Mary Poppins (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Mary Poppins
Originaltitel Mary Poppins
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1964
Länge 140 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Robert Stevenson
Drehbuch Bill Walsh,
Don DaGradi
Produktion Walt Disney,
Bill Walsh
Musik Musik und Songs:
Richard M. Sherman
Robert B. Sherman
Arrangements und Musikalische Leitung:
Irwin Kostal
dt. Liedtexte: Eberhard Cronshagen
Kamera Edward Colman
Schnitt Cotton Warburton
Besetzung

Mary Poppins ist ein US-amerikanischer Musical-Fantasyfilm in der Regie von Robert Stevenson aus dem Jahr 1964. Die Walt-Disney-Produktion basiert in wesentlichen Teilen auf den ersten beiden Mary-Poppins-Romanen von P. L. Travers, ergänzt um die Lieder und Musik von Richard M. Sherman und Robert B. Sherman. Die Komponisten-Brüder wurden ebenso mit dem Oscar ausgezeichnet wie Julie Andrews, die mit der Darstellung der Titelfigur ihre Weltkarriere startete. Insgesamt wurde der Film 1965 mit fünf Oscars ausgezeichnet.

Handlung[Bearbeiten]

Im Londoner Kirschbaumweg 17 wohnen die Banks – eine Familie, die das typische Leben der oberen Mittelschicht in England kurz vor dem Ersten Weltkrieg führt: George Banks ist Bankier, Winifred Banks ist mit der Führung des Haushalts nicht ausgelastet und engagiert sich anderweitig. Anders als die meisten Frauen in dieser Lage verlegt sie sich aber nicht auf Wohltätigkeit, sondern kämpft als Suffragette. Um den Haushalt kümmern sich Dienstboten und um die Kinder Jane und Michael Kindermädchen – allerdings hat die letzte gerade frustriert das Handtuch geworfen, da die Kinder ihr wieder einmal im Park einfach davongelaufen sind.

Ein neues Kindermädchen muss also her. Auf die Anzeige von Mr. Banks erscheinen zwar zahlreiche Interessentinnen, als das Dienstmädchen sie aber hereinbitten soll, sind sie alle buchstäblich vom Winde verweht – bis auf Mary Poppins, die mit aufgespanntem Regenschirm vom Himmel geschwebt kam. Im nun folgenden Vorstellungsgespräch dominiert nicht der potenzielle Arbeitgeber, sondern Mary Poppins. Sie tritt die Stelle an und übernimmt sofort das Kommando über die Kinder.

Schnell wird klar, dass Mary Poppins ganz eigene Erziehungsziele verfolgt. Sie zeigt den Kindern, dass Arbeit Spaß macht, der Kontakt mit Leuten aus der Unterschicht vergnüglich und die Unterstützung Bedürftiger befriedigend sein kann. Es gelingt ihr auch, Mr. Banks zu einem Ausflug zu überreden, durch den die Kinder das Arbeitsleben des Vaters kennenlernen sollen. Dabei will Mr. Dawes senior, der Seniorchef der Bank, Michael dazu überreden, mit seinem gesparten Taschengeld ein Konto zu eröffnen. Dass Michael, angeregt durch Mary Poppins, einer armen Vogelfrau auf den Stufen der St.-Pauls-Kathedrale etwas zu verdienen geben will, stößt bei den Bankiers auf völliges Unverständnis. Als Michael schreiend die Herausgabe seines ihm zuvor abgenommenen Geldes verlangt, kommt es zu einer Panik in den Kassenräumen und auf der Straße, die in einem Sturm auf die Bank endet – alle anwesenden Kunden verlangen die Auszahlung ihrer Konten. Dies führt dazu, dass Mr. Banks am späten Abend erneut in die Bank zitiert, für das Verhalten seines Sohnes zur Verantwortung gezogen und fristlos entlassen wird. Durch ein Gespräch mit einem Freund von Mary Poppins erkennt er jedoch, dass das Wichtigste in seinem Leben seine Familie ist, und kann seinen ehemaligen Chefs selbstbewusst gegenübertreten. Dies führt dazu, dass er am nächsten Tag seine Stelle zurückbekommt und zum Teilhaber befördert wird.

Am nächsten Morgen packt Mary Poppins ihre Sachen. Mary Poppins’ Aufgabe ist erledigt, sie hat die Familie zu einem harmonischen Familienleben zusammengebracht.

Unterschiede zur Romanvorlage[Bearbeiten]

Das Buch von Travers erschien 1934 und spielt auch in dieser Zeit. Die Handlung wurde für den Film ins Jahr 1910 verlegt. Im Roman ist Mary Poppins eine eitle und schnippische Frau, die keine andere Meinung als ihre eigene zulässt, während sie im Film deutlich freundlicher auftritt. Vor allem hat sie aber im Roman keine Mission zur Familienzusammenführung zu vollbringen, sondern kommt und geht, wann es ihr gefällt. Die Charaktere von Jane und Michael blieben im Wesentlichen erhalten, aber ihre kleinen Geschwister, die erst wenige Monate alten Zwillinge Barbara und John, kommen im Film nicht vor.

Die Eltern sind im Buch nur Nebenfiguren und nicht näher charakterisiert. Der Charakter von Mr. Banks wurde den Vorstellungen des edwardianischen Zeitalters über die Rolle des „Herrn des Hauses“ angepasst. Das Engagement seiner Frau als Frauenrechtlerin kommt im Buch nicht vor und wäre 1934 auch nicht zeitgerecht. Auch Mary Poppins' Freund Bert spielt im Buch keine zentrale Rolle und trifft insbesondere nur selten mit den Kindern zusammen. Die Figur ist auch im Übrigen mehr eine Figur aus dem Film. Dabei werden mehrere Figuren aus den Büchern in einer Person kombiniert.

Das Buch hat keine durchgehende Handlung, sondern ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, von denen nur wenige verwendet wurden (Ankunft, Marys Ausflug mit Bert in das Straßengemälde – im Buch ohne die Kinder –, Onkel Alberts Teeparty, die Szenen mit der Vogelfrau und die Abreise). Travers war mit dieser Verfilmung nicht zufrieden. Ihr passten die Umsetzung als Musikfilm, die eingefügten Trickfilmfigurensequenzen und auch Darsteller Dick Van Dyke nicht, und insgesamt fand sie die Handlung zu süßlich. Doch der Vertrag mit Disney gab ihr keine Möglichkeit, am fertigen Film noch Änderungen durchzusetzen. Die Besetzung von Julie Andrews wurde aber von Travers nach einem persönlichen Telefongespräch mit Andrews akzeptiert.

Lieder im Film[Bearbeiten]

deutsche Liedtitel gem. Soundtrack-LP Electrola Disneyland-Serie SME 83 928 (1964)

  • „Overture“ (Vorspannmusik, in der die Themen von „Feed The Birds“, „A Spoonful of Sugar“, „Chim Chim Cher-ee“ und „Supercalifragilisticexpialidocious“ anklingen)
  • „Sister Suffragette“ (Wir sind die Kämpfer fürs Frauenrecht) – Glynis Johns, Hermione Baddeley und Reta Shaw, mit gesprochenen Unterbrechungen von Elsa Lanchester.
  • „The Life I Lead“ (Ich bin voll Stolz – und bin zutiefst zufrieden) – David Tomlinson (später wiederholt von Julie Andrews)
  • „The Perfect Nanny“ (Willst Du diese Stellung haben) – Karen Dotrice und Matthew Garber
  • A Spoonful of Sugar(Wenn ein Löffelchen voll Zucker) – Julie Andrews
  • „Pavement Artist“ (Chim, Chiminey, ich tu was mich freut und mich freut, was ich tu) – Dick Van Dyke (Variation des „Chim-Chim-Cheree“-Themas)
  • „Jolly Holiday“ (Ist das ein herrlicher Tag) – Dick Van Dyke und Julie Andrews, mit Thurl Ravenscroft, Marni Nixon, Paul Frees und anderen
  • Supercalifragilisticexpialidocious(Supercalifragilisticexpialigetisch) – Julie Andrews und Dick Van Dyke mit J. Pat O’Malley und anderen
  • „Stay Awake“ (Bleibt schön wach und schlaft nicht ein) – Julie Andrews
  • „I Love to Laugh“ (Ich lach so gern) – Dick Van Dyke, Julie Andrews und Ed Wynn
  • „A British Bank“ (Es muss 'ne Bank geordnet und präzis' sein) – David Tomlinson, Julie Andrews (Reprise von „The Life I Lead“)
  • „Feed the Birds (Tuppence a Bag)“ (Täglich schon früh (Füttert die Vögelchen)) – Julie Andrews (Walt Disneys Lieblingslied im Film)
  • „Fidelity Fiduciary Bank“ (Willst Du zwei Pennie sparen) – Dick Van Dyke, David Tomlinson und anderen
  • „Chim-Chim-Cheree“ (Chim Chim Cheree) – Dick Van Dyke und Julie Andrews (gewann den Oscar in der Kategorie „Best Original Song“; „chimney sweep“ = Schornsteinfeger)
  • „Step in Time“ (Schritt und Tritt) – Dick Van Dyke
  • „A Man Has Dreams“ (Es träumt ein Mann, er wäre sehr erfolgreich) – David Tomlinson und Dick Van Dyke. Dies ist eine langsamere Fassung von „The Life I Lead“, die auch eine Variation von „A Spoonful of Sugar“ enthält.
  • „Let’s Go Fly a Kite“ (Für zwei Pennie Papier schon genügt) – Glynis Johns, David Tomlinson, Dick Van Dyke und anderen (auf dem engl. Soundtrack heißt es „and Londoners“)

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Film kam zwei Tage nach seiner Premiere in Los Angeles am 29. August 1964 in die Kinos der Vereinigten Staaten.
  • Dies war der erste Kinofilm von Julie Andrews. Disney engagierte sie, nachdem er sie bei einer Aufführung des Musicals Camelot gesehen hatte. Andrews nahm die Rolle aber erst an, nachdem sie zu ihrer Enttäuschung erfahren hatte, dass Studioboss Jack L. Warner sie bei der Vergabe der Rolle der Eliza Doolittle im gleichzeitig gedrehten Musical My Fair Lady wegen ihres damals noch weitgehend unbekannten Namens übergangen und stattdessen Audrey Hepburn engagiert hatte. Andrews hatte die Eliza vorher sehr erfolgreich am Broadway gespielt. Genugtuung bekam sie schließlich dadurch, dass sie bei der Oscarverleihung 1965, für die Hepburn nicht einmal eine Nominierung erhalten hatte, sogar die Auszeichnung für die beste weibliche Hauptrolle bekam.
  • Die Episode mit dem Sprung in das Gemälde ist eine Mischung aus Real- und Trickfilm. Nachdem die Szenen mit den Schauspielern gedreht waren, fügten Disneys Trickfilmzeichner ihre Figuren ein.
  • Dick Van Dyke spielte im Film eine gut versteckte Doppelrolle, einmal als Multitalent Bert und einmal, durch seine Maske kaum zu erkennen, als seniler Bankchef Mr. Dawes, Sr. Im Original spricht er auch beide Rollen, in der deutschen Fassung wurde Dawes Sr. von Robert Klupp gesprochen. Im Abspann wird der Name bei der zweiten Rolle als Navckid Keyd angezeigt, was durch Animation zum richtigen Namen Dick Van Dyke gewirbelt wird.
  • Julie Andrews Zungenbrecher „Supercalifragilisticexpialidocious“ wurde auf einer deutschen Single u. a. auch von Chris Howland unter dem Titel „Superkalifragilistisch Expiallegorisch“ (Ariola 18692AT) veröffentlicht.
  • 1983 wurde das erste Buch auch unter dem Titel „Meri Poppins, do svidaniya“ für das russische Fernsehen verfilmt, mit Natalya Andrejchenko als Mary Poppins.
  • Bei der Herstellung wurde mit dem Sodium Vapor Process als Trickmontagetechnick gearbeitet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde bei der Verleihung für das Jahr 1964 im Frühjahr 1965 in dreizehn Kategorien für den Oscar nominiert und war in fünfen davon erfolgreich: Julie Andrews erhielt den Preis als „Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle“, Peter Ellenshaw, Hamilton Luske und Eustace Lycett für die Spezialeffekte, Cotton Warburton für den Filmschnitt und Richard M. Sherman und Robert B. Sherman für den besten Filmsong und die beste Filmmusik. Weiterhin wurde der Film mit dem British Film Academy Award 1965, dem Golden Globe 1965 sowie dem Grammy 1965 für die Filmmusik und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.

Kritiken zum Film[Bearbeiten]

  • „Der märchenhafte Stoff der englischen Kinderbuchautorin Travers wird in der Disney-Produktion zu einem Showmusical in reicher Ausstattung; effektvolle Tricks, groteske Komik, schwungvolle Tanzeinlagen und einige inzwischen zu Klassikern gewordene Songs sorgen für gelungene Familienunterhaltung.“Lexikon des internationalen Films[1]
  • „Eine bezaubernde Oase von unbeschwerter Heiterkeit.“Die Welt, Hamburg
  • „‚Mary Poppins‘, einer der größten Publikumserfolge der 1960er-Jahre, bezaubert auch heute noch mit seinen beschwingten Melodien und atemberaubenden Trickaufnahmen, eine Kombination von Realaufnahmen und Zeichentrickanimation. Die berühmteste Szene ist ohne Zweifel die legendäre Schornsteinfeger-Tanzsequenz, zu der Julie Andrews den Ohrwurm „Chim-Chim-Cheree“ singt.“ – Das große TV Spielfilm Filmlexikon[2]
  • „„Supercalifragilistischexpialigorisch“ so einfach geht das Zauberwort, an dem sich Millionen begeisterter Zuschauer die Zunge brachen. Im Nu hat das Disney-Musical „Mary Poppins“ (…) in den Sechzigerjahren die Herzen aller Großen und Kleinen erobert. (…) Schwungvolle Tanzeinlagen, mitreißende Lieder und eine gewitzte Nanny machten dieses Musical zum größten Erfolg der Disney-Studios.“Prisma-Online-Filmdatenbank[3]

Die Quasi-Fortsetzung[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 trat Julie Andrews in dem 10-minütigen, animierten Film mit Live-Sequenzen „Eine verblüffend schlaue Katze“ (The Cat That Looked at a King) auf, der von den DisneyToon-Studios produziert wurde (für die 40-jährige Jubiläumsausgabe des Films) und der als Bonus auf der entsprechenden DVD veröffentlicht wurde. Der Film basiert auf einem Ausschnitt aus P. L. Travers Buch Mary Poppins Opens the Door und kann somit als Quasi-Minifortsetzung des originalen Films angesehen werden.

Der Film beginnt in der heutigen Zeit mit zwei englischen Kindern, die auf der Straße eine Kreidezeichnung ansehen, und zwar an genau derselben Stelle, an der sie Bert im Kinofilm gemalt hatte. Für diese Szene wurde die Kulisse von London des originalen Films (die in einem Lagerhaus erhalten blieb) noch einmal verwendet.

Die modern gekleidete Julie Andrews begrüßt die Kinder und nimmt sie mit in das Bild, wo sie eine moralische Geschichte erleben. Ob Julie Andrews nun tatsächlich eine moderne Fassung der Mary Poppins spielt, bleibt dabei allerdings der Vorstellungskraft des Zuschauers bis zum Schluss überlassen.

Unter den Sprechern des Films ist in der Rolle der „Königin“ Sarah Ferguson zu finden, die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor, Duke of York, sowie die Stimmen von David Ogden Stiers und Tracey Ullman.

Musical[Bearbeiten]

Mary-Poppins-Musical am Broadway: Reklametafeln am New Amsterdam Theatre in New York (2008)

Vom 15. Dezember 2004 bis zum 12. Januar 2008 lief im Londoner Prince Edward Theatre sehr erfolgreich ein Mary-Poppins-Musical, das auf dem Filmdrehbuch basiert und die Filmmusik verwendet. Es enthält zusätzliche Sequenzen aus dem Buch, die im Film nicht verwendet wurden. Bei der Premiere spielten Laura Michelle Kelly als Mary Poppins und Gavin Lee als Bert.[4] Später wurden sie durch Lisa O'Hare (Mary Poppins) und Gavin Creel (Bert) ersetzt. [5]

Neben den bekannten Liedern aus dem Film sind einige neue Titel enthalten. Dafür fehlen aber auch einige wenige Lieder aus dem Film, ein Beispiel hierfür ist „I Love To Laugh“. Einige der bekannten Lieder kommen zu anderen Gelegenheiten vor als im Film. Zum Beispiel gibt es im Musical die Szene mit dem Karussellpferdchenrennen nicht. Der dazugehörende Song Supercalifragilisticexpialidocious (im Deutschen als Superkalifragilistischexpiallegorisch oder auch -allegetisch übersetzt) wird zu einer anderen Szene gesungen. Die Handlung des Musicals ist näher an den Büchern als am Film. Mary Poppins ist etwas strenger als in der Filmversion (und entspricht dadurch auch mehr der Buchversion), und in zwei neuen Szenen wird ihre Magie dazu eingesetzt, die beiden Kinder Jane und Michael zu bestrafen. Diese Szenen können für sehr junge Zuschauer beängstigend sein. Aus diesem Grund blieb in London Kindern unter fünf Jahren der Zutritt verwehrt.

Seit dem 16. November 2006 lief das Musical bis März 2013 im New Amsterdam Theatre am Broadway in New York. Bei der Premiere übernahm wie in London Gavin Lee die Rolle des Bert; Mary Poppins hingegen wurde von Ashley Brown verkörpert. Beide schieden Anfang Oktober 2008 aus der Darstellerriege aus[6]; ihre Nachfolger waren Scarlett Strallen (Mary) und Bert Fiorentino (Bert). Seit Oktober 2009 verkörpert Laura Michelle Kelly die Rolle der Mary Poppins, die sie schon bei der Londoner Premiere 2004 gespielt hatte. Als Bert trat ihr im Oktober 2009 zunächst Christian Borle zur Seite[7]; seit dem 24. August 2010 ist Gavin Lee, ihr Londoner Premierenpartner, wieder am Broadway als Bert zu sehen.[8]

Am 11. April 2010 feierte die niederländische Fassung des Musicals im Circustheater Scheveningen Premiere. Mary Poppins wird von Noortje Herlaar gespielt, die in einer TV-Castingshow für die Rolle entdeckt wurde. Die Rolle des Bert verkörpert William Spaaij.

Ursprüngliche Besetzung[Bearbeiten]

Zur Besetzung der Londoner Premiere gehörten

  • Laura Michelle Kelly – Mary Poppins
  • David Haig – George Banks
  • Linzi Hateley - Winifred Banks
  • Gavin Lee – Bert
  • Rosemary Ashe – Miss Andrew
  • Jenny Galloway – Mrs Brill
  • Julia Sutton – Bird Woman
  • Kevin Williams – Park Keeper/Mr Punch
  • Gerard Carey – Robertson Ay
  • Charlotte Spencer – Jane Banks
  • Harry Stott – Michael Banks
  • Alan Vicary – Von Hussler/Jack-in-the-Box
  • Claire Machin – Miss Lark
  • Ian Burford – Admiral Boom
  • Louisa Shaw – Katie Nanna
  • Nathan Taylor – Northbrook
  • Poppy Tierney – Annie/Doll
  • Melanie La Barrie – Mrs Corry
  • Savannah Stevenson - Fannie
  • Terel Nugent – William
  • Tim Morgan – Policeman

Neue Lieder[Bearbeiten]

Zu den neuen Liedern, die im Film nicht vorkommen, gehören:

  • Practically Perfect
  • Temper, Temper
  • Brimstone & Treacle
  • Anything Can Happen
  • A Shooting Star

Im Musical nicht vorkommende Lieder aus dem Film[Bearbeiten]

  • Sister Suffragette
  • The Life I Lead (Die reprise-Version kommt jedoch vor)
  • I Love to Laugh
  • Fidelity Fiduciary Bank
  • Stay Awake

Medien[Bearbeiten]

DVD[Bearbeiten]

  • Mary Poppins (Walt Disney Meisterwerke), 1999
  • Mary Poppins (Special Collection), 2003
  • Mary Poppins (Special Edition, 2 Disc DVD-Set), 2006
  • Mary Poppins (Special Collection) (2-Disc-DVD-Set im Steelbook), Walt Disney Studios Home Entertainment, 2008
  • Mary Poppins - Zum 45. Jubiläum (Special Collection), 2 Disc DVD-Set, Walt Disney Studios Home Entertainment, 2009
  • Mary Poppins (+ Audio-CD) [Limited Edition], 2 Disc DVD-Set, Walt Disney Studios Home Entertainment, 2013

Blu-ray[Bearbeiten]

  • Mary Poppins - Jubiläumsedition, Walt Disney Studios Home Entertainment, 2014

Filmmusik[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

2012 wurde bekannt, dass Walt Disney Pictures einen Making-Of-Spielfilm Saving Mr. Banks produziert. Der Film soll Teile aus Pamela Travers’ Leben zeigen, sich aber hauptsächlich auf die Produktion des Filmmusicals konzentrieren. Regie führt John Lee Hancock, das Drehbuch stammt von Sue Smith und Kelly Marcel. Die Rolle Walt Disneys übernimmt Tom Hanks, der sich zur Vorbereitung auf die Rolle mit Verwandten von Disney getroffen hat. Pamela Travers wird von Emma Thompson gespielt und Julie Andrews von Victoria Summer. Gedreht wurde teilweise in den Walt-Disney-Studios und im Disneyland in Los Angeles. Der deutsche Kinostart war am 6. März 2014.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pamela L. Travers: Mary Poppins (Originaltitel: Mary Poppins). Deutsch von Elisabeth Kessel. Süddeutsche Zeitung junge Bibliothek, Band 12. Süddeutsche Zeitung GmbH, München 2005, 174 S., ISBN 3-86615-113-6
  • Leonard Maltin: The Disney Films. Hyperion, New York 1995, ISBN 0-7868-8137-2
  • Robert B. Sherman und Richard M. Sherman: Walt’s Time. From Before to Beyond. 252 S. Camphor Tree Publishers, Santa Clarita 1998, ISBN 0-9646059-3-7
  • Elmar Biebl, Dirk Manthey, Jörg Altendorf et al.: Die Filme von Walt Disney. Die Zauberwelt des Zeichentricks. Milchstraße, Hamburg 1993, ISBN 3-89324-117-5
  • Christopher Finch: Walt Disney. Sein Leben – seine Kunst (Originaltitel: The Art of Walt Disney. From Mickey Mouse to the Magic Kingdoms). Deutsch von Renate Witting. (Limitierte Exklusivausgabe.) Ehapa-Verlag, Stuttgart 1984, 457 S., ISBN 3-7704-0171-9 (aktuelle englischsprachige Ausgabe: The Art of Walt Disney. From Mickey Mouse to the Magic Kingdoms. Abrams, New York 2004, 504 S., ISBN 0-8109-4964-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lexikon des internationalen Films. CD-ROM-Ausgabe. Systhema, München 1997
  2. Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek- Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 8367
  3. Mary Poppins bei prisma.de; abgerufen am 2. November 2008
  4. Mary Poppins - 2004 West End: Premierenbesetzung auf broadwayworld.com.
  5. Mary Poppins - 2004 West End Ersatzbesetzung auf broadwayworld.com.
  6. Mary Poppins in der Internet Broadway Database (abgerufen am 12. Januar 2011).
  7. Laura Michelle Kelly and Christian Borle sweep into "Mary Poppins" Artikel bei playbill.com vom 12. Oktober 2009 (abgerufen am 12. Januar 2011)
  8. Gavin Lee will return to Broadway Cast of Mary Poppins Artikel bei playbill.com vom 2. August 2010 (abgerufen am 12. Januar 2011)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mary Poppins (Film) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien