De Marne

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Gemeinde De Marne
Flagge der Gemeinde De Marne
Flagge
Wappen der Gemeinde De Marne
Wappen
Provinz Groningen
Bürgermeister Koos Wiersma
Sitz der Gemeinde Leens
Fläche
 – Land
 – Wasser
240,31 km²
167,45 km²
72,86 km²
CBS-Code 1663
Einwohner 10.218 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 43 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 22′ N, 6° 24′ O53.3669446.394167Koordinaten: 53° 22′ N, 6° 24′ O
Bedeutender Verkehrsweg N361
Vorwahl 0595
Postleitzahlen 9963–9978
Website www.demarne.nl
Lage von De Marne in den Niederlanden

De Marne ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Groningen. Sie hat 10.218 Einwohner (Stand 1. Januar 2014), verteilt über 21 kleine Dörfer. Die wichtigsten davon sind Eenrum, Kloosterburen, Lauwersoog, Leens, Pieterburen, Ulrum, Wehe-den Hoorn und Zoutkamp. Die Gemeinde entstand im Jahre 1990 auf Grund einer Zusammenlegung der vormaligen Gemeinden Eenrum, Kloosterburen, Leens und Ulrum.

Die Gemeinde liegt nahe dem niederländischen Wattenmeer. Bei den „Maren“ handelt es sich um enge Wasserwege, die sich durch die Landschaft schlängeln, und u. a. für Bootsfahrten genutzt werden.

Der Ort Pieterburen ist national bekannt wegen der dortigen Seehund-Aufzuchtstation.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde, benannt nach einem alten Bach Marne, liegt im äußersten Nordwesten der Provinz, am Wattenmeer. Die Landwirtschaft ist der Haupterwerbszweig. Es gibt jedoch auch Fischerei und etwas Industrie und Tourismus. Fast alle diese Dörfer entstanden um eine mittelalterliche Kirche auf einer Warft.

Die neun wichtigsten Dörfer[Bearbeiten]

In Klammern die Einwohnerzahl Anfang 2004:

  • Eenrum (1543): malerisches Dorf, auf einer "wierde" (Warft) gelegen, verfügt über einen Yachthafen und einige kleine Museen
  • Leens (1874): alter Name: Lydenze = an dem Wasserlauf gelegen, Sitz der Gemeindeverwaltung, Kirche aus dem 11. Jahrhundert Landsitz ("borg") Verhildersum
  • Wehe-den Hoorn (854): protestantisch-katholisches Zwillingsdorf, "Wehe" kommt von altsächsisch wiha: geweihte Stätte
  • Ulrum (1925): größtes Dorf der Gemeinde, auf zwei Warften gebaut. Der reformierte Dorfpfarrer aus dem Jahr 1834, De Cock, begann eine Kirchentrennung (siehe: Niederländisch Reformierte Kirche).
  • Zoutkamp (1232): entstanden an einer Stelle der Wattenmeerküste, wo Kochsalz gewonnen wurde, Zwischen 1575 und 1884 Festung, ehemaliges Fischerdorf, Jachthafen beim eingedeichten Lauwersmeer
  • Pieterburen (391): touristisch das wichtigste Dorf der Gemeinde, umstrittene Auffangstelle für verwaiste Seehunde, von Frau Lenie 't Hart gegründet (Zeehondencreche Pieterburen), Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wattwanderungen auf dem Wattenmeer, Anfangspunkt des etwa 490 km langen Fernwanderwegs "Pieterpad", der von Pieterburen zum Pietersberg bei Maastricht verläuft
  • Kloosterburen (693): katholische Enklave im protestantischen Groninger Land. Von 1163 bis 1595 gab es ein Mönchskloster, von 1204 bis 1960 ein Nonnenkloster, welches aktuell als Hotel genutzt wird.
  • Warfhuizen (284): In der Eremitenkirche wird die Mutter Gottes besonders verehrt, weswegen Warfhuizen auch der nördlichste Marienwallfahrtsort Europas genannt wird.
  • Lauwersoog (134): nach der Eindeichung des Meerbusens Lauwerszee zum Lauwersmeer 1969 entstanden, Fischereihafen an der Grenze zur Provinz Friesland

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde sind neben der Seehunde-Aufzuchtstation in Pieterburen und dem Wattwanderzentrum, Borg Verhildersum in Leens, Abrahams Senfmuseum in Eenrum sowie eine Vielzahl von Kirchen, Türmen, Gehöften, Wurten und denkmalgeschützten Dörfern. Ebenfalls bekannt sind die Kirchenorgeln von Orgelbauern wie Dirk Lohmann, Arp Schnitger und Albertus Antonius Hinsz.

Das ungefähr 9.000 Hektar große Gebiet um den Lauwerssee entstand im Jahre 1969 nach der Abdämmung vom Meer, und wird von Anglern, Vogelkundlern, Wanderern, Fahrradfahrern und Wassersportlern genutzt.

Bilder[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: De Marne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Internetseiten der Gemeinde Dötlingen.