CHIPSat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
CHIPSat
CHIPSat
Typ: Forschungssatellit
Land: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Betreiber: NASA
COSPAR-Bezeichnung: 2003-002B
Missionsdaten
Masse: 60 kg
Start: 13. Januar 2003, 00:45 UTC
Startplatz: Vandenberg SLC-2W
Trägerrakete: Delta-II-7320-10
Status: im Orbit, außer Betrieb
Bahndaten
Umlaufzeit: 96,4 min[1]
Bahnneigung: 94°
Apogäum: 594 km
Perigäum: 578 km
CHIPSAT bei den Startvorbereitungen

CHIPSat (auch Explorer 82) ist ein kleiner Forschungssatellit zur Untersuchung heißen Gases im Weltraum mittels Ultraviolettspektroskopie.

Die Entwicklung von CHIPSat wurde als einziges Projekt aus dem ehrgeizig angelegten University Class Explorer Programm der NASA finanziert. Beobachtungsinstrument ist das am Space Sciences Laboratory der University of California, Berkeley entwickelte Spektrometer CHIPS (cosmic hot interstellar plasma spectrometer), das im Ultraviolettbereich zwischen 9 und 26 nm Wellenlänge ein Feld von 5° × 26° mit einer spektralen Auflösung von 150 beobachtet. Der Satellitenbus wurde von SpaceDev entwickelt. CHIPSat wurde am 13. Januar 2003 (12. Januar nach Ortszeit) von der Vandenberg Air Force Base mit einer Delta-II-7320-Rakete zusammen mit einem anderen Satelliten (ICESat) in eine niedrige Erdumlaufbahn gestartet.

Aus den Spektren von CHIPSat sollte der Zustand des etwa eine Million Kelvin heißen Gases abgeleitet werden, das die lokale Blase im interstellaren Medium unserer Milchstraße in der Umgebung der Sonne füllt. Die Ergebnisse von CHIPsat zeigten jedoch, dass von diesem Gas kein UV-Licht ausgeht, das in der Erdumlaufbahn gemessen werden kann.[2] Der Satellit wurde nach Entdeckung des Fehlens der entsprechenden Strahlung für eine kurze Zeit zur Beobachtung des UV-Spektrums der Sonne eingesetzt.

Am 11. April 2008 wurde der noch voll funktionsfähige CHIPSat von seinen Erbauern abgeschaltet, da die NASA kein Geld für den weiteren Datenempfang bereitstellte.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ursprüngliche Bahndaten nach CHIPS. In: National Space Science Data Center. NASA, abgerufen am 6. September 2012 (englisch).
  2. a b Chris Thompson: Good-bye Mr. CHIPS. East Bay Express, 2. Juli 2008, abgerufen am 6. September 2012 (englisch).