Defense Intelligence Agency

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Defense Intelligence Agency
— DIA —
US Defense Intelligence Agency (DIA) seal.png
Staatliche Ebene Bundesbehörde
Stellung der Behörde Militärischer Nachrichtendienst
Aufsichtsbehörde(n) United States Department of Defense Seal.svg United States Department of Defense
dt. Verteidigungsministerium
Bestehen seit 1. Oktober 1961
Hauptsitz Pentagon
Behördenleitung Director of the DIA[1]
US-O9 insignia.svg LTG Michael T. Flynn

Deputy Director
David R. Shedd

Mitarbeiter ca. 16.500
Website http://www.dia.mil/

Die Defense Intelligence Agency (DIA; deutsch Verteidigungsnachrichtendienst) ist ein Nachrichtendienst der Vereinigten Staaten, der als Dachorganisation der Nachrichtendienste der vier Teilstreitkräfte Army, Navy, Air Force und Marine Corps dient.

Auftrag[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Die 1961 von Robert McNamara durch die Directive 5105.21 aufgestellte DIA sammelt und analysiert die von den Geheimdiensten der Teilstreitkräfte beschafften Informationen und gibt die daraus gewonnenen Erkenntnisse an die zuständigen Entscheidungsträger in Pentagon und US-Regierung sowie an die Einsatztruppen weiter.

Hauptsitz der Behörde ist sowohl das Pentagon als auch das Zentrum für nachrichtendienstliche Auswertung auf dem Luftwaffenstützpunkt Bolling Air Force Base in Washington, D.C. Daneben gibt es weitere Standorte sowie den Militärattachés angegliederte Posten in den Botschaften der Vereinigten Staaten.[2]

Die DIA besteht aus vier Hauptabteilungen (directorates) und ihrer Hochschulsektion:

  • Directorate for Human Intelligence (DH)
  • Directorate for Analysis (DI)
  • Directorate for Intelligence Joint Staff (J2)
  • Defense Joint Intelligence Operations Center (DJIOC)
  • National Defense Intelligence College am Joint Military Intelligence College

Geschichte[Bearbeiten]

In der Öffentlichkeit bekannt wurde dieser Geheimdienst durch das weltweite Publizieren des von ihm abgehörten Funkverkehrs zwischen sowjetischen Abfangjägern während des Abschusses einer Boeing 747 des Korean-Airlines-Flug 007 am 1. September 1983. 1993 wurde die DIA in Jugoslawien aktiv.

Seit 1978 regelt der Foreign Intelligence Surveillance Act infolge der Ermittlungen des Church Committees die parlamentarische Kontrolle der DIA durch das „Senate Select Committee on Intelligence“ (SSCI) des US-Senats bzw. das United States House Permanent Select Committee on Intelligence (HPSCI) im Repräsentantenhaus.

Budget der US-Geheimdienste 2013[Bearbeiten]

Nach einem Bericht der Washington Post beträgt das Budget aller Nachrichtendienste der USA zusammen derzeit 52,6 Milliarden US-Dollar. Nachfolgend sind die fünf größten Behörden aufgeführt, deren jeweilige Budgets die Post in die vier Kategorien Unterhalt, Sammeln von Daten,Datenverarbeitung und -verwertung sowie Datenanalyse unterteilt hat.[3]

Name der Behörde/des Programms Budget
Verwaltung
und Unterhalt
(Management and support)
Budget
Datenbeschaffung

(Data collection)
Budget
Datenverarbeitung
und -verwertung
(Data processing and exploitation)
Budget
Datenanalyse

(Data analysis)
Budget
Gesamt
CIA.svg Central Intelligence Agency 01,8 11,500 0,387 1,100 14,787
National Security Agency.svg National Security Agency 05,2 02,500 1,600 1,500 10,800
US-NationalReconnaissanceOffice-Seal.svg National Reconnaissance Program 01,8 06,000 2,500 10,300
US-NationalGeospatialIntelligenceAgency-2008Seal.svg National Geospatial-Intelligence Program 02,0 00,537 1,400 0,973 04,910
US Defense Intelligence Agency (DIA) seal.png General Defense Intelligence Program 01,7 01,300 0,228 1,200 04,428
Gesamt 12,5 21,837 6,115 4,773 45,225

Angaben in Milliarden US-Dollar

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Defense Intelligence Agency – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dia.mil/about/leadership/director.html, abgerufen am 6. August 2013
  2. www.dia.mil Job Locations (Engl.). Aufgerufen 25. August 2009.
  3. The Black Budget. Covert action. Surveillance. Counterintelligence. The U.S. “black budget” spans over a dozen agencies that make up the National Intelligence Program. The Washington Post, 30. August 2013, abgerufen am 7. September 2013 (englisch).