Das Attentat (1996)

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Attentat
Originaltitel Ghosts of Mississippi
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Rob Reiner
Drehbuch Lewis Colick
Produktion Nicholas Paleologos
Rob Reiner
Andrew Scheinman
Frederick Zollo
Musik Marc Shaiman
Kamera John Seale
Schnitt Robert Leighton
Besetzung

Das Attentat (Ghosts of Mississippi) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Rob Reiner aus dem Jahr 1996. Der Film, in dem Alec Baldwin und Whoopi Goldberg die Hauptrollen spielen, beruht auf einer wahren Begebenheit. Erst nach mehr als dreißig Jahren gelingt es, den Mord an einem schwarzen Bürgerrechtler juristisch zu sühnen.

Handlung[Bearbeiten]

Der Bürgerrechtler Medgar Evers, ein Afroamerikaner, wird im Jahr 1963 in Mississippi ermordet. Der weiße Rassist Byron De La Beckwith wird des Mordes beschuldigt und in zwei darauffolgenden Strafprozessen freigesprochen. Während einer der Verhandlungen unterbricht der Gouverneur von Mississippi die Zeugenaussage der Witwe, Myrlie Evers, und reicht dem Angeklagten im Gerichtssaal seine Hand.

Myrlie Evers versucht im Jahr 1989, den Fall wegen der Voreingenommenheit der Geschworenen neu aufzurollen. Der junge Staatsanwalt Bobby DeLaughter hat zuerst Zweifel, es sind nur noch wenige der Prozessakten und keine Beweisstücke übriggeblieben. Seine Ehefrau weist ihn darauf hin, dass die Beschäftigung mit dem Fall seine Berufung zum Richter gefährden könnte; sie selbst würde zum Gespött der Mitbürger.

DeLaughter bringt den Fall jedoch erneut vor Gericht. De La Beckwith wird im Jahr 1994 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, die Besetzung der Rollen sei zum Teil „unkonventionell“, aber „solide“. Alec Baldwin spiele die Hauptrolle „fein“, obwohl weit von einer Darstellung entfernt, die mit einem Oscar belohnt werden könnte. Die Darstellung von Whoopi Goldberg sei „ungleichmässig“; zum Filmanfang „nicht überzeugend“, später „stark“. Der Film verzichte „intelligent“ – anders als manche anderen Gerichtsfilme – auf überraschende Wendungen wie plötzlich auftauchende Zeugen. Er sei „hineinziehend“, aber als Plädoyer gegen Rassismus nur teilweise erfolgreich. [1]

Das Lexikon des Internationalen Films meinte: „Polit-Drama, das mehr auf Emotionen als auf die Reflexion gesellschaftlicher Prozesse setzt und auch die Charaktere seines Protagonisten wenig differenziert zeichnet. Die an Fernsehspiele erinnernde Bildgestaltung und die unter Wert agierenden Schauspieler vermitteln zudem nie das Gefühl großen Kinos.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

James Woods als Bester Nebendarsteller sowie Matthew W. Mungle und Deborah La Mia Denaver für Bestes Make-up wurden im Jahr 1997 für den Oscar nominiert. James Woods wurde 1997 für den Golden Globe Award nominiert. Whoopi Goldberg wurde 1997 für den Image Award nominiert. Der Film erhielt 1997 den Political Film Society Award für Menschenrechte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 36 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 13,05 Millionen US-Dollar ein. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von James Berardinelli
  2. Das Attentat im Lexikon des Internationalen Films
  3. Box office / business für Ghosts of Mississippi