Burial

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Burial ist der Künstlername des britischen Dubstep-Musikers William Bevan. Seine Musik beinhaltet Elemente aus Dubstep, Two Step, Ambient und House. Als Person blieb der Künstler bis August 2008 anonym, biographische Daten sind kaum bekannt.

Musik[Bearbeiten]

Sein 2006 veröffentlichtes selbstbetiteltes Debütalbum erhielt mehrheitlich überdurchschnittliche Kritiken. Das britische Magazin The Wire wählte es zum Album of the year, im Mixmag wurde es zum fünftbesten Album des Jahres 2006 gewählt. Im September 2007 gab das Label Hyperdub das Erscheinen des zweiten Albums bekannt. Untrue erschien am 5. November 2007. Die Kritik nahm auch das zweite Album durchweg positiv auf. Auf seinem Myspace-Blog dementierte der Künstler das an gleicher Stelle im Internet kursierende Gerücht, 2008 würde ein Burial-Album in der DJ-Kicks-Serie erscheinen.

Nach eigenen Angaben produziert Burial fast alle seine Stücke mit dem Audioeditor SoundForge. Damit wolle er den Gebrauch von Trackern und Sequenzern vermeiden.[1]

Identität[Bearbeiten]

Obwohl beide Alben sehr positiv aufgenommen wurde, blieb Burial bis zum August 2008 anonym. In einem früheren Interview sagte er, dass „nur fünf Personen wissen, dass ich Lieder mache“ („only five people know I make tunes“).[2] Im Februar 2008 berichtete The Independent, dass Burial ein Alumnus der Londoner Elliott School namens William Bevan sei.[3]

Am 22. Juli 2008 berichtete The Guardian, dass Burial für den Mercury Music Prize 2008 nominiert sei.[4] Im Gefolge der damit zusammenhängenden Berichterstattung bestätigte Burial die Information des Independent über seine Person. Er postete ein Bild von sich auf seiner MySpace-Seite am 5. August 2008. In einem Blogeintrag gab Burial an, er sei „eine zurückhaltende Person und ... will einfach nur ein paar Lieder machen, nicht mehr“. Der obengenannte Award wurde von der britischen Alternative-Rockband Elbow gewonnen.

Seit der Veröffentlichung seines ersten Albums ranken sich die Mythen um Burials Identität. Dabei wurde zu Anfang spekuliert, hinter Burial verstecke sich Richard David James (alias Aphex Twin). Später kamen immer wieder Gerüchte auf, Kieran Hebden alias Four Tet sei Burial. Im Juni 2013 postete die Internetseite Equalizer einen Artikel dazu, in dem ein Facebook-Screenshot von Four Tet und eine Twitter-Nachricht von Caribou diese Aussage verifizieren sollten. Allerdings handelt es sich bei genannter Seite um eine Satireseite und die geposteten Bilder können nicht nachverfolgt werden. Kieran Hebden reagierte umgehend per Twitter und widerlegte das Gerücht: "I have never said ever that I am Burial anywhere. You should all show a bit more respect for Will Bevan who is Burial. One of the greatest musicians/producers of our time."[5][6][7] Endgültig beendet wurden die Gerüchte, als William Bevan Anfang 2014 ein eigenes Statement zu seiner EP Rival Dealer inklusive eines offiziellen Fotos von sich veröffentlichte.[8]

Diskographie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 2006: Burial (Hyperdub)
  • 2007: Untrue (Hyperdub)

EPs[Bearbeiten]

  • 2005: South London Boroughs (Hyperdub)
  • 2006: Distant Lights (Hyperdub)
  • 2007: Ghost Hardware (Hyperdub)
  • 2011: Street Halo (Hyperdub)
  • 2012: Kindred (Hyperdub)
  • 2012: Truant / Rough Sleeper (Hyperdub)
  • 2013: Rival Dealer (Hyperdub)

Collaborations[Bearbeiten]

Remixe[Bearbeiten]

  • 2006: Blackdown - Crackle Blues (Burial Remix) (Keysound Recordings)
  • 2007: Jamie Woon - Wayfaring Stranger (Burial Remix) (Live Recordings)
  • 2007: Bloc Party - Where Is Home? (Burial Remix) (Wichita Recordings)
  • 2007: Thom Yorke - And It Rained All Night (Burial Remix) (XL)
  • 2010: Commix - Be True (Burial Remix) (Metalheadz)
  • 2011: Massive Attack - Four Walls / Paradise Circus (Inhale Gold)

Nicht veröffentlichte Songs[Bearbeiten]

Eine Reihe von nicht herausgegebenen Liedern wurden in verschiedene Mixsets mit aufgenommen. Bisher waren sie hauptsächlich in Folgen von Mary Anne Hobbs' "Experimental Show" und Benji Bs "Deviation Show" des Radiosenders BBC Radio 1 zu hören gewesen.[9][10][11][12]

  • 2005: Brutal Deluxe, YearOne LP, Sarcophagus
  • 2006: U Hurt Me (Version), Versus, Gaslight, Rain
  • 2007: Feral Witchchild, Archeron, Stairwell, Afterglow, Sinkheart, Speed Ball2, Cold Planet, Stay
  • 2008: True Love VIP
  • 2009: Lambeth, Untitled 2
  • 2010: Deity (mit Goldie)
  • 2011: Untitled (mit dBridge & Instra:mental)
  • 2012: Buried / Untitled 4 (mit Flying Lotus)
  • 2013: Untitled (mit Four Tet)

Verwendete Samples aus Filmen[Bearbeiten]

In viele seiner Songs integriert Burial Samples aus Filmen. Unter anderen nutzte er folgende Samples:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://hyperdubrecords.blogspot.de/2007/10/burial-untrue-november-2007.html
  2. Hancox, Dan. Only five people know I make tunes In: The Guardian, 26. Oktober 2007. Abgerufen 21. Januar 2008.
  3. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/the-real-school-of-rock-780693.html
  4. http://blogs.guardian.co.uk/music/2008/07/mercury_prize_nominations_have.html Mercury Prize Nominations
  5. http://www.mixmag.net/words/news/four-tet-is-not-burial
  6. http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2013/jun/20/burial-four-tet-kieran-hebden
  7. http://equalizermag.com/news/four-tet-confirms-he-is-burial/
  8. Burial bekommt ein Gesicht bei de-bug.de, abgerufen am 31. Januar 2014
  9. BBC–Radio 1–Mary Anne Hobbs–Tracklisting
  10. Blackdown: Keysound Radio: 4Bristol mix
  11. BBC–Radio 1–Mary Anne Hobbs–Tracklisting
  12. Blackdown: Dub War and RinseVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter