Chełmża

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chełmża
POL Chełmża COA.svg
Chełmża (Polen)
Chełmża
Chełmża
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Toruń
Fläche: 7,83 km²
Geographische Lage: 53° 11′ N, 18° 37′ O53.18638888888918.614166666667Koordinaten: 53° 11′ 11″ N, 18° 36′ 51″ O
Höhe: 92 m n.p.m
Einwohner: 14.965
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 87-140
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: CTR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DanzigToruń
Schienenweg: ToruńGrudziądz
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 7,83 km²
Einwohner: 14.965
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1911 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0415011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jerzy Czerwiński
Adresse: ul. Gen. Hallera 2
87-140 Chełmża
Webpräsenz: www.chelmza.pl

Chełmża ([ˈxɛwmʒa], deutsch bis 1940 Culmsee, 1940–45 Kulmsee) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert bestand in der Gegend des heutigen Chełmża eine erste Befestigungsanlage. 1222 unter Bischof Christian von Preußen wurde Kulmsee erstmals erwähnt, der Name des Ortes war zu der Zeit Loza. Seit 1243 im Besitz der Bischöfe von Kulm, erhielt der Ort Culmsee 1251 das Stadtrecht von Heidenreich, Bischof von Kulm und wurde Sitz eines eigenen Bistums.[2] Am 22. Juli 1251 gründete Bischof Heidenreich die Kirche (Kathedrale), welche 1254 erbaut wurde. Die Mystikerin Jutta von Sangerhausen begründete 1256 das St.-Georgs-Hospital. Ein Stadtbrand zerstörte Kulmsee 1286 völlig.

1625 gründeten die Franziskaner (OFM) ein Kloster. Im 18. Jahrhundert lebte die Stadt Kulmsee vom Ackerbau und der Brauerei. Die Bedeutung stieg im Jahre 1781 mit der Verlegung des Sitzes der Kulmer Bischöfe von Löbau nach Kulmsee, als 1824 Pelplin zum Bischofssitz wurde, versank Kulmsee in der Bedeutungslosigkeit.

Als 1881 eine Zuckerfabrik errichtet wurde, prägte diese bald das Leben in der Stadt. 1904 brannte die Fabrik ab und wurde zur größten europäischen Zuckerfabrik wieder aufgebaut. 1882 erhielt die Stadt einen Anschluss an die Eisenbahn. Die Einwohnerzahl wuchs rapide, eine neue Vorstadt, das Fabrikviertel entstand. Aus dem Ackerbürgerstädtchen Kulmsee war eine Stadt geworden, in der die Fabrikarbeiterschaft die Mehrheit der Bevölkerung stellte.

Bis 1920 gehörte die Stadt dem preußischen Landkreis Thorn an, seitdem gehört sie zu Polen.

Einwohner[Bearbeiten]

  • 1773: 359 Einwohner, 52 Häuser
  • 1871: 2.982 Einwohner
  • 1943: 12.277
  • 2007: 15.229[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Gotische Dreifaltigkeitskirche mit barockem Turm
  • St.-Nikolaus-Kirche von 1251[4]

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Chełmża, zu welcher die Stadt Chełmża nicht gehört, hat eine Fläche von 178,72 km² auf welcher 9730 Menschen leben (30. Juni 2014). Zu ihr gehören folgende Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name
(1815-1920)
deutscher Name
(1939-45)
Bielczyny Bielczyny
1870-1920 Bildschön
Bildschön
Bocień Bottschin 1939-42 Bottschin
1942-45 Botten
Bogusławki Boguslawken 1939-42 Boguslawken
1942-45 Ritterwall
Brąchnówko Bruchnowko 1939-42 Bruchnowko
1942-45 Fröben
Browina Browina 1939-42 Browina
1942-45 Gut Fröben
Chełmża Culmsee Kulmsee
Drzonówko Drzonowko 1939-42 Drzonowko
1942-45 Drenauhof
Dziemiony Dziemiony
1870-1920 Dreilinden
Dreilinden
Dźwierzno Dzwierzno
1874-1920 Schwiersen
Schwiersen
Głuchowo Gluchowo
1866-1920 Glauchau
Glauchau
Głuchowo-Windak Windak 1939-42 Windak
1942-45 Windack
Grodno Grodno 1939-42 Grodno
1942-45 Groden
Grzegorz Gregorsz
1867-1920 Falkenstein
Falkenstein
Grzywna Grzywna
1909-20 Griffen
Griffen
Januszewo Janusch 1939-42 Janusch
1942-45 Hansberg
Kiełbasin Kielbasin 1939-42 Kielbasin
1942-45 Worst
Kończewice Konczewitz
1865-1920 Kunzendorf
Kunzendorf
Kuczwały Kuczwally 1939-42 Kuczwally
1942-45 Kunzwalde
Liznowo Elisenau Elisenau
Mirakowo Mirakowo 1939-42 Mirakowo
1942-45 Merch
Morczyny Morczyn
1902-20 Mortschin
1939-42 Mortschin
1942-45 Merschen
Nawra Nawra 1939-42 Nawra
1942-45 Nefer
Nowa Chełmża Neu Culmsee Neukulmsee
Parowa Falęcka Parowo 1939-42 Parowo
1942-45 Dietrichsschlucht
Pluskowęsy Pluskowenz 1939-42 Pluskowenz
1942-45 Pleuskewend
Skąpe Alt Skompe
1901-20 Hermannsdorf
Hermannsdorf
Sławkowo Slawkowo
1867-1920 Friedenau
Friedenau
Strużal Strusal Strusal
Świętosław Wenzlau Wenzlau
Szerokopas Scherokopaß 1939-42 Scherokopaß
1942-45 Schirkenpaß
Witkowo Wittkowo 1939-42 Wittkowo
1942-45 Wittkenfeld
Zajączkowo Zajonskowo
1904-20 Senzkau
Senzkau
Zalesie Zalesie
Zelgno Zelgno
1902-20 Seglein
Seglein
Zelgno-Bezdół

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chełmża – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. Preussische Regesten Preussische Regesten: Ann. Thor. Chron. terre Pruss. Ds.r.Pr. III 59, 468
  3. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007
  4. Kujot Stanisław; 1904; Kto założył parafię w dzisiejszej diecezyi chełmińskiej, S. 67, die Website der Stadt sagt hingegen 1248; http://www.region.powiattorunski.pl/chelmza.pl/index.php?strona=3660