Crenarchaeota

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Crenarchaeota

Sulfolobus, infiziert mit dem Sulfolobus-Virus STSV1. Massstab = 1 μm.

Systematik
Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Archaeen (Archaea)
Abteilung: Crenarchaeota
Wissenschaftlicher Name
Crenarchaeota
George M. Garrit & George G. Holt, 2002

Die Crenarchaeota sind einzellige Lebewesen und gehören zu der Domäne der Archaea. Früher wurden die Crenarchaeota für Extremophile gehalten (d.h. entweder thermophil oder psychrophil), jedoch zeigten weiter Untersuchungen, dass die Crenarchaeota zu den häufigsten Archaea im Meer gehören.[1]

Innerhalb der Crenarchaeota findet man Organismen, die an extreme Umweltbedingungen angepasst sind und in Bereichen mit sehr hoher oder sehr niedriger Temperatur zu finden sind. Viele Vertreter leben im arktischen Plankton, wo sie bei Temperaturen oft unter 0°C überleben. Diese Psychrophilen sind jedoch erst vereinzelt unter Laborbedingungen kultiviert worden. Eine andere Gruppe innerhalb der Crenarchaeota lebt unter hyperthermischen Bedingungen, also bei Temperaturen von 80 - 110 °C, Pyrolobus fumarii lebt sogar bei 113°C und überlebt auch einstündiges Autoklavieren. Viele der Crenarchaeota tolerieren auch hohe Säurekonzentrationen (pH-Werte von 1-2). Picrophilus fumarii hat ein Optimum von pH 0,7 und kann sogar bei einem pH von -0,6 noch überleben.

Einer der bestcharakterisierten Organismen der Crenarchaeota ist Sulfolobus solfataricus. Ursprünglich wurde dieser Organismus aus schwefelhaltigen heissen Quellen in Italien isoliert und wächst bei 80 °C und einem pH Wert von of 2-4.[2]

Da in ihrem Lebensraum oft kein organisches Substrat vorhanden ist, leben viele von der Fixierung von Schwefel, Kohlendioxid oder Wasserstoff. Andere können jedoch auch organisches Material verstoffwechseln.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Brock: Biology of Microorganisms. 11. Edition (2005). Prentice Hall. ISBN 0-13-144329-1
  2. Zillig W, Stetter KO, Wunderl S, Schulz W, Priess H, Scholz I: The Sulfolobus-"Caldariellard" group: Taxonomy on the basis of the structure of DNA-dependent RNA polymerases. Arch. Microbiol. 125: 259–269.(1980)
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