemeindebürger damals Lutheraner waren, und drohte Plünderung und Mord an. Eine Abordnung der Freckenfelder erreichte aber bei dem schwedischen Hauptmann die Abmilderung auf die Forderung, dass er und seine Soldaten zufriedenstellend verköstigt werden müssten. Dann würde er die Bevölkerung verschonen. Darauf hin ließ Bäckermeister Johannes Muck seine Frau mit der Magd einen großen Kessel Soße kochen und gab den Befehl diese Soße kräftig mit Wein abzuschmecken. Er selbst backte mit seinen Gesellen Dampfnudeln, bis jeder Soldat satt war, insgesamt 1286 Stück. Die Schwadron akzeptierte das servierte Gericht zufrieden und verschonte das Dorf vor weitergehender Erpressung oder gar Zerstörung und Mord.[9]

Verkehr[Bearbeiten]

Östlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 427 die Freckenfeld an das überörtliche Verkehrsnetz anschließt. Nächstgelegener Bahnhof ist Winden. Freckenfeld selbst ist über die Buslinie 547, die die Bahnhöfe Kandel und Bad Bergzabern miteinander verbindet, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freckenfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 93 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Freckenfeld
  4. a b c Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. XII des Anhangs
  5. a b Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 65
  6. Ewois, Stand: 31. Juli 2012
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  9. Freckenfelder Geschichte auf vg-kandel.de (PDF; 248 kB)