Chrom(II)-fluorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Chrom(II)-fluorid
__ Cr2+      __ F
Allgemeines
Name Chrom(II)-fluorid
Andere Namen

Chromdifluorid

Verhältnisformel CrF2
CAS-Nummer 10049-10-2
PubChem 66229
Kurzbeschreibung

hellgrünes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 89,99 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,11 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

894 °C[2]

Siedepunkt

>1300 °C[2]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 26​‐​27​‐​28​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Chrom(II)-fluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Chroms aus der Gruppe der Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Chrom(II)-fluorid kann durch Reaktion von Chrom mit Fluorsalzen von edleren Metallen (z. B. Cadmium(II)-fluorid, Zinn(II)-fluorid oder Bismut(III)-fluorid) gewonnen werden, wobei die Reaktion oberhalb der Schmelztemperatur der Salze ausgeführt wird.[5]

\mathrm{Cr + CdF_2 \xrightarrow{>1110\ ^\circ C} Cd + CrF_2}
\mathrm{Cr + SnF_2 \xrightarrow{213\ ^\circ C} Sn + CrF_2}
\mathrm{3 \ Cr + BiF_3 \xrightarrow{727\ ^\circ C} 2 \ Bi + 3 \ CrF_2}

Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Chrom mit Fluorwasserstoff bei etwa 200 °C[5] oder die Reaktion von Chrom(III)-fluorid mit Wasserstoff.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Chrom(II)-fluorid ist ein hellgrünes Pulver.[1] Es hat eine monokline Kristallstruktur vom verzerrtem Rutil-Typ[7] mit der Raumgruppe P21/c.[2] Bei Erhitzung an Luft zersetzt es sich zu Chrom(III)-oxid.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Chromium(II) fluoride, 97% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. November 2012 (PDF).
  2. a b c d  Jean Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker: Band 3: Elemente, Anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. Springer DE, 1998, ISBN 3540600353, S. 396 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1439814619, S. 516 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b  J. J. Zuckerman: Inorganic Reactions and Methods, The Formation of Bonds to Halogens. John Wiley & Sons, 2009, ISBN 0470145390, S. 178, 182 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 3110126419, S. 1616 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Ralf Alsfasser, H. J. Meyer: Moderne anorganische chemie: mit CD-Rom. Walter de Gruyter, 2007, ISBN 3110190605, S. 196 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).