DKW F2

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DKW
DKW F2 Reichsklasse, zweisitzige Cabriolimousine, im August-Horch-Museum, Zwickau

DKW F2 Reichsklasse, zweisitzige Cabriolimousine, im August-Horch-Museum, Zwickau

F2 (Limousine)
Produktionszeitraum: 1932–1935
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Cabriolet, Cabriolimousine
Motoren: Ottomotor:
584 cm³ (11 kW),
584 cm³ (13,2 kW),
692 cm³ (14,7 kW)
Länge: 3895 bzw. 3750–3985 mm
Breite: 1480 bzw. 1450–1480 mm
Höhe: 1500 bzw. 1465–1500 mm
Radstand: 2610 mm
Leergewicht: 690 bzw. 700–750 kg
Vorgängermodell: DKW F1
Nachfolgemodell: DKW F4
DKW F2 600 Reichsklasse, 1933, im Fahrzeugmuseum Chemnitz
Zeitungsanzeige für den neu eingeführten DKW Reichsklasse, 1933

Der DKW F2 ist ein Kleinwagen mit Frontantrieb der Marke DKW, den die Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen (ab Juni 1932 Teil der neu gegründeten Auto Union) im April 1932 als Nachfolger des Modells F1 auf den Markt brachten. Bis 1935 wurden 27.059 Wagen (davon 502 als Zweisitzer-Cabrio) ausgeliefert. Wie alle DKW „Frontwagen“ (geschützter Name) wurden die DKW F2 im Audiwerk in Zwickau gebaut. Nachfolger waren die DKW F4 (1934) bzw. DKW F5 (1935).

Der mit dem Beinamen „Meisterklasse 601“ angebotene F2 hat durch den gegenüber dem Vormodell 21 cm längeren Radstand eine elegantere Karosserie mit mehr Platz. Der bereits im F1 verwendete und vorn quer eingebaute Zweizylinder-Zweitaktmotor (Gegenläufer-Twin) mit 0,6 Litern Hubraum und Nasenkolben-Querspülung leistet 11 kW (15 PS) bei 3500 min-1. Über ein Dreiganggetriebe mit Krückstockschalthebel treibt er die Vorderräder an. Die Wagen mit einem Rahmen aus zwei stählernen U-Profil-Längsträgern haben eine mit Kunstleder bespannte Karosserie aus Sperrholz und vorn und hinten Einzelradaufhängung an doppelten Querblattfedern. Sie waren als zwei- und viersitziges Cabriolet oder als Cabriolimousine erhältlich.

Ab März 1933 wurden verbesserte Motoren mit Schnürle-Umkehrspülung und zwei Überströmkanälen eingebaut. Dadurch stieg die Leistung auf 13 kW (18 PS) bei 3500 min-1. Das neue Fahrzeug nannte sich „Reichsklasse“ und war bis 1935 erhältlich. Gleichzeitig war der „Meisterklasse 701“ im Angebot, dessen größerer 0,7-Liter-Motor mit Schnürle-Umkehrspülung 14,7 kW (20 PS) leistete.

Technische Daten[Bearbeiten]

DKW F2, Baujahr 1933, Karosserie Eigenanfertigung, im Museum für sächsische Fahrzeuge in Chemnitz
DKW F2, Baujahr 1933, Prototyp für den Motorsport
Typ Meisterklasse 601 Reichsklasse Meisterklasse 701
Bauzeitraum 1932–1933 1933–1935 1933–1935
Aufbauten L2, Cb2 L2 L2, Cb2
Motor 2 Zyl., Reihe, 2-Takt 2 Zyl., Reihe, 2-Takt 2 Zyl., Reihe, 2-Takt
Ventile ohne ohne ohne
Bohrung × Hub 74 mm × 68 mm 74 mm × 68 mm 76 mm × 76 mm
Hubraum 584 cm³ 584 cm³ 692 cm³
Leistung (PS) 15 18 20
Leistung (kW) 11 13,2 14,7
Verbrauch 8 l/100 km 7 l/100 km 7 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit 75 km/h 80 km/h 85–90 km/h
Leergewicht 690 kg 690 kg 700–750 kg
Zul. Gesamtgewicht 1010 kg 1040 kg 1050–1100 kg
Elektrik 6 Volt 6 Volt 6 Volt
Länge 3895 mm 3895 mm 3750–3985 mm
Breite 1480 mm 1480 mm 1450–1480 mm
Höhe 1500 mm 1500 mm 1465–1500 mm
Radstand 2610 mm 2610 mm 2610 mm
Spur vorne/hinten 1100 mm/1100 mm 1100 mm/1100 mm 1110 mm/1220 mm
Wendekreis 12 m 12 m 12 m

Quelle[Bearbeiten]

  • Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. 10. Auflage, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3879435197.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: DKW F2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien