Chunk! No, Captain Chunk!

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Chunk! No, Captain Chunk!
Chunk no captain chunk.jpg
Chunk! No, Captain Chunk! im Jahr 2012. Auf dem Bild sind Sänger Bertrand Poncet und Bassist Mathias Rigal zu sehen.
Chunk! No, Captain Chunk! im Jahr 2012. Auf dem Bild sind Sänger Bertrand Poncet und Bassist Mathias Rigal zu sehen.
Allgemeine Informationen
Herkunft Paris, Frankreich
Genre(s) Metalcore, Pop-Punk, Easycore, Post Hardcore, Trancecore, Hardcore Punk
Gründung 2007
Website http://www.facebook.com/cnccband
Aktuelle Besetzung
Bertrand Poncet (seit 2007)
Paul Wilson (seit 2007)
Éric Poncet (seit 2007)
Mathias Rigal (seit 2007)
vakant
Ehemalige Mitglieder
Jonathan Donnaes (2007-2014)

Chunk! No, Captain Chunk! ist eine 2007 gegründete Metalcore-/Pop-Punk-Band aus Paris. Die Gruppe besteht aus den Gründungsmitgliedern Bertrand Poncet (Gesang), Mathias Rigal (E-Bass), Paul Wilson (E-Gitarre) und Éric Poncet (E-Gitarre). Schlagzeuger Jonathan Donnaes kündigte im August 2014 seinen Ausstieg aus der Band an.

Derzeit hat die Gruppe mit Something for Nothing und Pardon My French zwei Alben herausgebracht, wobei ersteres in Eigenvertrieb veröffentlicht und nach einem Wechsel zu Fearless Records erneut aufgelegt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

2007-2010: Gründung und Something for Nothing[Bearbeiten]

Die Gruppe wurde im Jahr 2007 von Paul Wilson (E-Gitarre), Bertrand Poncet (Gesang) und Jonathan Donnaes (Schlagzeug) in Paris gegründet. Wilson startete die Gruppe, da er mit einem Sound, welcher aus Pop-Punk, Hardcore und Heavy Metal besteht, experimentieren wollte.[1] Kurz nach der Gründung stießen zwei weitere Musiker hinzu verließen die Gruppe jedoch rasch wieder, sodass Bertrands Bruder Éric (E-Gitarre) und dessen Freund Mathias Rigal (E-Bass) zur Truppe stießen. Beide hatten zu dem Zeitpunkt noch nie ein Instrument gespielt.[1]

Der Bandname stammte aus dem 1985 erschienenen Abenteuerfilm Die Goonies[2][3] in welchem die Protagonisten Chunk und Sloth zu den Hauptcharakteren zählen.[1] Als weiteren Grund nannte Poncet, dass der Film eine „schöne Kindheits-Erinnerung“ war und das der Name die Musiker innerhalb der Band am besten „reflektiere“.[4] Kurz nach der Gründung nahm die Band ihre erste EP auf, die unter anderem den Song MILF enthält, welcher später auf dem Debütalbum neu eingespielt wurde.

Die Band selbst sagte aus, dass es sehr kompliziert war sich eine eigene Fangemeinde in Frankreich zu erspielen, da in diesem Land so gut wie keine Rockmusikszene existierte. Die Gruppe schaffte es stattdessen in anderen Staaten Europas und in Nordamerika eine Gruppe von Fans zu gewinnen.[4] Die Gruppe veröffentlichte am 2. September 2010 ihre erste Single In Friends We Trust für das Debütalbum, welches am 1. November 2010 in Eigenregie veröffentlicht und Something for Nothing genannt wurde.[1]

2010-2013: Pardon My French[Bearbeiten]

Nachdem die Gruppe von Fearless Records mit einem weltweiten Plattenvertrag ausgestattet wurde, erschien eine Neu-Auflage ihres Debütalbums Something for Nothing am 19. Juli 2011.[2][5] Die Neu-Auflage weißt ein anderes Cover-Design und eine veränderte Tracklist auf: So wurden die Stücke MILF und Alex Kidd in a Miracle World durch Make Them Believe ersetzt. Make Them Believe war ursprünglich ein Bonus-Titel auf der japanischen Version der Erstauflage des Albums.[6] Für das Re-Release des Albums wurde zu Captain Blood ein Musikvideo gedreht.[7][8]

Im Oktober 2011 nahm die Gruppe an der Across the Nation Tour teil, wo Miss May I Headliner waren. Im Rahmen dieser Konzertreise spielte die Band erstmals im Vereinigten Königreich.[9] Im Dezember spielte die Gruppe auf der Fearless Friends Tour gemeinsam mit Blessthefall, The Word Alive, Motionless in White und Tonight Alive eine komplette Tour durch die Vereinigten Staaten.[8] Am 21. November 2011 erschien die Compilation Punk goes Pop 4 der Punk Goes...-Reihe, wo die Gruppe mit einem Cover von Ke$has Single We R Who We R vertreten ist.[10]

Ende Januar und Februar 2012 tourte die Gruppe als Support von Attack Attack! erneut durch die Staaten.[8] Im März und April folgte eine Konzertreise mit der Deathcore-Band Chelsea Grin.[11] Im Sommer spielte Chunk! No, Captain Chunk! ihre erste Warped Tour. Im Rahmen dieser Tour spielte die Gruppa auf der Ernie Ball Stage.[12] Außerdem ist die Single In Friends We Trust auf der Warped Tour 2012 Compilation zu finden.[13] Auf der Warped Tour spielte die Gruppe erstmals neue Songs.[14] Im November und Dezember war die Gruppe Hauptsupport von Woe, Is Me auf deren Talk Your [S]#?! Tour.[15]

Im Januar 2013 starteten die Studioarbeiten mit Produzent Joey Sturgis an dem Nachfolger-Album von Something for Nothing in Michigan.[16][17] Das Album soll am 30. April 2013 weltweit erscheinen.[18][19] Im Rahmen des Soundwave spielten Chunk! No, Captain Chunk! erstmals fünf Konzerte in Australien. Diese Konzerte fanden vom 23. Februar bis zum 4. März 2013 in Adelaide, Sydney, Perth, Brisbane und Melbourne statt.[20] Die Gruppe startete eine kleinere Konzertour mit Handguns, State Champs und City Lights als Support, ehe die Band beim South by So What!? spielte.[21][22] Außerdem war die Band gemeinsam mit Of Mice & Men Support der ersten Tourhälfte der Right Back at It Again Tour von A Day to Remember.[23] Dies hatte zur Folge, dass die eigentlich Pardon My French Tour mit For All Those Sleeping, Upon This Dawning und City Lights als Support verschoben werden musste.[19][24] Im Herbst war außerdem eine Tour als Support von Blood On The Dance Floor und Miss May I geplant.

Zwischenzeitlich wurde Pardon My French mit mehreren Bonustiteln neu aufgelegt. Zwischen Juni und August 2014 war die Gruppe Teil der Warped Tour. Kurz nach Tourende kündigte Schlagzeuger Jonathan Donnaes den Ausstieg aus der Band an. Diesen Entschluss habe er bereits im Jahr 2013 getroffen. Laut Donnaes soll ein enger Freund der Gruppe neuer Schlagzeuger werden.[25]

Musikstil[Bearbeiten]

Chunk! No, Captain Chunk! sind für ihren Pop-Punk-artigen Sound[3], welchen die Gruppe mit Heavy Metal- und Hardcore-Einflüssen[3] kombiniert, bekannt. Diesen Mix wird in der Szene als „Easycore“ bezeichnet. Die Texte werden allesamt in englischer Sprache verfasst, obwohl die Musiker anfänglich mit Sprachproblemen zu kämpfen hatten.[26] Aufgrund des Gebrauchs von Keyboards und dem Einfluss aus der Dance-Musik, kann der Musikstil zusätzlich auch als Trancecore umschrieben werden.[1][27]

Kritiker bezeichneten die Musik als einen Mix aus Pop-Punk, Melodic Hardcore[28][29] und Metalcore.[30][31] Aufgrund der Einschübe elektronischer Tanzmusik wird der Sound der Gruppe auch des Öfteren mit Easycore oder gar mit „Popcore“ umschrieben.[31][32][27] Außerdem schrieben die Kritiker der Band die Gruppen A Day to Remember, New Found Glory und Four Year Strong als musikalische Einflüsse zu.[31][30][33] Auch wenn Kritiker die Gruppe häufig mit diesen Bands vergleichen, verneinen die Musiker vehement die Nennung ebendieser als musikalischen Einfluss.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

  • 2008: Chunk! No Captain, Chunk!

Alben[Bearbeiten]

  • 2010: Something for Nothing (Eigenvertrieb, 2011 unter Fearless Records neu aufgelegt)
  • 2013: Pardon My French (Fearless Records)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chunk! No, Captain Chunk! – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Robert Knapper: Stencil Mag: Stencil Mag #4, Seite 17-18, erschienen am 27. November 2012, abgerufen am 7. April 2013
  2. a b Fearless Records: Bandprofil: Chunk! No, Captain Chunk!
  3. a b c Ryan White: OregonLive.com: "Vans Warped Tour takes over the riverfront at the Rose Quarter on Saturday" (Englisch), erschienen am 22. August 2012, abgerufen am 7. April 2013
  4. a b Tony Shrum: AMP Magazine: "CHUNK! NO, CAPTAIN CHUNK! vocalist Bertrand Poncet talks about music styles in Europe, The Goonies, and playing Soundwave 2013"
  5. Keagan Ilvonen: Fearless Signs Chunk! No, Captain Chunk!. Absolute Punk. 26. Mai 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  6. Mario Parra: Chunk! No, Captain Chunk! - "Something For Nothing" Re-Release July 19th, Fearless Records. In: July 12, 2011. Easycore.net. 12. Juli 2011. Abgerufen am 7. April 2013.
  7. Tyler Common: Chunk! No, Captain Chunk! release "Captain Blood" music video. Alternative Press. 13. Dezember 2011. Abgerufen am 7. April 2013.
  8. a b c Chunk! No, Captain Chunk! premieres music video for "Captain Blood". Alt Sounds. 13. Dezember 2011. Abgerufen am 7. April 2013: „[...]through their euphoric blend of pop melodies, punk beats and hardcore breakdowns.“
  9. Sarah Mitchell: The Artery Foundation Tour featuring Miss May I. In: Platform Online. 20. Oktober 2011. Abgerufen am 7. April 2013.
  10. NEWS: Punk Goes Pop Vol. 4 gets a UK release date set!. In: Dead Press. Abgerufen am 7. April 2013.
  11. Chelsea Grin to Headline ‘The Sick Tour’. SMN News. 13. Januar 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  12. Nuno Saque Ferreira: Chunk! No, Captain Chunk! announced for Vans Warped Tour 2012 line-up!. Alt Sounds. 16. Februar 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  13. Chris Stamm: Aged and Warped: What listening to 17 Warped Tour compilations in a row tells us about punk rock.. Willamette Week. 1. August 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  14. Chunk! No, Captain Chunk! Perform New Song Live. Easycore.net. Abgerufen am 7. April 2013.
  15. Grant Trimboli: Woe, Is Me Headlining ‘Talk Your [S]#?!’ Tour. In: Under the Gun Review. Buzzmedia. 20. August 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  16.  CHUNK! NO, CAPTAIN CHUNK! interview | Dodgeball Champions | NEW Album [Podcast]. IWantMyCtv.  7. April 2013. 0:30.
  17. Cassie Whitt: Chunk! No, Captain Chunk post studio announcement. In: Alternative press. 9. Januar 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  18. Cassie Whitt: Exclusive: Chunk! No, Captain Chunk! announce ‘Pardon My French’ album details. Alternative Press. 11. März 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  19. a b Chris Epting: Chunk! No, Captain Chunk!, 'Restart' (EXCLUSIVE SONG PREMIERE). In: Noise Creep. (AOL). 18. März 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  20. Mike Hohnen: Soundwave 2013 Lineup + Rumours. Music Feeds. 3. August 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  21. Chunk! No, Captain Chunk!, State Champs, Handguns Road To South By So What Tour. In: Infectious Magazine. 23. Januar 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  22. South By So What?! Festival Is Next Week!. In: Heavy Blog Is Heavy. 8. März 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  23. Cassie Whitt: A Day To Remember announce headlining tour with Of Mice & Men, Chunk! No, Captain Chunk! and Issues. Alternative Press. 21. Januar 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  24. Mario Parra: Chunk! No, Captain Chunk! to Reschedule Tour with Handguns, State Champs, and City Lights. Easycore.net. 22. Januar 2013. Abgerufen am 7. April 2013.
  25. Matt Crane: Alternative Press: Chunk! No, Captain Chunk! drummer leaves band
  26. POZ Interview: Chunk! No, Captain Chunk!. In: Property Of Zack. 27. Juli 2012. Abgerufen am 7. April 2013.
  27. a b Drew Hunt: The Reader's Agenda: Wed 11/28. In: Chicago Reader. Sun-Times Media. 28. November 2012. Abgerufen am 7. April 2013: „Chunk! No, Captain Chunk!, a Parisian "easycore" band Leor Galil praises for mixing "slick keyboards, clean vocals, sunny melodies, and major chords with blunt, chugging riffs, hammering double kick drum, booming breakdowns, Pig sqqueals, major headbanging, and guttural growls,"“
  28. Got Ears? Meet This Lot!. In: (Bauer Media Group) (Hrsg.): Kerrang!. Nr. 1450, London, 26. Januar 2013, S. 21. Abgerufen am 7. April 2013.
  29. Candice Haridimou: Punk Goes Pop - Vol. 4 [Album]. Altsounds LTD. 30. Dezember 2011. Abgerufen am 7. April 2013: „The second non-American act to appear is another relatively new signing to Fearless and they’re France’s answer to A Day to Remember. The oddly named Chunk! No, Captain Chunk! also blend equal parts of pop-punk and melodic hardcore together. [...] They switch between their light-hearted pop-punkier selves into their heavy metal alter-ego’s effortlessly, and so it’s a solid and memorable take on the club hit.“
  30. a b Sam Woodgate: Miss May I @ The Well. Leeds Music Scene. 22. Oktober 2011. Abgerufen am 7. April 2013.
  31. a b c Sebastian Fonseca: Chunk! No Captain Chunk!: Something For Nothing. Mind Equals Blowns. Abgerufen am 7. April 2013.
  32. Chris Higgins: Chunk! No, Captain Chunk! - Something For Nothing (album review). Sputnikmusic. 11. Dezember 2010. Abgerufen am 7. April 2013.
  33. Martin Savage: ALBUM: Chunk! No, Captain Chunk! – Something For Nothing. Dead Press. 19. Juli 2011. Abgerufen am 7. April 2013.