David Tomlinson

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David Cecil MacAlister Tomlinson (* 7. Mai 1917 in Henley-on-Thames, Oxfordshire; † 24. Juni 2000 in Mursley, Buckinghamshire) war ein britischer Film- und Theaterschauspieler.

Karriere[Bearbeiten]

David Tomlinson begann seine Schauspielkarriere 1935 am Theater. Fünf Jahre später arbeitete er auch als Filmschauspieler. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs musste er seine Karriere unterbrechen, da er vom Militär eingezogen wurde. Er diente während des Krieges als Pilot bei der britischen Luftwaffe. Nach Kriegsende 1945 nahm er seine Tätigkeit als Schauspieler wieder auf und erreichte in den 1940er und 1950er Jahren eine größere Popularität mit Darstellungen von sympathischen und linkischen Vaterfiguren aus der Oberschicht. Sein internationaler Durchbruch folgte erst in den 1960er Jahren mit seiner Darstellung des Lord Fellamar in Tony Richardsons oskarprämierter Komödie Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen. 1964 stand er unter der Regie von Robert Stevenson für den Disneyfilm Mary Poppins vor der Kamera. Die Darstellung von George Banks, der mürrische Bankangestellte und Vater von Jane (gespielt von Karen Dotrice) und Michael Banks (gespielt von Matthew Garber), macht den Schauspieler auch heute noch weltweit bei Kindern und Erwachsenen bekannt. Tomlinson arbeitete in den folgenden Jahren noch einige Male für Disneyproduktionen unter der Regie von Robert Stevenson. So spielte er eine Nebenrolle in Ein toller Käfer und verkörperte an der Seite von Angela Lansbury in Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett den verrückten Professor Emilius Brown, der Menschen mit seinen gefälschten Zauberkursen hereinlegt. Später muss er feststellen, dass es doch jemanden gibt, der durch ihn Zaubern lernte. Seinen letzten Auftritt hatte David Tomlinson 1980 in Das boshafte Spiel des Dr. Fu Man Chu. Danach zog er sich ins Privatleben zurück.

1990 veröffentlichte der Schauspieler seine Memoiren unter dem Titel Luckier Than Most. An Autobiography. Er starb am 24. Juni 2000 im Alter von 83 Jahren.

Privatleben[Bearbeiten]

David Tomlinson heiratete 1953 seine Schauspielkollegin Audrey Freeman. Das Paar hatte vier gemeinsame Söhne, David Jr., William, Henry und James.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1965 – Grammy in der Kategorie Beste Aufnahme für Kinder (Mary Poppins)
  • 2002 – postum Ernennung zur „Disney-Legende“ („Disney-Legend“)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1941: Eine ruhige Hochzeit (Quiet Wedding)
  • 1945: The Way to the Stars
  • 1947: Die Weber von Bankdam (Master of Bankdam)
  • 1948: Toto-Glück (Easy Money)
  • 1948: Notlandung (Broken Journey)
  • 1948: Der Mann ohne Gewissen (My Brother's Keeper)
  • 1948: Schlafwagen nach Triest (Sleeping Car to Trieste)
  • 1949: Keine Wahl ohne Qual (The Chiltern Hundreds)
  • 1950: Paris um Mitternacht (So Long at the Fair)
  • 1951: Hotel Sahara
  • 1951: Der wunderbare Flimmerkasten (The Magic Box)
  • 1952: Muß das sein, Fräulein? (Made in Heaven)

Autobiografie[Bearbeiten]

  • Luckier Than Most. An Autobiography. 207. S., Hodder & Stoughton, London, Sydney, Auckland und Toronto 1990, ISBN 0-340-53484-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: David Tomlinson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien